Teilen:

Kund_innentäuschung? – Protest vor Hofmetzgerei „Fuchserei“ in Grödig

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.10.2020)

Grödig, 16.10.2020

Schweine, die auf betonhartem Vollspaltenboden leiden müssen, aber geworben wird auf der Homepage der „Fuchserei“ mit einem Foto von Schweinen im Stroh. Dagegen protestierten am Freitag Tierschützer_innen vor der Grödiger Hofmetzgerei.

Ein Dutzend Aktivist_innen des Vereins RespekTiere und des VGT (VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN) versammelten sich am Freitagnachmittag vor der Hofmetzgerei „Fuchserei“ in Grödig, um gegen die tierquälerische Haltung von Schweinen auf sogenannten Vollspaltenböden ohne Stroheinstreu zu demonstrieren. Ein Vollspaltenboden ist ein Boden, der zur Gänze aus steinharten Betonplatten besteht und mit bis zu 1,8 cm breiten Spalten durchzogen ist. Kot und Urin der Schweine fallen durch die Spalten in eine Güllegrube, was für die Schweine ein Leben über ihren eigenen Exkrementen bedeutet. Die Gesundheit der sensiblen Tiere leidet massiv darunter. 92 % haben entzündete Gelenke, die Augen sind durch den Ammoniakgestank gerötet, die Lungen entzündet, die Todesrate ist 3x so hoch wie bei Haltung mit Stroh und vor Langeweile beißen sich die Schweine gegenseitig in die Schwänze.

Pikant: Auf der Homepage der „Fuchserei“ zeigt ein Werbefoto Schweine im Stroh, versprochen werden „erstklassige Fleisch- und Wurstspezialitäten“ und „deren ehrliche Verarbeitung zu hochwertigen Wurst-, Schinken- und Selchfleischspezialitäten.“ (Quelle: www.fuchserei.at/hofmetzgerei)

Dem Verein RespekTiere anonym zugespielte Fotos eines Schweinemastbetriebs, in dem die Familie Fuchs ihre Schweine hält, zeigen aber ein gänzlich anderes Bild: Schweine, die ihr Leben auf einem harten Vollspaltenboden ohne jegliche Einstreu verbringen müssen.

Neben den Tierschützer_innen hatten sich auch einige Landwirt_innen versammelt, um den Protest zu beobachten. Die Stimmung war zeitweise angespannt, mehr als einmal wurden die Aktivist_innen beschimpft. Auch in der Hofmetzgerei war einiges los – es gab manch interessierte Blicke, aber der Großteil der Menschen aß drinnen unbekümmert den Teller mit getöteten Schweinen, die Zeit ihres Lebens keinen Strohhalm gesehen haben.

Georg Prinz vom VGT dazu: Es ist eine Unverschämtheit, dass der Internetauftritt der ‚Fuchserei‘ mit einer besseren Haltungsform wirbt und die Kund_innen so in die Irre geführt werden. Von Ehrlichkeit kann hier keine Rede sein. Die Konsument_innen verdienen eine wahrheitsgemäße Information darüber, wie die Tiere gehalten werden und die Schweine der Familie Fuchs verdienen eine Umstellung weg vom Vollspaltenboden hin auf tief eingestreutes Stroh. Diese Umstellung wird vom Land Salzburg sogar gefördert, wie unlängst von der Landesregierung beschlossen wurde. Worauf wartet die Familie Fuchs also noch? Möchten sie wirklich die Schweine weiterhin qualvoll am Beton leiden lassen, während sie ihren Kund_innen "glückliche" Schweine vorgaukeln?

Der VGT fordert ein Verbot des Vollspaltenbodens in der österreichischen Schweinehaltung und verpflichtende Stroheinstreu.

Mehr Informationen und Petition: vgt.at/vollspaltenboden

04.05.2026, Österreich

Schluss mit Vollspalten-Schweinefleisch bei SPAR

Für ein Ende des Verkaufs von Vollspaltenboden-Schweinefleisch bei SPAR

26.03.2026, Wien

Brandaktuelle Gallup-Umfrage zum Singvogelfang zeigt: Drei Viertel dagegen!

Über 80 % der Frauen und sogar 85 % der Menschen über 50 sprechen sich gegen den Singvogelfang per se, den Vorgang beim Fallenfang und die Art des Transports der Vögel aus

26.03.2026, Wien

VGT Fischschutz-Aktion: Fische schützen, statt Fische fischen!

10 Jahre Welttag für das Ende der Fischerei. Der VGT informiert mit einer Fischschutz-Aktion über den internationalen Aktionstag und die tierquälerische Fischerei.

25.03.2026, Jagenbach

Spiridon II-Exporteur Klinger einer der Hauptakteure auf österreichischen Rinder-Versteigerungen

Waldviertler Firma exportiert regelmäßig Kalbinnen in Tierschutz-Hochrisiko-Staaten wie Algerien

25.03.2026, Wien

VGT-Aktivist:innen gedenken verunfallter Fiakerpferde

Mahnwache am Stephansplatz bringt zum Ausdruck: Jeder Vorfall ist einer zu viel

24.03.2026, Wien

VGT - Aktion anlässlich 10 Jahre Welttag für das Ende der Fischerei

Der Welttag für das Ende der Fischerei (WODEF) jährt sich 2026 zum 10. Mal. Der VGT unterstützt den internationalen Informations- und Aktionstag mit einer Tierschutzaktion am Stephansplatz.

24.03.2026, Wien

Verunfallte Fiakerpferde: Einladung zur Mahnwache

Aktivist:innen des VGT machen auf 2 Fiakerunfälle der letzten Wochen aufmerksam

19.03.2026, Wien

Immaterielles UNESCO-Kulturerbe? VGT präsentiert Video zum Singvogelfang in OÖ

Anlässlich der Überprüfung durch die Österreichische UNESCO-Kommission, ob der Singvogelfgang im OÖ Salzkammergut Kulturerbe bleiben soll, zeigt VGT Dokumentation