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Welt-Diabetes-Tag - Was hat Fleisch damit zu tun?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.11.2014)

Wien, 14.11.2014

Heute, am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag. Dass übermäßiger Zuckerkonsum zu den Risikofaktoren für die Entstehung von Diabetes zählt, ist klar, doch wie sieht es mit Fleisch aus?

Diabetes - eine Wohlstandskrankheit

Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, tritt in verschiedenen Formen auf. Die zwei geläufigsten Diabetes-Typen sind Diabetes Typ 1 und Typ 2. Beim Ersteren handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, beim Zweiteren um eine Erkrankung bei der Übergewicht als Hauptursache gilt.

Mittlerweile ist bekannt, dass Übergewicht und der übermäßige Konsum von Zucker in Form von Süßwaren, Weißmehl und gezuckerten Getränken die Stoffwechselerkrankung auslösen kann. Doch, dass auch der Konsum von Fleisch maßgeblich daran beteiligt ist, ist vielen Menschen neu und das, obwohl es zahlreiche Studien zu diesem Thema gibt!

Fleischkonsum - ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2?

Studien von überall auf der Welt belegen es: Der Konsum von Fleisch, v.a. rotem Fleisch kann ein Risikofaktor für die weitverbreitete Volkskrankheit sein. So hat im Jahr 2011 die Universität Harvard eine Studie veröffentlicht, die an einer Langzeitbeobachtung von 440 000 Menschen zeigte, dass unverarbeitetes sowie verarbeitetes rotes Fleisch (von Rind, Schwein und Lamm) in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für Diabetes Typ 2 steht.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die Shanghai Women Health Study (1). 75 000 Frauen wurden über mehrere Jahre hinweg beobachtet. Es zeigte sich, dass jene die eine fleischreiche Kost zu sich nahmen, eine höhere Sterblichkeitsrate und ein erhöhtes Diabetes Typ 2 Risiko hatten.

Eine Studie an den Sieben-Tages-Adventisten konnte sogar zeigen, dass vegan lebende Menschen die geringste Diabeteshäufigkeit aufwiesen. Begründet wurde dies durch den höheren Verzehr von Ballaststoffen und selteneres Vorkommen von Übergewicht.

Warum kann Fleisch das Risiko für Diabtes Typ 2 erhöhen?

Ein hoher Fleischkonsum gilt nicht nur wegen des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren als bedenklich, sondern scheinbar auch wegen seines hohen Eisen-Gehaltes. Davon betroffen ist vor allem sogenanntes ,,rotes Fleisch".

Eine weitere Studie der Harvard Universität (2) konnte, an über 85 000 Frauen zeigen, dass jene Frauen welche Eisen vermehrt aus Fleischprodukten bezogen, ein erhöhtes Risiko hatten an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Man vermutet, dass dieses Eisen zum oxidativen Stress und somit zur Zellschädigung beiträgt. Die Folgen davon sind, dass die Zellen der Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produzieren können und andere Zellen des Körpers schlecht auf Insulin reagieren.

Pflanzliche Eisen-Quellen

Das Eisen der Pflanzen unterscheidet sich etwas von dem Eisen, welches in Fleisch zu finden ist und stellt kein Risiko für Diabtes Typ 2 dar. Eine pflanzenbetonte Kost leistet somit nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz, sondern fördert auch die Gesundheit!

Eisen findet sich in sehr vielen pflanzlichen Quellen wie grünem Blattgemüse, Gartenkräutern wie Petersilie oder Koriander und Wildpflanzen wie Löwenzahn, Brennnessel oder Bärlauch. Durch die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C - haltigen Lebensmitteln kann die Eisenaufnahme in den Körper noch verbessert werden.

Quellen:

  1. Cai H et al: A prospective study of dietary patterns and mortality in chinese women; Epidemiology 2007May; 18(3): 393-401

  2. Swapnil Rajpathak, Jing Ma, Frank B. Hu. Iron Intake and the Risk of Type 2 Diabetes in Women: A prospective cohort study Diabetes Care 2006; 29: 1370-1376

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