Teilen:

Jäger zeigt bei DSB an: beantragt Haft für VGT-Obmann wegen Anstiften zum Filmen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13.05.2020)

Steiermark, 13.05.2020

Anzeigen der Zuchtfasan-Jagdgesellschaft immer obskurer: nun fordert ein Jäger, der bei einer Abschießbelustigung auf Zuchtfasane gefilmt worden ist, Haft wegen Anstiften zum Filmen

Was passiert, wenn die Jägerschaft bei Abschießbelustigungen auf ausgesetzte Zuchtvögel gefilmt wird, war im Burgenland zu sehen: nach veröffentlichten Videos einer Entenjagd hat die Landesregierung das Aussetzen sämtlicher Tiere zur Jagd verboten. Dem wollen nun die steirischen Jäger_innen zuvor kommen, indem sie das Filmen ihrer Abschießbelustigungen durch Anzeigen bei der Datenschutzbehörde (DSB) bestrafen lassen wollen. Doch nicht nur das. Nun hat ein Jäger aus der Südsteiermark den sprichtwörtlichen Vogel abgeschossen, indem er bei der DSB Haft für den VGT-Obmann beantragt, weil dieser seinen Stellvertreter beim VGT angestiftet habe, den Abschuss von Zuchtfasanen zu filmen, aber erkennbar sei, dass er durch Geldstrafen von seiner Anstifterei nicht abzubringen wäre.

Martin Balluch hat die Anzeige im Wortlaut auf seinem Blog veröffentlicht: Martin Balluch's Blog

Der VGT-Obmann dazu: Im Burgenländischen Landtag hat die FPÖ als einzige Partei gegen das Verbot des massenhaften Aussetzens von Zuchtvögeln aus Ungarn für die Jagd gestimmt. Dieser bedingungslose Schulterschluss mit der Jägerschaft hat sich schon beim Gatterjagdverbot gezeigt. Da war es wiederum die FPÖ, die im Austausch für ihre Zustimmung zu diesem Verbot einen Passus in das Burgenländische Jagdgesetz reklamierte, dass die Behörde per Verordnung sogar öffentliche Straßen sperren kann, um Tierschützer_innen vom völlig legalen Filmen dieser Abschießbelustigungen abzuhalten. In der Steiermark versuchen es die Jäger_innen mit der Datenschutzverordnung. Und gehen dabei so weit, Haft (!) für mich zu fordern, obwohl ich bei der besagten Abschießaktion nicht einmal anwesend war und sich in der Anzeige kein Beleg findet, dass ich irgendetwas mit dem Filmen damals zu tun gehabt hätte. Das erinnert in seiner Absurdität an den Tierschutzprozess seinerzeit. Doch allem Anschein nach behält die Datenschutzbehörde die Nerven und weist eine nach der anderen dieser Anzeigen zurück. Wäre ja noch schöner, wenn es aus Datenschutzgründen unmöglich gemacht würde, legale (!) tierquälerische Machenschaften aufzudecken, und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Immerhin steht diese Öffentlichkeit in der Verantwortung, derartiges zu verbieten oder eben nicht. Und dazu muss sie informiert sein. Und zwar von beiden Seiten.

07.04.2026, Wien

Osterregen brachte Krötensegen in Hernals

Auch der seltene Alpenkammmolch ist am Amphibienschutzzaun Hanslteich wieder aufgetaucht

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.

03.04.2026, Salzburg

VGT fordert Fütterungsplätze für Salzburgs Tauben

Während die Tauben in der Stadt Salzburg langsam und qualvoll verhungern, möchte der Magistrat den Strafrahmen des Taubenfütterns auf 1000 Euro anheben

03.04.2026, Wien/UK

Heute vor 33 Jahren VGT-Obperson Augenzeuge: Jäger in UK ermordet Tierschützer

Weil er sich wegen einer Tierschutzaktion gegen seine Jagdgesellschaft geärgert hat, fährt ein Jäger absichtlich einen Tierschützer mit dem LKW nieder und begeht Fahrerflucht

02.04.2026, Wien

VGT zeigt Kreuzweg des Schweins vor Landwirtschaftsministerium: Vollspaltenboden bleibt

Anlässlich des Osterfestes weist der VGT darauf hin, dass wir Schweinen weiterhin das gesamte Leben ohne Ablaufdatum unerträgliche Qualen zumuten

01.04.2026, Bergland

VGT fordert Exportstopp schwangerer Rinder in Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien

Tierschützer:innen demonstrieren vor Rinder-Versteigerung gegen Tiertransporte

31.03.2026, Österreich

Rinder-Versteigerungen und Tiertransporte

VGT-Aufdeckung dokumentiert groben Umgang auf Verkaufsveranstaltungen und zeigt Zusammenhang mit Hochrisiko-Exporten in Drittländer

31.03.2026, Wien

Grober Umgang mit Rindern auf Versteigerungen

Ausgangspunkt tagelanger Tiertransporte - VGT veröffentlicht aktuelle Aufnahmen von Verkaufsveranstaltungen österreichischer Rinder und kündigt Protest an