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Protest vor Dt. Botschaft nach Aufdeckung von Tierquälerei in Tierversuchslabor

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.10.2019)

Wien, 23.10.2019

Giftigkeits- und Verträglichkeitstests heute sehr gut durch tierversuchsfreie Alternativen ersetzbar – sadistischer Umgang mit Versuchstieren offenbar die Norm

 

Nachdem ein Tierschützer in den letzten 4 Monaten als Tierpfleger im Tierversuchslabor LPT bei Hamburg in Deutschland gearbeitet hatte, wurden nun zahlreiche heimlich gedrehte Videos aus diesem Labor öffentlich. Die Aufnahmen entsetzen jeden vernünftigen Menschen: Wildgefangene Affen werden angefesselt und langsam vergiftet, und dabei noch absichtlich sadistisch gequält. Ein sogenannter Tierpfleger knallt einen Affen mit dem Kopf gegen die Wand, ein anderer zieht an den Armen eines Tieres, während dieses im Käfig sitzt, sodass es gegen die Gitterstäbe gepresst wird. Hunde bellen verzweifelt, während sie unbekannte Substanzen verabreicht bekommen. Per Magensonde wird ihnen eine Flüssigkeit eingeflößt. Danach sieht man sie im blutigen Erbrochenen liegen. Katzen schneidet man die Haut an ihren Beinen auf,  13 Mal wird einer Katze am Tag immer und immer wieder in die Beine gestochen!  Diese Tierversuche dienen nicht der Heilung menschlicher Krankheiten, sondern jede Firma weltweit kann dort neu produzierte Substanzen hinschicken und auf die gewünschte Weise an einer gewünschten Anzahl von Tieren verschiedener Tierarten testen lassen, um etwaigen Schadenersatzklagen von Konsument_innen der Substanzen entgegen zu wirken. Deshalb protestierten heute 80 Tierschützer_innen vor der Deutschen Botschaft in Wien gegen diese Missstände. Das Labor selbst nimmt zu den Vorwürfen nicht Stellung.

Doch in Österreich ist die Situation für Versuchstiere nicht besser. Das Wissenschaftsministerium stellt zu den Vorwürfen lediglich fest, dass es sich um ein laufendes Verfahren in Deutschland handle. Allerdings ist bekannt, dass sehr ähnliche Tierversuche auch in Österreich stattfinden. Jedes Mal, wenn es Tierschützer_innen gelingt, hinter die verschlossenen Türen der Tierversuchslabors zu blicken, wird dieselbe Form von Sadismus aufgedeckt. Das ist einfach eine zwingende Folge des Umstands, dass hier Menschen täglich Tiere quälen. Das muss allein schon als Selbstschutzmechanismus zur Verrohung führen. Abgesehen davon sind Verträglichkeits- und Giftigkeitsversuche der genannten Art durch wesentlich bessere Methoden ohne Tiere ersetzbar. An der Technischen Universität Wien werden „Organs-on-a-Chip“ hergestellt, an denen genau solche Tests wesentlich aussagekräftiger, weil an menschlichen Zellkulturen, durchgeführt werden können.

VGT-Obmann Martin Balluch war beim heutigen Protest dabei: Es gibt eine Reihe von Mythen, die aus propagandistischen Gründen von der Tierversuchsindustrie verbreitet werden. Dazu gehören, dass alle Tierversuche nötig wären, um menschliche Krankheiten zu heilen, und dass nur die notwendigsten genehmigt werden und dass alles bestens kontrolliert würde, und etwaige Übertretungen streng geahndet. Nichts davon ist wahr. Diese neuen Videos aus dem Tierversuchslabor LPT aus Deutschland belegen das eindrucksvoll. Und niemand in den politischen Parteien nimmt sich dieses Themas an. Nein, bei den Diskussionen der Tierschutzsprecher_innen der Parteien vor der Wahl zeigte sich, dass niemand dieser Personen von Tierversuchen auch nur die geringste Ahnung hat. So kann das in einem zivilisierten Land mit Tierschutz als Staatsziel in der Bundesverfassung nicht weitergehen!

Was kannst du tun?

Unterstütze Tierschutz-Organisationen, denen du vertraust, mit einer Spende und unterschreibe deren Petitionen.

Beteilige dich aktiv! Komm zu Demos und Aktionen von Tierrechts-Organisationen in deinem Bundesland.

Kauf nur vegane und tierversuchsfreie Kosmetik und Haushaltsmittel. (Achte auf die Vegan-Blume und Logos wie zB das „Leaping Bunny“)

Erzähle deinen Freund_innen, Kolleg_innen und Bekannten von den schrecklichen Zuständen und kläre sie auf, was sie dagegen tun können.

Danke!

Radiobericht zum Todeslabor in Hamburg:

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