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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.06.2020)

Tiertransporte: FAQ

Der VGT analysiert häufig gestellte Fragen und oft vorgebrachte Argumente in der Diskussion um die Tiertransporte aus Österreich.

Tiertransporte bieten immer wieder die Grundlage für Diskussionen. Im folgenden Artikel werden einige der häufigsten Fragen und Argumente bezüglich der Rinderhaltung und Tiertransporten aus Österreich aufgelistet und analysiert.

Allgemeines

Die Rinder, die in der heutigen Milch- und Fleischwirtschaft eingesetzt werden, haben wenig mit den ursprünglichen Ur-Rindern gemein. Sie sind das Ergebnis von Züchtungen, die sie auf Milch- oder Fleischleistung getrimmt haben. Einleitend sollen daher einige allgemeine Fragen zu Rindern und Tiertransporten beantwortet werden.

Wie lange leben Rinder?

Rinder können in der Natur ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen. In der Landwirtschaft werden Milchkühe etwa mit fünf bis sechs Jahren, Mastbullen mit 18 bis 20 Monaten geschlachtet1.

Wie viel Milch geben Ur-Rinder im Vergleich zu heute?

Eine österreichische Milchkuh gibt im Durchschnitt täglich 20 Liter Milch, das ergibt eine Milchmenge von rund 5.000 bis 7.000 Litern Milch pro Kuh und Jahr2. Hochleistungskühe geben bis zu 50 Liter Milch pro Tag. Die höchste Milchleistung wird derzeit in Israel mit fast 12.000 Litern Milch erzielt3. Ursprünglich produzierten Kühe nur etwa acht Liter Milch pro Tag, so viel wie ein Kalb benötigt, um heranzuwachsen4.

Geben Kühe nicht sowieso Milch?

Entgegen dem allgemein verbreiteten Glauben geben Kühe nicht „einfach so“ Milch. Wie alle Säugetiere produzieren auch Kühe nur dann Milch, wenn sie ein Baby bekommen. In der Milchindustrie werden sie jedes Jahr durch eine künstliche Befruchtung geschwängert. Genau wie der Mensch sind Kühe neun Monate lang schwanger2. Die Babys werden ihnen direkt, oder wenige Tage nach der Geburt, weggenommen, da diese sonst die vom Mensch begehrte Milch trinken würden. Die Kälber bekommen nach der sogenannten Biestmilch, welche die Mutter nur direkt nach der Geburt produziert, stattdessen einen Milchaustauscher. Die Trennung von Kuh und Kalb ist für beide emotional äußerst schmerzhaft5. Etwa die Hälfte der Kälber ist männlich und kann daher in der Milchindustrie nicht verwendet werden - als Nachkommen einer Milchrasse setzen die Kälber allerdings nicht genug Fleisch an, um in der Mast rentabel zu sein. Daher werden männliche Milchkälber oft in Tiertransporten in ferne Länder geschickt, wo mit ihnen noch Geld zu machen ist. Aber auch sogenannte Zweinutzungsrassen werden ins Ausland transportiert, da die Mast dort rentabler ist und sich Österreich größtenteils auf die Milchproduktion spezialisiert hat.

Was passiert mit der vielen Milch?

Österreich exportiert große Mengen an Milch und Milchprodukten. Laut Land Schafft Leben geht die Hälfte der Konsummilch in den Export, das sind 493.174 Tonnen (2018)6. Laut der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter wurde 2019 Käse im Wert von € 323 Mio. aus Österreich exportiert, 487.000 Tonnen Flüssigmilchprodukte im Wert von € 222 Mio., fermentierte Produkte, Joghurt und Co. im Wert von € 110 Mio. 3100 Tonnen Butter mit Durchschnittserlösen von € 5,17. Pulver im Wert von € 39 Mio. und Molkeprodukte im Wert von € 76 Mio. Hauptexportländer waren Deutschland (50 %), gefolgt von Italien, Niederlande, China und Griechenland7. Laut AMA Jahresbericht, der sich auf Statistik Austria stützt, wurden 2018 Milch und Milchprodukte im Wert von 1,23 Milliarden Euro exportiert, davon 15.2000 Tonnen Käse im Wert von € 617 Mio. Nicht eingedickte und nicht gesüßte Milch und Rahm wurden 2018 in einer Menge von 656.460 Tonnen exportiert. Eingedickte und gesüßte Milch bzw. Rahm 20.690 Tonnen, fermentierte Milchprodukte usw. 127.144 Tonnen, Molke 105.604 Tonnen, Butter 3.692 Tonen und Käse und Topfen 151.631 Tonnen. Das sind insgesamt 1.065.221 Tonnen Exportware aus Milch und Milchprodukten8.

