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Ein Gedicht für *alle* Mütter! Tierschutz zum Muttertag!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (08.05.2020)

Wien, 08.05.2020

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN möchte zum Muttertag an die unzähligen Tier-Mütter erinnern, die eine Beziehung zu ihren Tier-Kindern haben wollen.

In der Tierhaltung und Tiernutzung ist es nicht üblich, dass Mütter und Kinder eine Beziehung zu einander aufbauen können. Obwohl es in der nicht-menschlichen Tierwelt vor allem bei Säugetieren, aber auch bei Vögeln, üblich ist, dass Mütter und Kinder starke Gefühle für einander entwickeln, werden diese Bindungen in der Tiernutzung verunmöglicht. 

Milchkälber werden meist am ersten Tag, direkt nach der Geburt, von der Mutter getrennt. Es wird häufig von Kühen berichtet, die noch tagelang lautstark nach ihren Kindern rufen. Viele Kühe verteidigen ihre Kälber und wehren sich bei der Trennung. Die Kälber müssen nach der Trennung häufig allein in kleinen Kälberiglus ausharren.

Schweinemütter werden zur Geburt und für die Zeit danach in Kastenstände gesperrt. Diese körperengen Käfige stehen in Abferkelbuchten und sollen verhindern, dass sich die Mütter in der Enge und ohne Möglichkeit, ein Nest zu bauen, auf die Ferkel legen und sie erdrücken. In der Natur oder auch in Freilandhaltungen kommt das so gut wie nicht vor.

Hühner oder andere Vögel in der Tiernutzung treffen ihre Kücken nie – Eier werden in Brütereien ausgebrütet. Dabei können Hühnermütter ihre Kücken sogar schon im Ei mit ihrem Gurren beruhigen und ihre geschlüpften Babys abzählen, damit keines verloren geht. Ähnlich wie bei anderen Tieren stoßen auch Kücken bei der Trennung von der Mutter verzweifelte Rufe aus, um wieder zusammenzufinden.

Die Aktiven des VGT haben ein Video-Gedicht verfasst, das den schmerzlichen Wunsch aller Tiere nach ihren Familien verdeutlichen soll. Für sie ist dieser Film.

 

 

Liebe Mama,
ich liebe dich.
Du bist für immer mein.
Ich bin dein Schatz und du mein Sonnenschein.

Liebe Mama,
du kannst dich nicht bewegen,
nur starr im engen Käfig liegen.
Ich drück meinen Rüssel an deine rosa Haut und quiek meine Liebe zu dir ganz laut.

Liebe Mama,
ich kenne dich nicht,
nur der Brüterei kaltes Licht.
Ich würd so gern unter dein Federkleid schlüpfen
und mit dir, geliebt, durchs hohe Gras hüpfen.

Liebe Mama,
ich bin so einsam ohne dich,
vermisse dich und du vermisst mich.
Ich kann es nicht ertragen,
nur für deine Milch in ihrem Magen?

Liebe Mama,
ich liebe dich.
Du bist für immer mein,
aber wir dürfen leider nicht zusammen sein.

Alexandra Christina Nobis

 

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