Teilen:

Gequälte Schweine – getäuschte Konsumenten

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.12.2016)

Wien, 11.12.2016

VGT deckt auf: Schweine aus deutschen Großbetrieben werden als Vorarlberger Schweinefleisch verkauft. Tiertransportgesetz mehrfach gebrochen, VGT erstattet Anzeige!

Ein Vorarlberger Unternehmer holt jeden Sonntag Abend Schweine aus einem Großbetrieb im deutschen Allgäu und stellt den Tiertransport-Anhänger in einer dunklen Ecke im Lustenauer Ried ab. Viele Stunden später, Montag früh morgens, werden diese deutschen Schweine dann auf kleinere Transporter umgeladen und auf acht Metzgereien aufgeteilt.

Bei Betrachtung der Internet-Auftritte dieser Metzgereien wird man stutzig: dort wird nämlich teils suggeriert aber meist eindeutig behauptet, dass ausschließlich Vorarlberger Tiere aus artgemäßer Haltung geschlachtet und verarbeitet werden würden.

Der Zwischenhändler aus Lustenau macht außerdem schon seit Jahren falsche Angaben bei der Transportzeit. Diese wird meist mit 3,5 Stunden angegeben, obwohl eine gesamte Transportdauer (Verladung, Fahrt, Stehzeit, Fahrt) von bis zu 10 Stunden dokumentiert wurde! (Erlaubt wären max. 8 Stunden). Dazu kommt, dass der große Tiertransporter weder als solcher gekennzeichnet ist, noch über Wassertränken verfügt, die bei einer solch langen Transportzeit vorgeschrieben wären. Auch die vorgeschriebene Einstreu ist nur im Ansatz vorhanden.

Ein solcher Transport hätte laut Gesetz niemals stattfinden dürfen. Auch die kleineren Tiertransportanhänger (für den Weitertransport) entsprechen nicht den gesetzlichen Auflagen (keine Kennzeichnung als Tiertransport, keine schützende Abdeckung).

Dieser Fall beinhaltet zahlreiche Aspekte:

  • Gesetze werden gebrochen (Tiertransport)
  • KonsumentInnen werden im Hinblick der Herkunft getäuscht
    • nicht-Information bzgl. Herkunft im Geschäft (keine Beschriftung)
    • vorenthaltene oder Falschinformation beim persönlichen Verkaufsgespräch
    • Falschinformation auf Webseiten
    • Falschangaben bei Herkunftsland sowie angeblicher artgemäßer Tierhaltung
  • grausames Tierleid durch Massentierhaltung und Transport

TierschützerInnen haben diesen Fall umfangreich aufgearbeitet und dokumentiert. Der VGT hat Anzeigen nach der EU-Tiertransportverordnung erstattet.

Ziel des VGT ist die umfassende Informationsmöglichkeit und Bewusstseinsbildung der KonsumentInnen.

Den KonsumentInnen wird viel Verantwortung zugeschoben, was ihre Einkaufsentscheidung betrifft. Die Informationsmöglichkeiten sind jedoch ungenügend, irreführende Werbung führt zu unbedachten Kaufentscheidungen.

Es wurde eine Unterschriftenaktion gestartet – u.a. mit dem Ziel einer gesetzlich verpflichtenden Deklaration am Produkt nach Angabe des Herkunftslandes und der Haltungsart!

Die Petition sowie weitergehende Informationen finden sich auf folgender Website des VGT, die mit 11.12. online gegangen ist: www.fleischherkunft.at

Mehr infos unter: fleischherkunft.at Petition

14.10.2026, Linz

Linz: Rindertransporte per Flugzeug gestoppt

Trotz fehlender Versorgungsmöglichkeiten am Flughafen Linz: Hunderte Rinder aus Ungarn nach Turkmenistan geflogen

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken