Teilen:

LPD-Linz untersagt sämtliche VGT-Vollspaltenboden Proteste zum ÖVP Wahlauftakt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.09.2021)

Linz, 09.09.2021

Obwohl der Wahlauftakt in der Halle des Design Centers stattfindet, soll der VGT nicht draußen auf der anderen Seite einer 5-spurigen Straße demonstrieren dürfen

Versammlungsrecht gut und schön, doch wenn es um Protestkundgebungen gegen die ÖVP-Politik in Sachen Schweine-Vollspaltenboden geht, dann ist alles ganz anders. Die Lakaien von Bundeskanzler Kurz haben überall um die Halle des Design Centers in Linz Pseudokundgebungen angemeldet, die nie abgehalten werden, um die von der ÖVP gesetzlich eingeführte Sperrzone um Versammlungen herum verfassungswidrig zu nutzen, sodass die LPD-Linz eine Handhabe gegen Tierschutzproteste hat. Eine perfide, eindeutig verfassungswidrige Strategie, für die sich die Polizei offenbar sehenden Auges instrumentalisieren lässt. Dabei hat der Verfassungsgerichtshof bei einem ähnlichen Vorgehen der Behörde in Baden die Sperrzone für verfassungswidrig erklärt, wenn sie die Gegenkundgebung so weit verdrängt, dass sie von den Adressat:innen, an die sie sich wendet, weder gesehen noch gehört werden kann. Das ist auch im vorliegenden Fall eindeutig so und daher wird der VGT wieder den Verfassungsgerichtshof anrufen müssen. Dabei zeigt sich erneut der mangelnde Rechtsschutz von Versammlungen in Österreich: in Deutschland kann man einen gerichtlichen Eilbeschluss gegen die rechtswidrige Untersagung einer Versammlung erwirken, sodass diese noch stattfinden kann. In Österreich dagegen bekommen wir erst 2 Jahre später Recht, wenn die Versammlung längst vorbei ist. Und selbst mit einem derartigen Urteil kann man die Behörde nicht zwingen, bei zukünftigen Versammlungen verfassungskonform zu handeln, wie sich jetzt wieder zeigt, weil die Behörde für eine derartig rechtswidrige Willkür überhaupt keine Konsequenzen zu fürchten hat.

Die Untersagungen konkret: Der VGT hat zeitgerecht eine Versammlung am Gehweg neben dem Design Center angemeldet. Diese wurde von der LPD Linz untersagt, weil die ÖVP rund um das Design Center Pseudokundgebungen angemeldet hatte. Der VGT hat erneut zeitgerecht eine Demo angemeldet, dieses Mal auf der anderen Seite einer 5 spurigen Straße. Wieder hat die LPD Linz diese Kundgebung untersagt, jetzt mit der Begründung, dass die Straße nur 20 m breit sei, die Sperrzone um die ÖVP-Pseudoversammlung aber 50 m betrage. Dann meldete der VGT zeitgerecht eine dritte Demo an, diesmal wieder am Gehsteig beim Design Center, mit der Auflage, dass die Demo nur solange stattfinde, solange die ÖVP dort keine Kundgebung abhält. Auch das wurde von der LPD-Linz untersagt. Auf telefonische Anfrage, wie nun dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs entsprochen werden kann, dass die Adressat:innen einer Kundgebung diese auch hören oder sehen können müssen, wurde ein Rückruf der Vorgesetzten versprochen, der aber nie kam. Klar ist damit, die ÖVP verhindert verfassungswidrig Tierschutzproteste gegen ihre Schweine-Vollspaltenboden Politik.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Die ÖVP verweigert den Schweinen Stroh, obwohl sie das so dringend brauchen. Diese Botschaft will die ÖVP mit allen Mitteln unterdrücken. Zuerst schaffen sie eine Sperrzone im Gesetz und dann melden sie Pseudokundgebungen an, um Proteste beliebig wegverschieben und untersagen zu können. Wenn in einer Halle eine Versammlung stattfindet, dann wird man doch davor auf der anderen Seite einer 5 spurigen Straße eine Protestkundgebung mit 10 Personen durchführen können. Das ist doch lächerlich. Aber leider nichts Neues. Die ÖVP-nahen Jagdverbände machen bei ihren Veranstaltungen auch nichts anderes. Oder die Tierindustrie, wie beim Milchfest in Baden. Da hat der Verfassungsgerichtshof das allerdings für verfassungswidrig erklärt, doch der LPD-Linz und der ÖVP ist das offenbar egal. Nicht das erste Mal, dass hohe ÖVP-Funktionär:innen den Verfassungsgerichtshof ignorieren. Man dünkt sich nicht nur über dem Gesetz, sondern auch über dem Höchstgericht.

04.05.2026, Österreich

Schluss mit Vollspalten-Schweinefleisch bei SPAR

Für ein Ende des Verkaufs von Vollspaltenboden-Schweinefleisch bei SPAR

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.

17.04.2026, Salzburg

Tauben hungern – auch wenn Stadt Salzburg es weiterhin leugnet

Tote Tauben mit Körnerfutter im Kropf zeigen nicht, dass sie genug Futter in der Stadt finden, sondern eher durch Futter von Privatpersonen vor dem Hungertod bewahrt wurden

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid