Teilen:

Aussagen vom Kärntner Landwirtschaftskammerpräsident bestätigen Schweineskandal!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.04.2022)

Wien/Klagenfurt, 19.04.2022

Der wahre Skandal: Für ihn gibt es nur Einzelfälle, kein Verbot des Vollspaltenbodens, Kontrollen funktionieren, alle sollten mieses Österreichisches Schweinefleisch kaufen

Die Aufdeckung der drei Schweinemastbetriebe mit AMA Gütesiegel in Kärnten durch den VGT (Aufdeckung 1, Aufdeckung 2) schlägt hohe Wellen, nur der Hauptverantwortliche – neben der ÖVP-Landwirtschaftsministerin Köstinger aus Kärnten – sieht kein Problem. Alles bestens. Nur Einzelfälle. Seltsam nur, dass sich die Einzelfälle häufen, der VGT erinnert an den Skandal mit der Kärntner Schweinemast Mochoritsch vor einigen Jahren. Für den Landwirtschaftskammerpräsidenten Huber ist das einzige Problem der VGT, gegen den müsse es eine härtere Gangart geben. Den Vollspaltenboden brauche man nicht verbieten, Schweine kämen offenbar wunderbar ohne Stroh aus. Und dem AMA Gütesiegel könne man trotz der zahlreichen Skandalbetriebe unter diesem Siegel, die der VGT laufend aufdeckt, völlig vertrauen. Für Huber ist das wichtigste nicht das Tierwohl, sondern dass die Menschen Schweinefleisch aus Kärnten bzw. Österreich kaufen, egal wie schlecht es den Tieren geht.

VGT-Obmann Martin Balluch ist entsetzt: Das ist der größte Skandal an dieser Geschichte, dass die Landwirtschaftskammer überhaupt keinen Handlungsbedarf sieht – außer gegen die Aufdecker:innen vorzugehen. Die Verletzungen an den Schweinen in den aufgedeckten Betrieben sind für einstreulose Vollspaltenhaltung vollkommen normal. Üblicherweise werden die Tiere halt früher entfernt oder in Krankenbuchten verlegt. Aber die Tiere leiden immer und ausnahmslos in dieser Haltungsform, und die große Mehrheit der Menschen will, dass die Regierung endlich Verantwortung übernimmt und den Mindeststandard anhebt: kein Vollspaltenboden, stattdessen Stroheinstreu und ausreichend Platz, dass alle Tiere nebeneinander liegen können.

Und der VGT-Obmann weiter: Die staatlichen Kontrollen finden im Wesentlichen nicht statt, gesetzlich vorgeschrieben sind sie alle 50 Jahre in jedem Betrieb. Die AMA-Kontrollen versagen ebenfalls, wie diese vielen Aufdeckungen des VGT zeigen. Österreich – und Kärnten – ‚produzieren‘ Schweinefleisch am allermiesesten Niveau, schlechter ist es nirgends in der EU. Der Aufruf, österreichisches Fleisch zu kaufen, bedeutet also, die grauenvollste Tierquälerei zu fördern.

Und Balluch schließt: Mit dieser ÖVP, die seit 3 Jahrzehnten an den Schalthebeln der Macht sitzt, aber ihre Rolle ausschließlich darin sieht, Skandale in Tierfabriken klein zu reden, das Aufdecken derselben zu kriminalisieren und ständig nur AMA und Regionalität als beste Lösung zu propagieren, ist kein Tierschutz zu machen. Ihr einziges Ziel ist die Förderung der brutalsten Tierindustrie. Wir dürfen gespannt sein, was der Verfassungsgerichtshof dazu sagt, der demnächst über die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden entscheiden wird.

10.06.2026, Wien

VGT erinnert täglich Regierung an ihre Verantwortung: Verbot Vollspaltenboden

Mehr als 2500 Proteste gegen den Schweine-Vollspaltenboden seit 2019: VGT ist vor jeder Sitzung des Ministerrats und des Parlaments für die Schweine vor der Tür, so auch heute

09.06.2026, Wien/Linz

Skandalreform zum oberösterr. Singvogelfang: VGT-Stellungnahme

Die geplante Reform ist unionrechts- und verfassungswidrig, die Vogelschutzrichtlinie wird lächerlich gemacht, Bescheide über 6 Jahre sollen Beschwerden verunmöglichen

09.06.2026, Wien

Ein veganer Start in den Sommer

Das war die Veganmania MQ 2026!

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!