Teilen:

Aufruf zu Stellungnahme zum Gesetzesentwurf der neuen EU-Tiertransportverordnung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.03.2024)

Wien/EU, 06.03.2024

Die Europäische Kommission bittet die Öffentlichkeit um ihre Meinung zum Gesetzesentwurf einer neuen Verordnung zu Tiertransporten. Nutzen Sie die Chance, die Transportbedingungen der Tiere in der gesamten EU zu verbessern, indem Sie bis zum 12. April Stellung nehmen!

Im Jahr 2020 wurde im Rahmen der „Vom Hof auf den Tisch“-Strategie von der Europäischen Kommission der Entschluss gefasst, die geltende Tierschutzgesetzgebung zu überarbeiten, darunter nicht nur die Tiertransportverordnung, sondern u.a. auch die Richtlinie über den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere sowie die Verordnung über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung. Letztlich ist die EU-Kommission jedoch vor der Agrarlobby in die Knie gegangen, einzig ein Gesetzesentwurf für eine überarbeitete Tiertransportverordnung wurde kürzlich vorgelegt. Dieser sieht zwar in einigen Punkten Verbesserungen vor, z.B. eine Reduktion der Maximaldauer von Schlachttransporten sowie Maßnahmen gegen das sogenannte „Sammelstellenhopping“. Wie bereits berichtet, bleibt der Verordnungsentwurf nach der Einschätzung des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN jedoch in vielen Fällen enttäuschend weit hinter den Erwartungen zurück. Im Folgenden sind beispielhaft einige der schwerwiegendsten Kritikpunkte genannt:

Hauptkritikpunkte:

  • Drittlandexporte sind weiterhin erlaubt. Der VGT fordert ein Verbot von Drittlandexporten.
  • Nicht abgesetzte Kälber dürfen weiterhin transportiert werden. Der VGT fordert ein Verbot des Transports nicht abgesetzter Kälber.
  • Langstreckentransporte sind weiterhin erlaubt. Der VGT fordert, dass diese Transporte max. 8 Stunden andauern dürfen.
  • Trächtige Tiere dürfen bis zu 80% der Trächtigkeit transportiert werden. Der VGT fordert, dass dieser Zeitraum auf 40% der Trächtigkeit reduziert wird.
  • Seetransporte werden nicht in die Fahrtzeit eingerechnet und gelten als Pausenzeit. Der VGT fordert, dass die Zeit am Schiff in die Gesamtbeförderungszeit eingerechnet wird.
  • Der VGT fordert, dass Belüftungssysteme nicht nur für einige, sondern für alle Transportmittel und auch für Kurzstreckentransporte vorgeschrieben werden.
  • Es werden nur die Außentemperaturen nach Wettervorhersage berücksichtigt. Das ist eine Verschlechterung gegenüber der bestehenden Verordnung. Der VGT fordert, dass weiterhin auch die Innentemperaturen im Ladebereich Berücksichtigung finden müssen.
  • Transporte <-5 °C sind erlaubt. Transporte >30 °C sind ebenfalls erlaubt, aber nur nachts. Es ist nicht klar, was dies in der Praxis für Langstreckentransporte, die mehr als einen Tag dauern, bedeutet. Der VGT fordert im Laderaum gemessene tierartspezifische Mindest- und Maximaltemperaturgrenzen.

Die Bevölkerung der EU hat die Möglichkeit, zum Verordnungsentwurf Stellung zu nehmen und eine Rückmeldung abzugeben. Der VGT hat dies hier getan.

Zur Stellungnahme des VGT

Nutzen auch Sie noch bis 12. April 2024 die Gelegenheit, mit Ihrer Meinung den Tierschutz bei Tiertransporten zu verbessern! Unter folgendem Link können Sie Ihre Stellungnahme einreichen: Tierschutz – Schutz von Tieren beim Transport (zu "Annahme durch die Kommission" scrollen und dann „Rückmeldung geben“ klicken! )

Bitte beachten Sie dabei, die obigen Kritikpunkte nur als Anregung zu verwenden und Ihren Text in eigenen Worten zu formulieren, um sicherzustellen, dass jede Antwort eigenständig berücksichtigt wird.

Wir bedanken uns bei Ihnen im Namen der Tiere!

19.06.2026, Leibnitz (Steiermark)

Nach Aussagen Amtsveterinär BH Leibnitz betont VGT: Tierschutznorm einhalten!

Das Gesetz schreibt einen physisch angenehmen Liegebereich für Schweine vor; Behörde in der Pflicht, das umzusetzen und für Transparenz bei Schweinebetrieben zu sorgen

18.06.2026, Wien

Medienspiegel: Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Wir haben grobe Missstände in einem Betrieb im Raum Bregenz aufgedeckt. Zahlreiche Medien berichten über die Aufdeckung vom 17. Juni 2026.

18.06.2026, Salzburg

Salzburg lässt Tauben verhungern: VGT bringt Strafanzeige ein

Wissenschaftliche Studie bestätigt, dass ohne Fütterung und Taubenschläge sehr viele Jungtauben nach dem Schlupf an Nahrungsmangel sterben

17.06.2026, Bezirk Bregenz

Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Erneut grobe Missstände im Skandalbetrieb von 2023 im Raum Bregenz: Tiere stehen immer noch in Fäkalien, Stall völlig heruntergekommen

17.06.2026, Bezirk Bregenz

Aufgedeckt: Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Erneut grobe Missstände im Skandalbetrieb von 2023 im Raum Bregenz: Tiere stehen immer noch in Fäkalien, Stall völlig heruntergekommen.

16.06.2026, Wien

Viel Tierleid im Fischstäbchen

Fischstäbchen enthalten das Fleisch vom Pazifischen Polardorsch. Beim Fang haben die Fische gelitten.

10.06.2026, Wien

VGT erinnert täglich Regierung an ihre Verantwortung: Verbot Vollspaltenboden

Mehr als 2500 Proteste gegen den Schweine-Vollspaltenboden seit 2019: VGT ist vor jeder Sitzung des Ministerrats und des Parlaments für die Schweine vor der Tür, so auch heute

09.06.2026, Wien/Linz

Skandalreform zum oberösterr. Singvogelfang: VGT-Stellungnahme

Die geplante Reform ist unionrechts- und verfassungswidrig, die Vogelschutzrichtlinie wird lächerlich gemacht, Bescheide über 6 Jahre sollen Beschwerden verunmöglichen