Teilen:

Wieder Unfall mit Fiaker – Verbot muss her!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (28.05.2022)

Wien, 28.05.2022

Ein erneuter Fiaker-Unfall in Wien zeigt deutlich, dass sich die Stadt ernsthaft mit einem Verbot dieser aus der Zeit gefallenen Art der Tourist:innenbeförderung auseinandersetzen muss.

In Wien ist es am Samstag erneut zu einem Unfall mit Fiakerbeteiligung gekommen, als ein PKW einen Fiaker überholen wollte, der am Vormittag noch ohne Fahrgäste auf dem Weg zum Standplatz unterwegs war. Der Kutscher wurde auf die Straße geschleudert und erlitt schwere Verletzungen – die erschrockenen, zum Glück nur leicht verletzten, Pferde rannten samt führerloser Kutsche von der Beatrixgasse bis zum Ring, wo sie gestoppt und beruhigt werden konnten. Dass nicht noch mehr Menschen zu Schaden kamen, grenzt an ein Wunder.

Pferde sind sensible Fluchttiere. Wie Tierschutzminister Johannes Rauch (GRÜNE) kürzlich betonte, ist es nicht mehr zeitgemäß, sie weiterhin zur reinen Unterhaltung in der Großstadt zu zwingen, Tourist:innen durch den Verkehr zu kutschieren. Dass sie – abgesehen vom Leid der Pferde – auch eine Gefahrenquelle für Menschen und Tiere darstellen, zeigt der heutige Unfall mit aller Deutlichkeit.

Es ist nicht das erste Mal, dass es zu Unfällen mit Fiakern kommt, allein von 2002 bis 2018 dokumentierte der VGT 33 Fiaker-Unfälle in ganz Österreich, das sind mehr als 2 Unfälle pro Jahr und die Dunkelziffer ist dabei noch weit höher. Fiaker stellen eine große Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Es ist mehr als verantwortungslos von der Politik, weiterhin nicht zu handeln und die Fiaker nicht zu verbieten.

Dass heutzutage Pferde in Großstädten in Verkehrsunfälle verwickelt werden, ist eine Schande für Österreich, das sich so gerne als großes Tierschutzland präsentiert, und völlig unnötig. Es gibt mittlerweile genug tierfreundliche Alternativen, Städte zu erkunden und die Liste mit Städten im Ausland, die Fiaker verboten haben, wird immer länger.

Zudem stehen die heißen Sommermonate kurz bevor und die Hitze stellt eine weitere, starke Belastung für die Pferde dar. Trotzdem gibt es noch immer keine Hitzefrei-Regelung ab 30 Grad, obwohl sich nicht nur die Stadt Wien und der Gemeinderat in Salzburg dafür ausgesprochen haben, sondern auch laut einer aktuellen Gallup-Umfrage 76% der Bevölkerung dies befürworten.

Georg Prinz vom VGT dazu: Dieser Unfall zeigt wieder einmal klar und deutlich, dass eine Großstadt kein Lebensraum für Pferde ist. Wir wünschen dem Fahrer und den Pferden gute Besserung und rasche Genesung! Dieses Mal wurden der Kutscher und die Pferde verletzt, was schlimm genug ist - aber das nächste Mal? Muss erst jemand sterben, bevor die Stadt Wien handelt und diese unnötige Gefahr für Mensch und Tier verbietet?

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot

08.05.2026, Niederösterreich

FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert

06.05.2026, Wien

Amphibienwanderung Hanslteich erfolgreich abgeschlossen

VGT vermeldet sinkende Erdkrötenzahlen und betont die Wichtigkeit des Tunnelbaus

06.05.2026, Südoststeiermark

VGT zu Styriabrid: die Menschen wollen keinen Vollspaltenboden, egal ob Neu oder Alt

Zur VGT-Demo vor einer „Vorzeige-Schweinefabrik“ mit dem neuen Mindeststandard Vollspaltenboden ab 2034/2038 meinte Styriabrid, die Konsument:innen fänden das gut

05.05.2026, Südoststeiermark

Lauter VGT-Protest nach Aufdeckung vor neuem Vollspaltenboden-Schweinebetrieb

„Strukturierter“ Vollspaltenboden Neu, wie ab 2034/2038 neuer Mindeststandard; Demo betont: der Vollspaltenboden muss weg, es gibt weiterhin keine Rechtssicherheit in der Schweinebranche