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Brutale Festnahmen bei Tierschutzaktion Vollspalten Landwirtschaftskammer Kärnten

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.04.2022)

Klagenfurt, 14.04.2022

Besorgte Tierschützer:innen hatten Stroh vor die Kärntner Landwirtschaftskammer gelegt – 25 Polizist:innen erscheinen und nehmen 3 Personen brutal fest

Die Aufnahmen aus den Kärntner Schweinefabriken sind so entsetzlich, dass wirklich jeder normale Mensch will, dass solche Zustände enden. Nicht aber die Landwirtschaftskammer Kärnten, die lediglich Einzelfälle sieht und das System Vollspaltenboden nicht in Frage stellt. Deshalb legten heute um 11 Uhr etwa 20 Tierschützer:innen zurecht Stroh vor den Eingang dieser Kammer, als Schweine verkleidete Personen legten sich ins Stroh, zwei weitere saßen am Vordach. Da kam die Polizei mit Trara, etwa 25 Beamt:innen, und nahmen 3 Personen brutal fest. Einem Tierschützer im Schweinekostüm und den anderen beiden Aktivist:innen wurden Handschellen angelegt, und sie wurden in die nächste Polizeistation verschleppt. Bis jetzt wurden sie noch nicht freigelassen. Unmittelbar danach beruhigte sich die Situation, augenscheinlich, weil ein höherer Beamter dazugestoßen war, der keinen Anlass für weitere Festnahmen sah. Die verbliebenen Tierschützer:innen können also ihren Protest unbehelligt weiter fortsetzen.

VGT-Obmann Martin Balluch kommentiert: „Das ist wieder einmal ein völlig unverhältnismäßiger Polizeieinsatz. Diese Vorfälle häufen sich, wenn es um Kritik an der ÖVP und an der Schweineindustrie geht. Wir fordern die sofortige Freilassung der Aktivist:innen und werden die Betroffenen beraten, ob sie nicht mit juristischen Mitteln gegen die Polizei vorgehen. In den meisten solchen Fällen war der VGT damit bisher erfolgreich.“

Pressefotos in höherer Auflösung (Copyright: VGT.at)

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