Was ist unter dem Begriff „Zuchtrind“ im Zusammenhang mit Tiertransporten zu verstehen?

Wenn von Tiertransporten gesprochen wird, werden oft die Begriffe „Zuchtrind“, „Mastrind“ und „Schlachtrind“ genannt. Während Mastrinder und Schlachtrinder, wie der Name klar sagt, zur Mast oder zur direkten Schlachtung exportiert werden, ist der Begriff des Zuchtrinds etwas komplexer. Denn hierbei handelt es sich nicht, wie der Name vermuten ließe, um Tiere, die wegen ihrer Gene zur Vermehrung gebraucht werden. Vielmehr sind Zuchtrinder für gewöhnlich weibliche Milchkühe, die beim Transport bereits schwanger sind. Die Transporte werden dabei so geplant, dass die Geburt zeitnah nach der Ankunft der Tiere erfolgt und unmittelbar mit dem Melken der Milchkühe begonnen werden kann.

Was sind die wichtigsten Routen der Tiertransporte für Rinder?

Innerhalb der EU gingen 2019 die meisten Transporte von sogenannten Zuchttieren aus Österreich nach Italien (11.744 Tiere), die meisten Transporte von Masttieren, zumeist nicht-entwöhnte Kälber, nach Italien (37.878 Tiere) und Spanien (15.147 Tiere), die meisten Schlachttiere nach Deutschland (2.782 Tiere). Die meisten Zuchtrinder-Transporte hatten ihren Ursprung in Tirol, die meisten Mastrinder-Transporte in Salzburg und die meisten Schlachtrinder-Transporte in Vorarlberg. Da viele Tiere vor dem Export aus anderen Bundesländern „angeliefert“ werden, ist die genaue Herkunft der Tiere statistisch nicht erfasst. Bei Transporten in Drittstaaten gingen die meisten Transporte von Zuchtrindern nach Usbekistan (4.921 Tiere), gefolgt von Türkei (2.249 Tiere), Iran (2.232 Tiere) und Aserbaidschan (2.219 Tiere), Transporte von Mast- und Schlachttieren in Drittstaaten gab es 2019 nicht9 – auch verfügt Österreich nicht über die benötigten Exportzertifikate für den Export von Schlachtrindern.

 

Ausreden der Politik

Immer wieder wird der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN mit Gegenargumenten bzw. Ausreden aus der Politik konfrontiert. Ein paar der häufigsten Argumente werden in diesem Abschnitt analysiert.

Gibt es Schlachtrindexporte in Drittstaaten?

Die TRACES Berichte beweisen, dass es seit mindestens 2014 keine Schlachttiertransporte von Österreich in Drittstaaten mehr gegeben hat9. Es würde sich nicht rentieren, die Tiere erst in Österreich zu mästen und dann erst zu exportieren. Außerdem gibt es keine Exportzertifikate für den Transport von Schlachtrindern in Drittstaaten, es ist also rechtlich auch gar nicht möglich, Schlachtrinder in Drittstaaten zu verbringen10. Exporte von Zuchtrindern und fallweise wenigen Mastrindern gibt es allerdings sehr wohl9.

Gibt es Tiertransporte direkt von Österreich in den Nahen Osten?

Laut den TRACES Berichten gab es in den letzten sechs Jahren stetig Tiertransporte von Zuchtrindern von Österreich in den Nahen Osten. 2019 gingen z.B. die meisten Transporte von Zuchtrindern nach Usbekistan (4.921 Tiere), gefolgt von Türkei (2.249 Tiere), Iran (2.232 Tiere) und Aserbaidschan (2.219 Tiere). In den Jahren 2018, 2016 und 2015 gab es außerdem einen Export von einigen wenigen Mastrindern in die Türkei9.

Gibt es noch Kälbertransporte in Drittstaaten?

Für gewöhnlich kommen österreichische Kälber erst nach Italien oder Spanien zur Mast, bevor sie weiter in Drittstaaten transportiert werden. Ein direkter Transport von österreichischen Kälbern in Drittstaaten findet üblicherweise nicht statt11. Fakt ist aber, dass Kälber aus Österreich nach der Mast in anderen EU-Ländern in Drittstaaten landen.

