Teilen:

Pinsel aus Tierhaar oder Borsten

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.10.2020)

Wien, 22.10.2020

Pinsel findet man in vielen Lebensbereichen. Bei ihrer Herstellung kommen oft Tierhaare und Tierborsten zum Einsatz.

Pinsel kommen in vielen Lebensbereichen zum Einsatz: bei der Malerei, zum Schminken oder Rasieren. Es gibt sie aus den unterschiedlichsten Materialien, so auch aus Echthaar oder Tierborsten.

Material

Pinsel besehen meist aus drei Teilen: dem Haar, dem Griff und einer Zwinge, die Griff und Haar verbindet. Sie können maschinell oder handwerklich von Bürsten- oder Pinselmacher_innen hergestellt werden. Heute können bereits synthetische Borsten und Haare für die Pinselherstellung produziert werden, dennoch werden noch zahlreiche Tierhaare verwendet. Neben Pinseln für die Malerei werden auch Kosmetikpinsel häufig aus Tierhaaren hergestellt. Man unterscheidet zwischen Borsten, die von Haus- oder Wildschweinen stammen, Grob- oder Langhaaren, die meist von der Mähne oder dem Schweif von Pferden stammen und Feinhaaren, die besonders dünn und lang sind und von verschiedenen Tieren stammen können. Dabei kommen unter dem Namen „Rotmarderpinsel“ die Haare verschiedener Marderarten wie Iltis, Wiesel oder Dachs zum Einsatz (ein Tier namens Rotmarder gibt es eigentlich nicht), auch die Haare von Bären oder Ziegen, vom Schweif des Eichhörnchens (Fehhaare), Ponyhaare und Haare vom Ohrrand oder -schweif des Rindes werden verwendet1. Das Material kommt dabei oft von Kürschnereien oder Schlachthäusern, aber hauptsächlich von Lieferanten ausländischer Tierhaare, meist aus dem asiatischen Raum2.

Tierschutz

Als Nebenprodukt von Kürschnereien oder Schlachthöfen verdienen diese Branchen an der Verwendung der Tierhaare mit. Die Tierschutzprobleme bei der Pelzerzeugung und der Massentierhaltung sind hinreichend bekannt. Dachs, Iltis oder Wiesel werden in vielen Ländern mit Fangeisen oder Schlingen gefangen, die ihnen qualvolle Verletzungen zufügen. Viele Tierhaare werden aus Asien importiert, insbesondere China, Russland, der Mongolei oder Korea, aber auch dem nordamerikanischen Raum. Dort gibt es überall viel schwächere Tierschutzgesetze als in der EU und die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten und ihre Haare entnommen wurden, sind unbekannt2.

Alternativen

Als Alternativen zu Tierhaaren oder Borsten können zum Beispiel pflanzliche Fasern eingesetzt werden. Diese stammen von Pflanzen wie Agaven, Kokospalmen oder anderen tropischen Gewächsen, werden aber noch nicht oft eingesetzt. Häufiger findet man Pinsel aus synthetischen Haaren, die in ihrer Produktion meist schon viel günstiger und von Echthaar-Pinseln kaum zu unterscheiden sind. Synthetische Pinsel bestehen zum Beispiel aus Kunststoffen wie Nylon, Polyester oder Polypropylen1.

Quellen

1 Kosmetik Vegan: Pinselkunde: Woher stammt das Haar?

2 Tierschutzbund: Naturhaarpinsel

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken

06.10.2026, Wien

Tierschutzlauf 2026 stellt Rekorde auf

Am Sonntag, 4. Oktober 2026 – dem Welttierschutztag – fand der 15. Tierschutzlauf auf der Prater Hauptallee statt. Bei bestem Wetter wurde ein neuer Besucher:innen- und Teilnehmer:innenrekord aufgestellt.