Teilen:

Rinder Vollspaltenboden: VGT-Aktion Rollentausch auf der Mahü

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.08.2023)

Wien, 23.08.2023

Landwirtin am Beton-Vollspaltenboden, der sonst für Mastrinder reserviert ist, und das Rind im weichen Bett, das wiederum nur für Menschen gedacht ist

In ganz Österreich gehen Tierschützer:innen gegen den Beton-Vollspaltenboden in der Rindermast auf die Barrikaden. Das Leid der Tiere auf dem harten Boden mit scharfkantigen Spalten ohne Stroheinstreu ist offensichtlich und wird von der Wissenschaft bestätigt: fast alle Tiere haben schmerzhaft entzündete Gelenke, wie auch bei den Schweinen, für die deshalb ein Ende des Vollspaltenbodens, wenn auch erst in fast 2 Jahrzehnten, angekündigt worden ist. Bei den Rindern soll aber alles beim Alten bleiben, da ist nicht einmal in 2 Jahrzehnten vorgesehen, den Vollspaltenboden abzuschaffen. Meint die Branche etwa, dass so ein Boden für Rinder angenehm wäre? Immerhin betrifft das 70 % aller Stiere, Kalbinnen und Ochsen, die zur Erzeugung von Rindfleisch in Österreich gehalten werden.

Die Probe aufs Exempel machte heute der VGT bei einer Aktion auf der Wiener Mariahilfer Straße. Die Rollen wurden getauscht. Während die Landwirtin für 1 Stunde auf einem Rinder-Vollspaltenboden Platz nahm, konnte sich eine als Kalbin verkleidete Tierschützerin ins weiche Bett legen. Den Passant:innen gefiel es. Eine ältere Dame meinte zurecht, es werde zu viel Fleisch gegessen, sodass die Haltungsbedingungen auf billige Massenproduktion ausgerichtet sind. Ein Kind wollte seiner Mutter nicht glauben, dass Rinder wirklich auf so einem Boden leben müssen. Der VGT appelliert an die zuständigen Politiker:innen, die Branche und den Handel, auch dem Rinder-Vollspaltenboden ein Ablaufdatum zu geben.

Zur Petition

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Die Altlasten im Umgang mit sogenannten Nutztieren, die aus der Zeit der Industrialisierung der Landwirtschaft stammen, müssen endlich abgebaut werden. Damals war der Tierschutz noch nicht organisiert, nachdem er durch das Dritte Reich völlig zerstört worden war. Jetzt aber denkt die Gesellschaft um und stellt derartige Haltungsbedingungen, wie den Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu, grundsätzlich in Frage. So darf man nicht mit Tieren umgehen. Es genügt, sich in das Tier hinein zu versetzen, wie heute bei unserer Aktion ‚Rollentausch‘ demonstriert, um das Leid mitzufühlen. Auch bei Rindern, wie bereits bei Schweinen, muss der Vollspaltenboden in den Mistkübel der Geschichte wandern.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot

08.05.2026, Niederösterreich

FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert

06.05.2026, Wien

Amphibienwanderung Hanslteich erfolgreich abgeschlossen

VGT vermeldet sinkende Erdkrötenzahlen und betont die Wichtigkeit des Tunnelbaus

06.05.2026, Südoststeiermark

VGT zu Styriabrid: die Menschen wollen keinen Vollspaltenboden, egal ob Neu oder Alt

Zur VGT-Demo vor einer „Vorzeige-Schweinefabrik“ mit dem neuen Mindeststandard Vollspaltenboden ab 2034/2038 meinte Styriabrid, die Konsument:innen fänden das gut

05.05.2026, Südoststeiermark

Lauter VGT-Protest nach Aufdeckung vor neuem Vollspaltenboden-Schweinebetrieb

„Strukturierter“ Vollspaltenboden Neu, wie ab 2034/2038 neuer Mindeststandard; Demo betont: der Vollspaltenboden muss weg, es gibt weiterhin keine Rechtssicherheit in der Schweinebranche

04.05.2026, Südoststeiermark

Einladung: VGT-Demo vor aufgedeckter Schweinefabrik mit „Gruppenhaltung Neu“

Tierschützer:innen kritisieren anhand von Bildmaterial aus der Tierfabrik, dass sich am Schweineleid durch die Gesetzesnovelle nichts geändert hat