Sind die Bauern auf Zuchtrinderexporte angewiesen?

Laut Rinderzuchtverband Austria (ZAR) hatten Zuchtrinderexporte im Jahr 2018 nur einen Anteil von 0,7 % der gesamten Agrarexporte. 2019 ist zudem der türkische Markt eingebrochen und die Exporte um 12,8 Prozent gesunken. Laut ZAR sieht die österreichische Rinderzucht ihre Aufgabe auch darin, einen wertvollen Beitrag zum langfristigen Aufbau von wirtschaftlichen Rinderbeständen in anderen Ländern beizutragen, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger spricht sogar von „Entwicklungshilfe“. Dementsprechend müsste es sogar das Ziel der österreichischen Rinderzucht sein, dass diese Bestände eines Tages aufgebaut sind und die Länder nicht mehr auf Importe österreichischer Rinder angewiesen sind. Es müsste also sogar damit kalkuliert werden, dass die Zuchtrinderexporte irgendwann einbrechen12, was natürlich aus wirtschaftlicher Sicht nicht gewollt ist. Wenn es tatsächlich das Ziel wäre, Herden in Drittstaaten aufzubauen, würde Österreich nicht schon seit vielen Jahren Milchkühe in die Türei exportieren.

Gibt es tatsächlich keine Tiertransporte von Vorarlberg in Drittstaaten?

Das Land Vorarlberg betonte in der Vergangenheit immer wieder, dass keine Transporte von Vorarlberger Rindern in Drittstaaten abgefertigt würden. Tatsache ist allerdings, dass diese Kälber zwar zuerst als Inlandstransporte z.B. nach Tirol oder Niederösterreich transportiert, von dort allerdings sehr wohl direkt in Drittstaaten weiter exportiert werden. Der VGT deckte erst im Frühjahr 2020 auf, dass ein Kalb, das im Libanon geschlachtet worden war, vom Hof des stellvertretenden Obmanns der Vorarlberg Milch, also aus Vorarlberg, stammte13. Dieses Kalb wurde erst zur Kälbersammelstelle in Bergheim bei Salzburg und noch am selben Tag weiter nach Spanien transportiert. Nach acht Monaten der Mast in Spanien wurde es dann in den Libanon verschifft.

 

Gegenargumente

Die folgenden Argumente werden oft vorgebracht, um die österreichische Milchwirtschaft und die daraus folgenden Tiertransporte zu rechtfertigen.

Vorwort: Wie steht der VGT zu Almen?

Der VGT ist aus Tierschutzsicht nicht gegen die Almhaltung, da sie den Tieren einen natürlicheren Lebensraum bietet, an dem sie sich viel freier als im Stall bewegen können. Leider leben die meisten Milchkühe allerdings in Kombinationshaltungen, sie verbringen also einen großen Teil des Jahres in Laufställen oder sogar in Anbindehaltungen. Außerdem finden im Herbst oft große Feste zum Almabtrieb statt, bei dem schon oft tierquälerische Zustände dokumentiert wurden14. Auf den Almen müssen die Tiere meist Glocken tragen. Eine Studie von Wissenschaftler_innen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hat ergeben, dass diese Glocken für die Kühe teilweise so laut wie ein Presslufthammer am Ohr sind und eine Tierquälerei darstellen15. Daher kann auch die Almhaltung nicht undifferenziert betrachtet und gutgeheißen werden.

Die österreichische Landwirtschaft ist gut fürs Klima.

Laut einer Studie der Agrarforschung Schweiz schnitten Stalltiere in Fragen der Treibhausgasemmission und Methanemmission besser ab, als eine Vergleichsgruppe aus Weidetieren.16 Laut einem Bericht des deutschen Umweltbundesamts hat Wald eine bei weitem bessere Ökobilanz als Grünland oder Ackerflächen. Wald gilt im Gegenteil sogar als CO2-Senke. In einem angehängten Dokument kann man ganz deutlich aus der Tabelle herauslesen, dass Wald um ein Vielfaches mehr Treibhausgase und CO2 speichert, als Grünland. Wald gibt nur einen Bruchteil des Methans ab, das Grünland abgibt. Beim Ausstoß von Distickstoffoxid liegen sie sehr eng beieinander. Das Fazit daraus kann allerdings nur sein, dass eine wie auch immer genutzte Grünfläche niemals umweltfreundlicher sein kann, als Wald. Ackerfläche ist ähnlich zu Grünfläche, hat aber sogar eine etwas bessere Ökobilanz als diese. Fazit: Grünland ist von den genannten Nutzungsarten so ziemlich das unökologischste, was man im Bereich der Landnutzung tun kann.17

Argument: Almen haben eine hohe Artenvielfalt.

