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VGT auf Tierschutzsymposium an der Vet Med Uni Wien

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.06.2013)

Wien, 06.06.2013

Erfahrungen zu den Themen Tierschutzunterricht, Gütesiegel in der Tierhaltung und Verfassungsbestimmung Tierschutz eingebracht

Die AGES-Akademie hielt von 3.-4. Juni 2013 an der veterinärmedizinischen Uni Wien ein Symposium zu Tierschutz ab, siehe martinballuch.com. Neben der Tiernutzungsseite und der Wissenschaft nahm auch der VGT an dieser Veranstaltung teil, die dadurch ein Podium für Diskussionen zwischen diesen verschiedenen Zugängen zu Tierschutz bot. Abwesend war, leider, die Politik, die offenbar lieber untereinander neue Verfassungsbestimmungen zu Tierschutz beschließt, als sich mit der Wissenschaft und den NGOs auseinander zu setzen.

Der VGT geht seit 1995 an Schulen, um über Tierschutz zu sprechen und die SchülerInnen zu informieren. Im Jahr 2006 reagierte die Politik darauf zunächst in der Form, alle Schulen vor dem VGT zu warnen, um dann - mit öffentlichen Geldern großzügig ausgestattet - ein eigenes Konkurrenzprojekt "Tierschutz macht Schule" ins Leben zu rufen. Doch mittlerweile hat sich dieses Projekt sehr zum Guten entwickelt, wenn auch die Präsidentin von "Tierschutz macht Schule" zumindest zum Vegetarismus eine seltsam anachronistische Meinung vertritt, siehe martinballuch.com. In dem Workshop wurde über die Gründung eines Bildungszentrums für Tierschutz nachgedacht.

Im Workshop über Transparenz bei Tierprodukten kamen einige SprecherInnen der Tiernutzungsseite zu Wort, u.a. die Obfrau der Qualitätsgeflügelvereinigung, die seit Oktober 2012 mit Nachdruck eine dramatische Verschlechterung der Haltungsbedingungen für Mastgeflügel und eine Halbierung der Weidefläche für Freilandhühner durchzusetzen versucht. Entsprechend gab es kaum innovative neue Ideen.

Im Gegensatz dazu führte der Workshop über eine Staatszielbestimmung im Tierschutz zu einer lebhaften Diskussion über die geplante Formulierung in Österreich, die durchgehend vehement abgelehnt wurde, weil sie zu wenig konkret sei und weder den Eigenwert der Tiere noch die Tierwürde umfasse. In einer eigenen Stellungnahme, die von vielen TeilnehmerInnen unterschrieben wurde, wandte man sich an die Politik, siehe www.vgt.at. Was für ein Demokratieverständnis. so der Tenor, müsse bei den Regierungsparteien herrschen, wenn sie die Wissenschaft und die Öffentlichkeit aus der Diskussion über die Verfassungsbestimmung ausschließt?

Erfreulich ist jedenfalls, wenn es nun eine Plattform gibt, an der Menschen aus den verschiedensten Bereichen zusammenkommen, um über die Zukunft von Tierschutz zu diskutieren. Erfreulicher wäre es, wenn NGOs dafür zu Vorträgen eingeladen und die Politik an den Gesprächen teilnehmen würde.

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