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Schweinefabriken für Bienensterben mitverantwortlich

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.05.2013)

Wien, 17.05.2013

Mais-Monokulturen nutzen jene Pestizide, die Bienen vergiften, um Mais als Schweinefutter für Tierfabriken in ausreichender Menge zu gewinnen

Der Maiswurzelbohrer ist eine Käferart, die sich auf Mais spezialisiert hat. In Mais-Monokulturen kann sie sich entsprechend rasant vermehren. Es ist allerdings längst bekannt, dass eine Fruchtfolge, also der jährliche Wechsel der Art der Feldfrüchte auf jeweils einem Feld, diesen Spezialisten für Mais an der Vermehrung hindert. Es wäre daher leicht, Schäden für die menschliche Ernährung durch diesen Käfer hintan zu halten, indem man einfach ständig den Anbau wechselt und nicht ausschließlich nur Mais-Monokulturen pflanzt.

Doch die großen Schweinefabriken Österreichs ernähren ihre tausenden Schweine mit Mais – der übrigens wesentlich effizienter direkt als Nahrung für Menschen dienen könnte. Daher sehen die BetreiberInnen der Schweinefabriken keine andere Wahl, als jedes Jahr wieder ihre Felder mit Mais-Monokulturen zu bepflanzen. Zum Schutz der Erträge bringen sie dann massenweise Nervengift aus: Neonicotinoide, die natürlich nicht nur die entsprechenden Käfer sondern auch zahlreiche andere Kleintiere, wie Hummeln und eben Bienen, töten. Einerseits wirken sie akut toxisch, andererseits verändern sie das Gehirn der Bienen nach chronischer Einnahme, sodass diese nicht mehr zum Stock zurückfinden und sterben.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: „Schweinefabriken sind nicht nur ein Verbrechen an den Tieren, die in dieser intensiven Haltungsform auf Vollspaltenböden ohne Stroh auf 0,7 m² pro 110 kg Schwein dahinvegetieren müssen, sie zerstören auch die Natur und die Kleintierwelt. Um 1 kg Schweinefleisch zu produzieren werden also 10 kg Mais angebaut und dazu noch ganze Bienenvölker vernichtet, um die rasante Vermehrung von Käferarten, die sich in Monokulturen natürlich auf Mais spezialisieren, zu stoppen. Man kann nicht ohne Folgen so brutal in die Natur eingreifen. Würden wir als Gesellschaft statt dem Schweinefleisch direkt den Mais essen, wäre es weder notwendig, so viel Mais zu produzieren, noch auf Monokulturen zu setzen, Pestizide auszubringen und keine Abwechslung in der Fruchtfolge zuzulassen. Es zeigt sich damit jetzt auch am Bienensterben, dass die Schweinefleischproduktion in der Masse und Intensität, wie in Tierfabriken, nicht mit einer intakten Natur verträglich ist!“

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