In einer Studie der Agrarforschung Schweiz schnitt die Weidehaltung bei der Biodiversität besser ab, als die Stallhaltung. Das lag vor allem am hohen Maisanteil bei der Stallfütterung.16 Laut Bericht vom Lebensministerium gibt es auf Almen eine Vielzahl an Lebensräumen und Arten, die bei Ausbreitung von Gehölzen abnimmt. Dafür darf die Alm aber weder unterbeweidet, noch zu intensiv beweidet werden. Außerdem bietet die Beweidung der Alm Schutz vor Lawinen, die sonst über ungekürzte Halme abrutschen könnten. Das gilt aber nur, wenn die Fläche ohne Beweidung immer noch als Grünland geführt und gemäht wird. Ohne Bewirtschaftung würden sich wieder Gehölze ausbreiten, die einen höheren Schutz gegen Lawinen bieten.18 Laut der Tiroler Umweltanwaltschaft sind Almen großteils potenzielle Waldstandorte. Eine dem Standort angepasste und in ihrer Intensität abgestufte Bewirtschaftung führt demnach zu einem Maximum an Biodiversität. Sie sind also der Meinung, die Biodiversität wäre auf der Alm höher, als wenn man den Standort verwalden lässt.19

Argument: Weidehaltung wirkt gegen Erosion.

Für eine langfristige Stabilisierung von Hängen braucht es eine intakte Vegetation mit gut ausgebildetem Wurzelwerk. Dazu verwendet man zum Beispiel Hecken und ausschlagfähige Gehölzer wie Weiden, Erlen oder Liguster. Auch Gräser und Leguminosen sind möglich.20 Ein vom Lebensministerium 2006 herausgegebenes Dokument besagt, dass die Bewirtschaftung der Gebirgsregion durch den Mensch zu vermehrten Muren, Lawinen und Wildbächen geführt hat. Eine dauerhafte Nutzung ist nur möglich, wenn die Kulturlandschaft auch vom Menschen laufend stabilisiert wird. Gerade die Trittbelastung durch Weidevieh führt zur Erosion.21

Argument: Wie sollte man die Flächen denn sonst nutzen, wenn nicht als Almen?

Eine Möglichkeit wäre, die Flächen verwalden zu lassen und dann eine Waldweide zu betreiben. Forstlich ist das allerdings auch kritisch, weil die natürliche Wiederverjüngung des Waldes wegen des ständigen Verbisses durch die Weidetiere gestört wird und lichte, fast offene Wälder entstehen. In Berg- und Schutzwäldern sollte man keine Waldweide anlegen.22

Argument: Es gibt nicht genug Stroh, um alle Rinder mit Einstreu zu versorgen.

Zumindest Strohmistmatratzen sollten vorhanden sein, um den Rindern eine weichere Liegefläche zu gewähren. Diese bestehen nur zum Teil aus Stroh, daher wird viel weniger Stroh benötigt, als wenn alle Rinder reine Stroheinstreu erhalten würden. Laut dem deutschen Informationsportal Ökolandbau.de bevorzugen Rinder Stroh als Liegefläche. Es gibt wohl auch Strohmistmatratzen, die besonderen Liegekomfort bieten. Diese bestehen aus einem zweischichtigem Aufbau aus Mist und Stroh, das ergibt eine leicht muldenfähige, waldbodenähnliche Unterlage. Bei der Matratze wurden selten Gelenkschäden beobachtet und die Tiere scheinen keine Probleme beim Abliegen zu haben.23

Argument: Durch Zweinutzungsrassen gibt es sogar noch mehr Kälber, weil die Tiere länger einen Milchfluss haben und nicht so früh getötet werden müssen. Dadurch entstehen im Leben einer Zweinutzungsrassen-Milchkuh mehr Kälber. Es braucht aber gleichzeitig mehr der Milchkühe, weil sie insgesamt weniger Milch geben.

