300 Teilnehmer:innen auf VGT-Demozug gegen Pelz in Wien - vgt

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300 Teilnehmer:innen auf VGT-Demozug gegen Pelz in Wien

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.10.2022)

Wien, 30.10.2022

24 Jahre nach dem weltweit ersten Pelzfarmverbot in Österreich kann jetzt mit einer Europäischen Bürgerinitiative EU-Pelzfarmverbot und Pelzimportverbot umgesetzt werden!

Wer gestern Nachmittag durch die Wiener Einkaufsstraßen, wie die Mariahilferstraße und den Graben, gebummelt ist, wurde von 23 in Pelzmäntel gekleideten „Füchsen“ überrascht. Eine Hälfte von deren Gesicht war das eines Fuchses, die andere Hälfte das eines gehäuteten Tieres. Hinter dieser Prozession folgten 300 Menschen mit Schildern, Plakaten und Transparenten gegen Pelz. Der laute Demozug gegen Pelz stieß fast ausschließlich auf positive Reaktionen bei der Wiener Bevölkerung. Kein Wunder, da hierzulande, als erstem Land der Welt, bereits 1998 ein Pelzfarmverbot gelang. Doch die noch vor 25 Jahren sehr dominante Pelzkleidung auf den Straßen Wiens ist erst über die Jahre deutlich weniger geworden. Gestern war nur eine einzige Passantin im Pelz anzutreffen, und die war eine russische Touristin.

Jetzt unterzeichnen!

Der Tierschutz in Österreich fordert seit Einführung des Pelzfarmverbots ein Importverbot von Pelz. Wieso sollte man ein Produkt nach Österreich einführen dürfen, das man hier aus ethischen Gründen gar nicht herstellen darf? Bisher stand diesem Importverbot der EU-Binnenmarkt im Weg. Doch Corona hat die einmalige realistische Chance eröffnet, doch noch ein Importverbot zu erreichen, und zwar für die gesamte EU. Der größte Nerzpelzproduzent der Welt, Dänemark, hat coronabedingt alle seine Farmen geschlossen.* Dazu kommt, dass bereits 21 europäische Länder Pelzfarmverbote erlassen haben. Eine neue Europäische Bürger:innen-Initiative, die vom VGT unterstützt wird, fordert nun ein EU-weites Pelzfarmverbot und ein Importverbot von Pelz in die EU: pelzfrei.vgt.at

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch war schon an der Kampagne für ein Pelzfarmverbot in Österreich in den 1990er Jahren beteiligt und sprach auf der VGT-Pelzdemo gestern: Vor 25 Jahren trug jede dritte Frau auf den Straßen Wiens einen Pelzmantel, heute gibt es fast keine mehr. Die allermeisten Kleidergeschäfte haben Pelz ausgelistet, selbst die notorisch als pelzfreundlich bekannte Kette Kleider Bauer hat ein Vielfaches an Kunstpelz im Vergleich zum Tierpelz. Mit der coronabedingten, drastischen Reduktion der Pelzfarmen in der EU, zusammen mit 21 europäischen Ländern mit Pelzfarmverbot, besteht jetzt die Chance, die gesamte EU pelzfrei zu machen. Dann ist ein Importverbot selbstverständlich. Wovon wir vor 25 Jahren nur träumen konnten, wird jetzt vielleicht Wirklichkeit. Vor 120 Jahren war Wien die Drehscheibe des europäischen Pelzhandels, heute ist Wien der Ausgangspunkt eines europäischen Pelzimportverbots. Das wäre ein großartiger Tierschutzerfolg, dass diese unsägliche und völlig sinnlose Tierquälerei aus ganz Europa für immer verschwindet!

Auch in Graz und Dornbirn fanden in den vergangen Tagen Aktionen für ein Europa ohne Pelztierfarmen statt.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)


* Ab 2023 ist der Betrieb wieder erlaubt, allerdings werden nur 15 von ursprünglich über 1200 Farmen den Betrieb wieder aufnehmen

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