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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.03.2014)

Wien, am 20.03.2014

Cesar Millan - ein gefährlicher "Hundeflüsterer"

Der amerikanische Hundetrainer Cesar Millan ist erstmals durch die TV-Show, ,,Dog Whisperer" (,,Hundeflüsterer"), bekannt geworden. Seitdem genießt er internationale Popularität und hat viele BefürworterInnen auf seiner Seite. Cesar Millans Trainingsmethoden sind jedoch gewalttätig und gefährlich. ExpertInnen sowie der VGT raten dringend von der Nachahmung seiner Methoden ab!

Am 12. September 2014 soll Cesar Millan seine Trainingsmethoden in einer Show in der Wiener Stadthalle vorführen. Bereits jetzt bildet sich großer Widerstand gegen seinen Auftritt. Trotz der Proteste denkt Cesar Millan nicht daran die Show in Wien abzusagen. Wir bitten Sie daher, auf keinen Fall Cesar Millans Show zu besuchen. Informieren Sie dazu auch alle HundehalterInnen in Ihrem Bekanntenkreis!

Was macht Cesar Millans Methoden so gefährlich?

Cesar Millans Theorie zur Hundeerziehung basiert auf Dominanz und Autorität. Nach seinem Konzept, muss der oder die HundehalterIn das ,,Rudel anführen" und als ,,Alphatier" auftreten. Cesar Millan macht Hunde durch Gewaltausübung wie Schläge, Tritte, Würgen oder Elektroschocker gefügig. Mit solchen Praktiken wird die Mensch-Tier-Beziehung nachhaltig geschädigt. Sie führen dazu, dass Aggressionen bei Hunden ausgelöst werden. Von Erziehungs- oder Therapieerfolgen kann hier nicht die Rede sein. Was Cesar Millan als Therapieerfolg verkauft, ist lediglich die erlernte Hilflosigkeit des Hundes.

Damit ein Hund nachhaltig therapiert werden kann, muss eine vertrauensvolle Beziehung zum Menschen bestehen. Nur durch Verständnis kann ein Hund neue Verhaltensweisen erlernen und wird zu einem treuen Freund des Menschen.

Wer Cesar Millans Methoden anwendet, macht sich strafbar!

Der VGT warnt: Einige von Cesar Millans Methoden widersprechen dem Österreichischen Gesetz (Paragraph 5 des Tierschutzgesetzes). Das Gesetz schreibt deutlich vor, dass es verboten ist, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen.

Es ist daher ratsam ein positives Sozialverhalten der Hunde zu fördern. Aversive Trainigsmethoden, die auf negativen Reizen beruhen, rufen beim Hund Angst und Schmerzen hervor; sie sind daher strikt zu meiden. Das Training sollte daher auf lerntheoretischen Erkenntnissen basieren.

Das aktuelle Gesetz ist online abrufbar!

Das Problem der Nachahmung

Cesar Millans Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Erkenntinissen der Verhaltensforschung, macht ihn klar zu einem Tierquäler. Durch die mediale Stilisierung in TV-Shows wird er in einem positiven Licht gezeigt. Für wenig erfahrene HundehalterInnen ist dies natürlich sehr ansprechend. Die Nachahmung der Trainingsmethoden (durch Laien) kann den Hund unberechenbar machen oder ihn sogar umbringen (z.B.: durch zu langes Würgen).

Wir empfehlen daher sich an Hundeschulen zu wenden, die mit modernen Methoden sowie einer gewaltfreien und positiven Ausbildung arbeiten.

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