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Statement des VGT zur Kandidatur von VGT-Obmann Martin Balluch bei der kommenden Nationalratswahl

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.07.2019)

Wien, 16.07.2019

Dass Martin Balluch bei dieser Wahl antritt und es anstrebt, Abgeordneter zum Nationalrat zu werden, ist seine ganz persönliche Entscheidung, auf die der Verein Gegen Tierfabriken keinen Einfluss hatte. Es kandidiert auch nicht der VGT sondern Martin Balluch.

Für uns ist in Stein gemeißelt, dass der VGT eine parteiunabhängige Organisation ist. Das war immer so und das wird auch so bleiben. Wir werden keinen Cent in Wahlwerbung für welche Partei auch immer stecken und wir werden keine Wahlempfehlung für welche Partei auch immer aussprechen.

Und wir messen Parteien an ihren Taten und würden keine Sekunde zögern JETZT, sollte sie in eine Regierungsverantwortung kommen, ebenso scharf zu kritisieren und herauszufordern, wie wir das bei anderen Parteien ebenso getan haben. Aber soweit ist es im Augenblick noch gar nicht. Sollte Martin Balluch tatsächlich den Einzug ins Parlament schaffen, werden wir abwägen, was das dann für den VGT bedeutet.

Derzeit steht aber Martin Balluch nur zur Wahl und zwar als unabhängiger Experte für Tierschutz und ohne Parteimitgliedschaft, was uns sehr wichtig ist. Und beim VGT ist er im Augenblick in Vaterschaftskarenz. Eine inhaltliche Unvereinbarkeit zeichnet sich auch nicht ab. Das wäre wohl anders, wenn Martin Balluch als Wissenschaftssprecher (Tierversuche) oder Vertreter der Landwirtschaft auftreten würde, er ist aber eben Tierschutz-Experte.

Der VGT ist keine politische Organisation. Er befasst sich vielmehr damit, Tierschutz als Wert in der Bevölkerung zu verankern, den Respekt gegenüber Tieren als Mitlebewesen zu fördern und für die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse von Tieren zu sensibilisieren. Wir respektieren aber die Entscheidung Martin Balluchs, den Schritt ins Parlament anzustreben, um dort den Tierschutz auf politischer Ebene voranzutreiben. Es wäre für den Tierschutz kein Nachteil, wenn neben all den Landwirt_innen, Jäger_innen und Tierexperimentator_innen auch ein Tierschützer im Nationalrat sitzen würde. In diesem Sinne wünschen wir ihm viel Erfolg für sein Projekt.

Ihr VGT-Vorstand

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