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Zahlreiche Plakate „Rinder-Vollspaltenboden sei Tierquälerei“ in Wien aufgetaucht!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.11.2023)

Wien, 07.11.2023

Tierschützer:innen werden zunehmend ungeduldig, weil die Verantwortlichen auf die Kritik am Vollspaltenboden in der Mastrinderhaltung nicht reagieren.

Mangels auch nur irgendeiner Person, die die Haltung von Mastrindern auf Beton-Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu rechtfertigt, muss die faktische Kritik als anerkannt gelten: 70 % der Mastrinder werden in einer Form gehalten, die schwere Tierquälerei ist. Nicht nur die Verletzungen an den Gelenken der Vorder- und Hinterbeine, die Lahmheiten und die Wunden am Schwanz auf Vollspaltenboden beweisen das, sondern auch die stereotypen Bewegungen aufgrund der unendlichen Langeweile und des Platzmangels. Doch weder die Verantwortlichen in der Branche, noch im Handel oder in der Politik, fühlen sich darum genötigt, zu reagieren. Deshalb dürfte manchen Tierschützer:innen der Geduldsfaden gerissen sein. In Wien tauchten gestern Nacht hunderte Plakate mit Fotos von Mastrindern und Aufschriften wie Vollspaltenboden bedeutet Tierquälerei, Vollspaltenboden bedeutet liegen in der Scheiẞe, Vollspaltenboden bedeutet eine Existenz auf 2,5 m² und Vollspaltenboden bedeutet schlafen auf Betonboden an Haltestellen, Ampelkästen und Baugittern auf.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Aus unserer 31 jährigen Erfahrung mit Tierschutzkampagnen wissen wir, dass die Verantwortlichen zuerst probieren, den Kopf einzuziehen und die Kritik an der Tierhaltung einfach auszusitzen. Zu reagieren wäre ein Eingeständnis, die Kritik gehört zu haben. Doch die Tierindustrie sollte aus der 31-jährigen Erfahrung mit VGT-Kampagnen auch gelernt haben, dass wir einen langen Atem haben und dass das Aussitzen einfach nicht funktioniert. In einer Demokratie sollte eine offene und öffentliche Diskussion über Missstände möglich sein und sogar gefördert werden. Und in einer Demokratie sollte die politische Führung auf den Mehrheitswillen hören. Der ist in Sachen Rindermast auf Vollspaltenboden selten eindeutig: diese Tierquälerei muss enden, und zwar jetzt sofort!

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