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Vorarlberg/Verona, am 21.03.2018

Tiertransporter gestoppt: VGT zeigt, wo die Tiere enden

Milchkälber aus ganz Europa landen in grausamen italienischen Mastanlagen

Der in der Nacht von 19. auf 20.3. aus den Niederlanden kommende und in Österreich polizeilich gestoppte Tiertransporter hatte Verona als Zielgebiet. Über 500 zur Schlachtung vorgesehene Schweine und über 100 Kälbchen waren im LKW zusammengepfercht. Die veröffentlichten Fotos zeigen, wie dicht gedrängt die Tiere stehen müssen – die Kälber können nicht einmal ihren Kopf heben! Absurd: nach dem Tierschutzgesetz gab es offiziell keine Beanstandungen, aber nach der Straßenverkehrsordnung war der Transporter um 8 Tonnen zu schwer. Die Bilder der verängstigten, eng aneinander gedrängten Tiere machen deutlich, welchen Qualen die Jungtiere auf diesen Transporten ausgesetzt sind.

Männliche Kälber: Abfall der Milchindustrie

Kürzlich veröffentlichte der VGT das Schicksal der österreichischen Kälber, die in den Betrieben, wo sie geboren wurden (und wo ihre Mütter leben!), keinen Platz haben: sie werden meist sofort nach der Geburt von der Mutter getrennt und bleiben nur zwei Wochen am Betrieb. Dann kommen sie zur Mast nach Italien, wo sie auf Betonspaltenboden und durch Gitterstäbe getrennt mit Kunstmilch gemästet werden. Geschlachtet werden diese Tiere aber nicht alle in Italien, viele werden – wie kürzlich dokumentiert – per Schiff in den Nahen Osten transportiert und dort auf die grausamste Art und Weise getötet.

Kälber aus ganz Europa!

Der von der Polizei am Dienstag beanstandete Tiertransporter war nach Verona unterwegs. In diesem Gebiet landen jährlich hunderttausende Kälber aus ganz Europa! David Richter vom VGT Österreich: Uns liegen hunderte Fotos und Videos vor, die die unwürdige und grausame Haltung der Kälber zeigen. Tiere aus ganz Europa werden hierher gekarrt: aus Irland und Rumänien, aus Belgien, Deutschland, Frankreich und auch Österreich stammen die Milchkälber. Es ist herzzerreißend, wie diese kleinen Tierkinder auf dem harten Boden ohne jegliche Einstreu dahinvegetieren müssen. Ohne Sozialkontakt mit der Mutter. Abgeschoben von der Milchindustrie! Es ist anzunehmen, dass auch diese in Österreich gestoppten niederländischen Kälber in eine dieser Anlagen gesteckt werden.

Appell an Tierschutzministerin

Nicht entwöhnte Kälber können auf LKWs nicht ordnungsgemäß versorgt werden, weil es keine Möglichkeit zur Milchtränkung gibt. Eine VGT-Forderung an die österreichische Bundesregierung ist deshalb, den Transport von diesen Kälbern zu verbieten. Mehr als 60.000 Menschen haben eine Petition unterschrieben, die bereits am 26. Februar der Tierschutzministerin übergeben hätte werden sollen. Leider musste Frau Beate Hartinger-Klein sehr kurzfristig das vereinbarte Treffen absagen. Wir warten noch immer auf die Zusage eines Ersatztermins.

Weitere Informationen zum Thema inkl. Filmen finden sich auf Unversorgt durch Europa – das Schicksal der Milchkälber

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