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Heftige Proteste von Tierschützer_innen gegen FPÖ: über 2.500 Emails, Konfrontation

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.07.2019)

Österreich, 05.07.2019

Mehr als 2500 Menschen haben ihre Protestemails an die FPÖ in „BCC“ an den VGT geschickt; Tierschützer konfrontiert Norbert Hofer bei einer FPÖ-Veranstaltung

Die FPÖ hat nicht nur verhindert, dass 3 ganz wesentliche Tierschutzanträge der Liste JETZT im Parlament zur Abstimmung kommen, sie hat daneben eigene Pseudoanträge eingebracht, die 4 Tage vor dem Zeitpunkt, an dem sie wieder ungültig werden, abgestimmt werden sollen. Dieser Schlag ins Gesicht jedes mit Tieren mitfühlenden Menschen hat zu großem Aufruhr in der Tierschutzszene geführt. Gestern konfrontierte ein Tierschützer den Clubchef der FPÖ, Norbert Hofer, bei den FPÖ-Sommergesprächen in Wien Donaustadt. Hofer war sichtlich irritiert und behauptete, er sei eh für ein Verbot der Vollspaltenböden in der Schweinehaltung, nur müsse man für eine solche Abstimmung „die Bauern ins Boot holen“. Seltsam nur, dass derselbe Hofer bereits 2006 ein derartiges Verbot gefordert hatte und die FPÖ schon 1994 einen entsprechenden Antrag für ein bundesweites Verbot eingebracht hat. Das Problem gab es damals offenbar nicht, dass noch jemand ins Boot zu holen sei.

Dem VGT sind in den letzten Tagen über 2.500 Protestemails an die FPÖ in „BCC“ zugegangen. Die Dunkelziffer wird entsprechend höher liegen. Abgesehen davon ist bekannt, dass weniger als 1 % der Menschen, die aufgebracht sind, Protestemails verfassen. Die Anzahl der Menschen, die die FPÖ durch ihren Verrat an den Tieren gegen sich aufgebracht hat, nimmt also bereits Dimensionen an, die durchaus auch bei der Wahl das Züngelchen an der Waage sein könnten. Sämtliche Tierschutzorganisationen, darunter auch die Vier Pfoten und der Wiener Tierschutzverein, werden hier gemeinsam an einem Strang ziehen und die Öffentlichkeit über das Verhalten der FPÖ informieren. Noch ist Zeit zum Umdenken, am 25. September hat die FPÖ die letzte Chance, ihren Fehler auszumerzen und für die 3 Tierschutzanträge zu stimmen.

VGT-Obmann Martin Balluch: Die FPÖ hat sich in allen ihren Äußerungen über die letzten 25 Jahre als Tierschutzpartei dargestellt und Fortschritte gefordert, wie sie jetzt in diesen 3 Tierschutzanträgen stehen. Und dann lehnt sie diese einfach ab, wenn sie wirklich umgesetzt werden könnten! Das ist unfassbar. Aber noch unfassbarer ist, dass sich die FPÖ als Ausweg Entschließungsanträge überlegt hat, die sage und schreibe 4 Tage, bevor sie ihre Gültigkeit verlieren, abgestimmt werden sollen! Die FPÖ will also die Regierung, die ja von sich sagt, keine legistischen Schritte setzen zu wollen, 4 Tage vor ihrer Auflösung auffordern, das Kückenschreddern zu verbieten. Das ist absolut lächerlich und eine bodenlose Frechheit allen mitfühlenden Menschen gegenüber. Für wie dumm hält uns diese Partei eigentlich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur irgendein Mensch, dem Tiere am Herzen liegen, dieser Partei bei der nächsten Wahl noch seine Stimme geben kann.

Email-Protest: Jetzt mitmachen!

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