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Corona: Tierschutzorganisationen erhalten prominente Unterstützung aus dem EU-Parlament

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.03.2020)

Wien, 25.03.2020

Ansteckungsgefahr bei Tiertransporten wird zum Thema

In einem gemeinsamen Brief wenden sich der VGT und 35 weitere Tierschutzorganisationen an die EU-Kommission - dieser richtet sich zusätzlich an das österreichische Ministerium. Die NGOs kritisieren die Weiterführung der Tiertransporte trotz erschwerter Passierbarkeit der Grenzen und verlängerter Wartezeiten.

Die Situation an den Grenzen in Drittländern ist nach wie vor prekär. Ein Transport von Österreich nach Usbekistan beispielsweise dauert 7 Tage - Wer kann versichern, dass sich die Einfuhrregelungen bis zur Ankunft nicht schlagartig ändern? Sollten die Grenzen geschlossen werden, wäre das für die betroffenen Tiere verheerend, denn sie dürften nicht zurück in die EU!, so Ann-Kathrin Freude, Campaignerin des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN (VGT). Wie wir wissen, plant Österreich jedoch derzeit vermehrt, nach Algerien, Usbekistan, Aserbaidschan oder in den Iran zu exportieren - alles Ziele, die an sich schon unzumutbar weit entfernt sind und für die Tiere eine große Qual bedeuten.

Die Forderungen der NGOs im Brief an die EU:

  • Aussetzen aller Exporte über Land oder per Schiff in Länder außerhalb der EU
  • Aussetzen aller Tiertransporte über 8 Stunden innerhalb der EU, da eine ausreichende Kontrolle von Tiertransporten während der Corona-Krise nicht zu erwarten ist.
  • Bis zur Umsetzung soll eine rasche Kommunikation zwischen den Behörden gewährleistet werden, um es Transporteuren zu ermöglichen, Problemen an Grenzen wie Staus oder erschwerten Einfuhrbedingungen, auszuweichen.

EU-Abgeordnete unterstützen Forderungen

Sarah Wiener (Grüne), Thomas Waitz (Grüne), Günther Siedl (SPÖ) und 39 weitere EU-Abgeordnete aus verschiedenen EU-Ländern haben in einem Schreiben ihre Unterstützung der Forderungen der Tierschutzorganisationen an die EU erklärt. Sie fordern die Kommission ihrerseits auf, schnellstmöglich zu handeln, um die Situation an den Grenzen zu verbessern.

Die Abgeordneten weisen unter anderem darauf hin, dass die in Transporte involvierten Personen Gefahr laufen, sich selbst anzustecken und den Virus weiter zu verbreiten. „Im jetzigen Kontext sollte die Europäische Union jede weitere Gefahr für die öffentliche Sicherheit und zusätzlichen Druck auf die bereits überlasteten Gesundheitssysteme vermeiden“, heißt es in der Aussendung eindringlich.

Proteste von #daheim gegen Tiertransporte

Alarmiert durch die Berichte des VGT der vergangenen Tage, protestierten Tierfreund_innen aus ganz Österreich gegen Tiertransporte. Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen fand dieser Protest von zuhause aus statt. Über 50 kreative Einsendungen aus der Bevölkerung erreichten den VGT innerhalb weniger Tage im Zuge der Aktion Aktivismus von #daheim. In persönlichen Foto-Botschaften zeigen Tierfreund_innen Plakate mit deutlichen Statements gegen diese Transporte.

Der VGT sammelt weiter Unterschriften gegen Tiertransporte. Rund 150.000 Menschen unterzeichneten bisher die Petition auf transportestoppen.at.


Fotos zum Abdruck (Copyright: VGT/VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN)

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