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Wien, am 01.07.2019

Hitzefrei: Wien ist das Schlusslicht Europas und Österreichs im Pferdeschutz!

Heute bekamen Wiens Fiaker ab 14 Uhr das dritte Mal in diesem Jahr hitzefrei. Bis dahin war das Leid allerdings groß.

Während die Fiakerpferde in Innsbruck in der letzten Woche 5 Mal und in Salzburg immerhin 4 Mal hitzefrei hatten, war es in Wien nach Mittwoch und Sonntag heute Montag erst das dritte mal so weit:
Die Messtation in der Operngasse erreichte einen Wert von über 35 Grad und die Pferde bekamen hitzefrei. Der VGT war jeweils vor Ort und kontrollierte die Einhaltung dieser Regelung. Dabei zeigte sich erneut, dass die Pferde nicht dann Wasser bekommen, wenn sie es wollen, sondern nur auf Gutdünken der Kutscher_innen.

Andere Städte sind schon weit fortschrittlicher: In Innsbruck, Chicago und New York gelten 32 Grad, in Berlin 30 Grad, direkt gemessen am Standplatz, ab 25 Grad gibt es regelmäßige Pausen. Die türkischen Städte Antalya und Izmir haben kürzliche sogar vollständige Verbote von Touristenfahrten mit Pferdekutschen erlassen.

Fiaker-Kampaigner Georg Prinz meint angesichts dieser laschen Regelung in Wien: Es ist erfreulich, dass Wiens Fiakerpferde zumindest gestern und heute hitzefrei hatte, aber das Hitzefrei kam in doppelter Hinsicht zu spät – einerseits sollten aus Sicht der Wissenschaft Pferde spätestens ab 30, besser ab 25 Grad nicht mehr arbeiten müssen, andererseits greift die Hitzefrei-Regelung erst, wenn die 35 Grad erreicht sind und die Pferde bereits den halben Tag in der prallen Sonne arbeiten mussten.

Prinz weiter: Wenn die Fiakerunternehmer so tierfreundlich wären, wie sie immer behaupten, würden sie angesichts solcher Prognosen Augenmaß walten lassen und an Tagen wie heute gar nicht erst ausfahren. Scheinbar ist ein strengeres Gesetz die einzige Sprache, die Wiens Fiakerunternehmer_innen verstehen!
Wenn wir nicht bald das erste in der Hitze zusammengebrochene Pferd des Jahres beklagen wollen, braucht es hier dringend eine Nachbesserung auf 30 Grad seitens der Stadt Wien!

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