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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.02.2007)

Wien, am 25.02.2007

Blutspur auf Einkaufsstraße!

Wieder aufsehenerregende Protestaktionen vor Innsbrucker Kleider Bauer Filiale

Am Freitag waren in Innsbruck wie auch in Wien AktivistInnen vor Ort, welche mit Flugzetteln, Transparent und  Schildern, PassantInnen und KundInnen über den Verkauf von echtpelzbesetzten Kleidungstücken – und dem damit verbundenen unsagbaren Tierleid – informierten. Auch Puppen mit Totenkopfgesichtern im Vollpelzmantel und Pelzmütze waren mit dabei. Es wurden wie immer viele Flugblätter verteilt und einige Unterschriften gesammelt.
Wie sooft wurde den engagierten AktivistInnen seitens der PassantInnen mehrmals Lob für Durchhaltevermögen und Konsequenz ausgesprochen.Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Firma Kleider Bauer mit ihren echtpelzbesetzten Kleidungsstücken im Sortiment nicht nur gegen jegliche ethischen Grundlagen verstößt, sondern damit auch keinesfalls im Sinne eines Großteils der Bevölkerung handelt.
 
Während am Samstag die DemoteilnehmerInnen in Wien Tiermasken trugen, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, sorgten in Innsbruck 16 AktivistInnen für "Stimmung" gegen den Pelzverkauf bei Kleider Bauer. "Ausgerüstet" waren sie mit Transparenten, Schildern, Masken, Verkleidungen, sowie diverse Sprechchöre untermalendem Trommeldonner.
Des weiteren wurde der letzte Teil der Performance "Pelztragen zieht immer eine Blutspur nach" der Straßentheatergruppe Ein/Aus aufgeführt. Dabei bildeten die weißgekleideten AktivistInnen eine "Kette", verbunden mit blutroten Stofftüchern, und zogen so vor der Kleider Bauer-Filiale unter "lyrisch betontem" Verlauten des Performancetitels ihre Runden. Die Menschenkette schritt langsam und bestimmt unter monotenen, sakral anmutenden Sprechchören vor dem Geschäft auf und ab. Angeführt wurde die Gruppe von einer Akteurin mit einem Schild, auf dem der Titel des Stückes zu lesen war. Wie immer blieben viele Leute interessiert stehen und informierten sich über die erschütternde Thematik. Manche machten auch Foto- und Filmaufnahmen. Gegen Mitte des Stücks, nach etwa 10 Minuten, setzte langsam rhytmisches Trommelspiel ein. Dieses steigerte sich dann in den nächsten 10 Minuten zu einer lauten, schnellen und aggressiven "Untermalung".
Als Höhepunkt – die Trommeln sind jetzt am Zenit ihrer Geschwindigkeit und Entschlossenheit – stoppt das Trommelspiel abrupt. Die AktivistInnen fallen unter lautem Schmerzgeschrei zu Boden. Unter eindrucksvollem Donner wird von mehreren Seiten gerufen: "Pelztragen zieht immer eine Blutspur nach!" Danach wurden Sprüche gesungen und Schlüsselsätze skandiert.
 
Weiters wurden Anti-Pelz Kopfstände getätigt.
"Kopf- und Widerstand,
gegen Pelzverkauf im Land!"

Eine Reihe von AktivistInnen stand entlang des Gehsteigs, immer eine Person Kopfstehend, die nächste maskiert und mit Schildern.
 
PassantInnen kamen (nach eigenen Aussagen) teilweise von weiter entfernten Straßen, "angelockt" bzw. aufmerksam gemacht durch Trommeln und laut skandierten Sprüchen, informierten sich mittels Flugblättern und in persönlichen Gesprächen und spendeten ihre Unterschrift. Wie immer verliefen die Diskussionen größtenteils konstruktiv und positiv. Immer wieder erzählen KundInnen und PassantInnen von ungehaltenen Reaktionen der Geschäftsleitung, angesprochen auf das offenbar nicht sehr angenehme Thema Pelzverkauf. Die Empörung vieler (ehemaligen) KundInnen über die echtpelzbesetzten Kleidungsstücke bei Kleider Bauer wächst von Mal zu Mal merklich.

Wer selber bei den wöchentlich stattfindenden Pelz-Kundgebungen in Wien, Innsbruck, Linz, Salzburg oder Graz mitmachen möchte ist herzlich eingeladen! Unterstützung ist immer gefragt und man kann sich vorstellen, wie viel mehr Energie und Kreativität entsteht, wenn sich mehr Menschen der Kampagne gegen Pelz bei Kleider Bauer anschließen! Melde dich, wenn du motiviert bist, musikalisch bist oder neue Ideen hast!

 

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