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Update: Hunde immer noch vom Tierversuchstod bedroht!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (08.02.2022)

Wien, 08.02.2022

Uni Barcelona hält an der Tötung der Beagle-Welpen fest, Tierschützer:innen protestierten vor Ort – Rettung von zumindest 6 Hunden soll erreicht worden sein.

Der VGT berichtete über die lokale und internationale Empörung nach dem Bekanntwerden eines Tierversuchsfalles im Auftrag der Universität Barcelona. 38 Beagle-Welpen sollten insgesamt eingesetzt werden und unterschiedliche Dosen eines Medikaments über 28 Tage hinweg verabreicht bekommen. Tierschützer:innen setzen sich seit Wochen mit starkem Rückhalt in der Bevölkerung dafür ein, dass die Hunde nach dem Versuch in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden. Selbst hochrangige Politiker:innen in Spanien haben sich bereits zu Wort gemeldet.

Diese Forderungen werden von der Uni und dem Auftragslabor jedoch weiterhin ignoriert. Lediglich sechs Hunde sollen vermittelt werden – der Rest soll nach Versuchsende geschlachtet und zerlegt werden.

Kritik am Auftragslabor

Die Verantwortlichen argumentieren nun, dass die Tötung und Zerlegung der Tiere bereits im Versuchsvertrag festgelegt wurden. Während die Tierschützer:innen vor Ort und internationale Tierversuchskritiker:innen sich für minimal-invasive Biopsien einsetzen, um das Leben der Hunde zu retten, bleiben Uni und Labor derweil erbarmungslos. Dass überhaupt ein bereits in der Vergangenheit wegen Tierquälerei auffällig gewordenes Labor beauftragt wird, ist nach wie vor Teil der Kritik.

Stress, Gewalt und schlechte Haltungsbedingungen in dem Labor verursachen nicht nur Tierleid, sie können auch Versuchsergebnisse unbrauchbar machen. Z.B. können Magengeschwüre durch Medikamente oder auch durch Stress und Schmerzen ausgelöst werden! In der Tierversuchsbranche wird dieser Fakt unerklärlicherweise häufig ausgeblendet, erklärt VGT-Campaignerin Denise Kubala.

Alternativen fördern!

Die aktuelle EU-weite Bürger:innen-Initiative (EBI) gegen Tierversuche will sich diesen Problemen annehmen. Die Kernforderungen sind:

  1. Tierversuchsverbot für Kosmetika durchsetzen und stärken.
  2. Keine neuen Tierversuche aufgrund der EU-Chemikalienverordnung.
  3. Den Umstieg auf tierversuchs- und tierleidfreie Forschung und Lehre festlegen und umsetzen.

Mehr Informationen und Petition: Europäische Bürger:innen Initiative gegen Tierversuche

Wir unterstützen den unermüdlichen Einsatz der Tierschützer:innen vor Ort in Barcelona, die weiterhin für das Leben der Beagle-Welpen kämpfen. Universitäten sollten in Sachen Forschung eine Vorbildrolle annehmen. Stattdessen engagiert die Uni Barcelona ein Labor, das wiederholt gegen EU-Recht und Spanische Gesetze verstoßen hat. Die veröffentlichten Aufnahmen von dort sind nur schwer zu ertragen, doch sie verdeutlichen die Notwendigkeit, endlich zu handeln und tierversuchsfreie Methoden umfassend zu fördern und zu etablieren. Mit der EBI können wir der EU zeigen, dass endlich etwas getan werden muss!

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