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VGT-Veranstaltung: Quo vadis unter der neuen Regierung in Sachen Klimawandel

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.05.2018)

Wien, 10.05.2018

Diskussion mit NGOs und Klimaexpertin Univ.-Prof. Helga Kromp-Kolb und sonst ausschließlich Vertreter_innen von verschiedenen NGOs weil alle geladenen politische Vertreter_innen abgesagt hatten.

Nehmen wir den Klimawandel ernst genug? Die Wissenschaft warnt seit fast 30 Jahren, seit dem Jahr 2005 sehr intensiv und drängend. Nicht zuletzt trug das Buch Schwarzbuch Klimawandel von Helga Kromp-Kolb dazu bei. Doch weder in der Gesellschaft noch in der Politik scheinen die Warnungen anzukommen. Die Bevölkerung scheint den Klimawandel noch zu wenig persönlich zu spüren, um nachdrücklich Forderungen an die Politik zu stellen, etwas zu unternehmen, und die Politik wartet offenbar erst auf diesen Druck, bevor sie etwas unternimmt, auch wenn die wissenschaftlichen Vorhersagen verheerend sind, weil sie die Wirtschaft nicht mit Auflagen belasten will. In der Veranstaltungsserie Demokratie – Quo vadis? des VGT war deshalb der Klimawandel das erste Thema. In dieser Reihe von Podiumsdiskussionen soll umfassend die Frage verfolgt werden, wie sich in der momentanen gesellschaftlichen Entwicklung mit zunehmender Wirtschaftsdominanz gepaart mit verstärkter Überwachung und Repression eines sich immer autoritärer gebärdenden Staates die Zivilgesellschaft positionieren muss. Zentral ist dabei die Frage, ob wir eine grundsätzliche Systemänderung brauchen und, wenn ja, wie diese erreicht werden kann.

Am 2. Mai 2018 versammelten sich gut 70 Personen im Sky Dome, um mit Vertretern von Greenpeace, Global 2000, der Veganen Gesellschaft Österreich und System Chance not Climate Change, sowie Univ.-Prof. Helga Kromp-Kolb zu diskutieren. Von Seiten der Regierung hatten die Vertreter_innen zum Teil kurzfristig abgesagt. Doch das tat der Qualität der Diskussion keinen Abbruch, eher im Gegenteil. So konnten die Optionen für die Zukunft evaluiert werden, ohne dass jemand die anstehende Gefahr relativierte oder vom Thema ablenkte.

Klar dürfte sein, dass eine rein technische Lösung, die Treibhausgase aus der Atmosphäre zu holen, die uns ermöglichen würde, weiter zu leben, wie bisher, nicht in greifbarer Nähe ist. Ein erster persönlicher Schritt könnte die Reduktion des Konsums von Tierprodukten bis hin zum Veganismus sein. Damit wäre bereits viel Richtung Klimaschutz erreicht. Doch daneben sind auch politische Schritte nötig, daran war man sich am Podium einig. Das Hauptproblem dürfte im System liegen: solange ständig die Erhöhung des Wirtschaftswachstums unwidersprochen als die Lösung aller Probleme angepriesen wird, geht es in die falsche Richtung. Mehr Wachstum bedeutet zwangsläufig mehr Ressourcennutzung und mehr Klimaschädigung, aber noch lange nicht mehr soziale Sicherheit und ein gehobener Lebensstandard. Es ist mittlerweile erwiesen, dass es keinen trickle down-Effekt gibt, d.h. wenn die Oberen 10.000 immer reicher werden, profitiert die Gesellschaft davon nicht nur nicht, sondern, im Gegenteil, der Lebensstandard der restlichen 99 % der Bevölkerung zusammen mit jenem der Tiere sinkt und die Natur wird immer mehr zerstört.

Wir könnten daher den drohenden Klimawandel zusammen mit der beängstigenden politischen Entwicklung zu einem autoritären Überwachungsstaat auch als Chance für einen grundlegenden Systemwechsel begreifen. Als die 1968er Bewegung rebellierte, war sie ebenfalls eine Minderheit und der Staat war zivilgesellschaftlichem Engagement gegenüber sehr repressiv. Es wird Zeit für eine neue Revolution im Umgang mit den Tieren, der Natur und auch der Menschen untereinander.

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