Laut ZAR lag die Rassenverteilung der Milchkühe 2014 bei ca. 73 % Fleckvieh (Zweinutzungsrasse), 12 % Braunvieh (milchbetonte Zweinutzungsrasse) und 11,5 % Holstein Friesian (Milchrasse). Fleckvieh war 2014 auch der höchste Anteil an Fleischtieren (ca. 19 %). Holstein hat dabei die höchste Lebensmilchleistung (2017 ca. 31.000kg) gefolgt von Fleckvieh und Braunvieh (beide 2017 ca. 28.800 kg).24 Laut ZAR liegt die durchschnittliche Nutzungsdauer von Fleckvieh bei 3,8 Jahren, von Braunvieh bei 3,84 Jahren und bei Holstein bei 3,5 Jahren. Da sie nur einmal im Jahr ein Baby bekommen, sollten also Rasse-unabhängig gleich viele Kälber entstehen. Holstein hat aber eine höhere Totgeburtenrate (6,79) im Vergleich zu Fleckvieh (3,45) und Braunvieh (4,49).25

Argument: Almen sind wichtig für den Tourismus

Ein häufiges Argument lautet, dass die Milchindustrie wichtig für den Tourismus wäre, denn gäbe es keine Milchwirtschaft mehr, gäbe es auch keine Almen mehr. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass tausende österreichische Milchkühe nicht auf Almen stehen. Selbst bei einer drastischen Reduktion der Milchproduktion wären die Almen daher noch lange nicht leer. Studien zeigten außerdem, dass nur 10,6 % der Tourist_innen eine menschlich geprägte Natur bevorzugen. Dem Rest wäre eine Wiederbewaldung von Almen lieber, sie mögen mehrheitlich Landschaften mit hoher Waldbedeckung.26

 

Quellen

1 Bundesinformationszentrum Landwirtschaft: Wie lange leben Rind, Schwein, Schaf und Huhn?

2 Landwirtschaftskammer Niederösterreich: Der Weg der Milch

3 Wikipedia: Milchleistung

4 Meine Milch: Wie viel Milch gibt eine Kuh im Jahr?

5 LandSchafftLeben: Aufzucht, Züchtung und Rassen

6 LandSchafftLeben: Milch aus Östereich

7 Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter: Milchexporte weiter im Aufwind

8 AMA: Jahresbericht Milch und Milchprodukte 2018

9 Kommunikationsplattform VerbraucherInnengesundheit: TRACES Österreich Bericht

10 Wirtschaftskammer Österreich: Ein- und Ausfuhr von Nutztieren und Fleisch

11 LandSchafftLeben: Kälbertransporte

12 Rinderzuchtverband Austria (ZAR): Zuchtrindexporte 2018 und 2019

13 VGT: Kalb im Libanon aus Führungsebene der Vorarlberg Milch

14 VGT: Schläge beim Almabtrieb

15 Johns, J.; Patt, A.; Hillmann, E. (2015): Do Bells Affect Behaviour and Heart Rate Variability in Grazing Dairy Cows? PLoS ONE 10(6): e0131632.

16 Sutter, M.; Nemecek, T.; Thomet, P. (2013): Vergleich der Ökobilanzen von stall- und weidebasierter Milchproduktion. Agrarforschung Schweiz 4(5): 230–237.

17 Umweltbundesamt Deutschland: Emissionen der Landnutzung, -änderung und Forstwirtschaft.

18 Lebensministerium: Zustand und Bedeutung der biologischen Vielfalt in Österreich, Seite 46.

19 Pontasch, Stefanie: (2017): Almen im öffentlichen Interesse – Biodiversität auf Almen. Tiroler Umweltanwaltschaft, Seite 29.

20 Graf, C.; Böll, A.; Graf, F. (2003): Pflanzen im Einsatz gegen Erosion und oberflächennahe Rutschungen. - Merkbl. Prax. 37: 8.

21 Hellebart, S. (2006): ALP Austria: Programm zur Sicherung und Entwicklung der alpinen Kulturlandschaft. Almwirtschaft und Schutzfunktion. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

22 Sailer, W. (2007): Waldweide nimmt wieder zu. LWF aktuell 58, S. 26-27.

23 Ökolandbau.de – Das Informationsportal: Funktionskreis Ruhen und Schlafen

24 Rinderzuchtverband Austria: Zahlen und Fakten

25 Rinderzuchtverband Austria: Zuchtrinder aus Österreich.

26 Hackländer: Pröbstl-Haider, U.; Mostegl, N.; Schlegel, A. (2019): Touristische Bedeutung des Wolfes. IN: Der Wolf. Im Spannungsfeld von Land- & Forstwirtschaft, Jagd, Tourismus und Artenschutz. Hrsg.: Klaus Hackländer, Leopold Stocker Verlag, S. 129-148.

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