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Tiertransporte: VGT fordert Verbot

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (24.11.2016)

Wien, 24.11.2016

VGT-Aktion veranschaulicht das durch Tiertransporte verursachte Leid

„Wir fordern ein acht Stunden Limit und damit ein generelles Verbot von Fern-Tiertransporten“, erklärt David Richter vom Verein Gegen Tierfabriken bei der heutigen Aktion auf der Mariahilfer Straße in Wien. Aus einem als Tiertransporter gestalteten LKW sind die verzweifelten Rufe von Rindern zu hören. „Das sind Original-Aufnahmen von österreichischen Kälbern, die zusammengepfercht im Transporter unaufhörlich nach ihren Müttern rufen“, erläutert Richter. Rund um den Transporter halten AktivistInnen mit Tiermasken Sprechblasen in der Hand und machen auf diese Weise auf die Probleme und das Leid aufmerksam, dem die Tiere auf den qualvoll langen Transporten ausgesetzt sind.

Österreich gehört zu den größten Rinder-Exportländern der EU. Bis zu 40.000 Zuchtrinder werden jedes Jahr exportiert. Die Hauptzielländer sind die Türkei, Italien, Aserbaidschan und der Iran. Zusätzlich lobt sich die Branche ständig der Erschließung neuer Märkte: Aktuell ist nun Ägypten dazugekommen.

Regelmäßig dokumentieren Tierschutzorganisationen massive Missstände bei den Transporten. Die ohnehin schon schwachen gesetzlichen Regelungen werden nicht eingehalten und das offenbar ohne Konsequenzen. Im heurigen Juli wurde beispielsweise ein Transport österreichischer Rinder in die Türkei beobachtet. Das Fahrzeug war inklusive aller Pausen und Grenz-Formalitäten 135 Stunden unterwegs, also mehr als 5 Tage. Zu dieser Zeit lag die Temperatur über 30 Grad. Vielfach gab es keine Möglichkeit, im Schatten zu parken. Der Transporter war ohne Wasser und ohne Futter unterwegs. Auf dem längsten Teilstück von Rumänien bis zum Zielpunkt in der Türkei war der Transporter 91 Stunden unterwegs, ohne dass die Tiere jemals abgeladen wurden.

„Dieser Wahnsinn muss eine Ende haben!“, fordert David Richter. „Ferntransporte sind Tierquälerei und zu allem Überfluss schaffen es die Behörden offensichtlich auch nicht, die Einhaltung der aktuellen Bestimmungen durchzusetzen. Wir brauchen einfache Regeln, die kontrollierbar sind. Wir fordern daher ein generelles Verbot von Ferntransporten! Nach einem Limit von acht Stunden muss die Reise zu Ende sein. Nur so ergeben sich auch für die Behörden noch überschaubare Fahrtrouten.“

Zur Kampagne und zur Petition: Schluss mit Tiertransporten

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