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JETZT: Tierschützer:innen besetzen Büro von Köstinger in der Kärntner ÖVP in Klagenfurt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.04.2022)

Klagenfurt, 25.04.2022

Die ÖVP ist für das Tierleid bei den Schweinen verantwortlich, die Gruppe „Kärntner:innen gegen Tierquälerei“ will mit Köstinger sprechen

Die Vorgeschichte ist bekannt. Grauenhafte Zustände in drei Kärntner Schweine Vollspaltenboden Betrieben sogar mit AMA Gütesiegel, doch die ÖVP und allen voran die Obmann Stellvertreterin der ÖVP Kärnten, Elisabeth Köstinger, weigern sich, nicht nur einem Verbot zuzustimmen, sondern auch nur das Problem anzuerkennen. Deshalb sitzen jetzt 25 Tierschützer:innen im Büro von Köstinger bei der ÖVP Kärnten in Klagenfurt. Sie wollen mit Köstinger, die immer Tierschützer:innen davon läuft, sprechen.

Ist es nicht das Normalste auf der Welt, dass man zum Büro der politischen Vertreterin geht und um ein Gespräch bittet?, fragt VGT-Obmann Martin Balluch. Bisher hat sie jedes Gespräch verweigert und das, obwohl die Zustände in den Schweinefabriken Kärntens, wie wir aufdecken konnten, katastrophal sind. Also wird von Einzelfällen schwadroniert, statt sich einer vernünftigen Diskussion zu stellen. Der Vollspaltenboden wird von 96 % der Menschen in Österreich abgelehnt und trotzdem gibt es bisher nicht einmal einen Reformvorschlag der Bundesregierung unter Führung der ÖVP! 

Unterdessen haben sich die Aktivist:innen von Kärntner:innen gegen Tierquälerei im Büro der Ministerin angekettet, weil sie von den ÖVP-Angestellten und der Polizei unter Androhung von Zwangsgewalt aufgefordert wurden, zu gehen. Sie wollen aber endlich mit Ministerin Köstinger sprechen, was ja wirklich nicht zu viel verlangt ist.

Warum weigert sich Köstinger eigentlich, mit dem Tierschutz zu sprechen?, fragt Balluch. Der VGT fragt seit 3 Jahren um einen Termin an, aber wir werden immer nur vertröstet. Angesichts der entsetzlichen Aufnahmen aus den Kärntner Schweinefabriken ist dieser Besuch bei der ÖVP Kärnten nicht weiter verwunderlich. Was hat sie zu verbergen? Warum will sie das Problem totschweigen und beiseite schieben? Warum anerkennt sie nicht, dass das ein Problem des Systems der Nutztierhaltung ist, der Industrialisierung in der Haltung von Tieren, konkret des Vollspaltenbodens ohne Stroheinstreu? Warum sieht sie nicht, dass dieses Problem gelöst werden muss? Dass es nicht einfach von selbst wieder weggeht und ‚business as usual‘ weiterlaufen kann? Und: Wir fordern ein Ende des Vollspaltenbodens ohne Stroheinstreu. Nur das kann diesen Konflikt lösen. Alles andere zögert diese Lösung nur hinaus.

Pressefotos (Coyright: VGT.at)

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