Teilen:

Österreich ist Schlusslicht Europas in der Mastschweinehaltung!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.05.2019)

Wien, 23.05.2019

Die österreichische Schweineindustrie hat ihren immensen politischen Einfluss dafür benutzt, die Standards der EU-Richtlinie von 2008, die als Minimum-Standards für die EU gelten, als gesetzliche Bestimmungen in die Anlage 5 der ersten Tierhaltungsverordnung des österreichischen Tierschutzgesetzes aufzunehmen. Mit anderen Worten: in Österreich darf am absoluten Minimum der EU-Standards produziert werden. Wir sind also in der Schweinehaltung Schlusslicht in Europa.

Was die Haltung von Mutterschweinen betrifft, hat der VGT da der Schweineindustrie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ab 2033 (erst!, aber immerhin) dürfen Mutterschweine nur noch 10 Tage um die Befruchtung und die kritischen Tage (also 4 bis 7) um die Geburt in einem Kastenstand gehalten werden. Doch bei den Mastschweinen ist noch gar nichts geschehen. Hier ist der Standard in Österreich das Allermieseste, das nach EU Vorgaben überhaupt erlaubt ist!

Im März 2016 wurden in den Niederlanden die Haltungsbedingungen von Schweinen in 16 europäischen Ländern verglichen, darunter Österreich. Dabei wurden die Anzahl der gesetzlichen Bestimmungen gezählt, die die Haltung der Schweine regeln, und es wurden Tierschutzpunkte für Verbesserungen gegenüber den EU-Minimum Standards vergeben.

Das erschreckende Resultat:

Internationaler Vergleich der Schweinehaltungsstandards

Verbesserungen gegenüber dem Mindeststandrad und Anzahl der gesetzlichen Regelungen:

Platz Land Punkte Anzahl
1. Schweden 52 18
2. Schweiz 42 12
3. Dänemark 41 19
4. Norwegen 37 12
5. Großbritannien 32 9
6. Deutschland 29 18
7. Niederlande 24 10
8. Österreich 13 10
9. Finland 11 3
10. Portugal 5 2
11. Belgien 4 2
12. Griechenland 4 2
13. Polen 3 2
14. Frankreich 2 2
15. Spanien 2 1
16. Italien 1 1

Österreich scheint zwar am 8. Platz auf, aber nur mit 13 Tierschutzpunkten. Schweden dagegen hat 52, die Schweiz 42, Dänemark – der größte Schweineproduzent der EU! – 41, Norwegen 37, Großbritannien 32, Deutschland 29 und die Niederlande immer noch 24 Tierschutzpunkte. Dabei ist die Haltung von Mutterschweinen mit der Einschränkung der Kastenstände einbezogen. Ziehen wir diese (erst 2033 gültigen) Aspekte ab, dann finden wir Österreich bei der Mastschweinehaltung ganz unten unter den letzten Plätzen!

Quelle: varkensinnood.nl (PDF-Dokument)

22.10.2026, Wien

VGT übergibt 90.000 Stimmen für Hitzefrei für Fiakerpferde an Stadtrat Czernohorszky

Internationale Entwicklungen zeigen : Wien darf nicht zum Schlusslicht im Pferdeschutz werden

21.10.2026, Wien/OÖ

Aktuelle UNESCO-Stellungnahme: ob OÖ-Singvogelfang Kulturerbe bleibt, ist offen

Festgestellt wird, „dass es sich um eine gesellschaftlich umstrittene Praxis handelt – insbesondere hinsichtlich der Einschätzung von Ausmaß und Zumutbarkeit des den Vögeln zugefügten Leids“

20.10.2026, Wien

Veganes Martini-Gansl Festessen im Restaurant „Tisch“

Wir durften das 6-Gänge-Vegansl-Menü im Restaurant „Tisch“ im 8. Bezirk in Wien für euch verkosten.

19.10.2026, Wien

Vegansl (Veganes Gansl) 2026

Rund um Martini wird wieder in zahlreichen Lokalen das traditionelle Martini-Gansl angeboten. Doch auch Veganer:innen kommen auf ihre Kosten!

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt