Teilen:

Sperrzone gegen Tierschutzkameras bei Treibjagd im Nordburgenland: Strafe berufen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.04.2024)

Neusiedl/See, 05.04.2024

Mit dem Gatterjagdverbot 2017 wurde im Bgld. Jagdgesetz auch die Möglichkeit einer Sperrzone um Treibjagden „aus Sicherheitsgründen“ eingeführt, in Wahrheit, um Kameras abzuhalten

Um das Verbot der Gatterjagd und des Aussetzens von Zuchtvögeln für die Jagd im Burgenland zu erreichen, was letztlich gelang, musste der VGT zahlreiche Treibjagden dokumentieren und die dortigen Tierquälereien an die Öffentlichkeit bringen. Das gefiel der Jägerschaft nicht, und so wurde im Gegenzug zum Gatterjagdverbot 2017, offenbar um die Jagdseite zu kalmieren, § 100 (3) ins Jagdgesetz aufgenommen, der einer BH ermöglicht, via Straßenverkehrsordnung StVO öffentliche Straßen aus Sicherheitsgründen temporär zu sperren, wenn diese an ein Treibjagdgebiet angrenzen. Die StVO sieht aber gar nicht vor, derartige Sperren aufgrund von Tierschutzkameras zu erlassen. Das ist aber definitiv das Ziel jener großflächigen Sperrzonen, die von der BH Neusiedl am See jährlich an 21 Tagen erlassen werden, um die Dokumentation der Treibjagden auf Hasen und Fasane um Gattendorf zu verhindern.

Am 19. November 2023 hat ein Mitarbeiter des VGT eine öffentliche Straße, die in einer Sperrzone lag, mit einer Kamera betreten, um eine Treibjagd auf Hasen und Fasane zu dokumentieren. Er erhielt jetzt eine Straferkenntnis, die nun vom VGT beeinsprucht wurde.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch hat oft Treibjagden von öffentlichen Straßen aus dokumentiert: Es ist selbstverständlich gesetzlich gedeckt, im Interesse der Öffentlichkeit die Vorgänge bei solchen Treibjagden, bei denen hunderte Hasen und Fasane auf grausamste Weise massakriert werden, zu dokumentieren. Sperrzonen, um Kameras auszusperren, sind gesetzlich nicht vorgesehen. Die BH gibt vor, diese Sperrzonen zum Schutz der Bevölkerung zu erlassen. Dabei haben aber die Post, eine Fliesenlegerfirma, Anrainer und ein Radfahrer diese gesperrten Straßen ungehindert benutzen dürfen, nur Tierschützer:innen mit Kameras wurden angezeigt. Abgesehen davon reichen die Sperrzonen bis in bewohnte Straßen und sogar Wohnviertel hinein, weil man von dort aus noch das Treibjagdgebiet überblicken kann. Es ist aber laut § 97 des Burgenländischen Jagdgesetzes verboten, in der Nähe von Wohnvierteln zu jagen. Dieses Vorgehen der BH ist eindeutig gesetzwidrig und deshalb bringen wir diesen Fall nun vor das Landesverwaltungsgericht.

Presesefotos (Copyright: VGT.at)

04.05.2026, Südoststeiermark

Einladung: VGT-Demo vor aufgedeckter Schweinefabrik mit „Gruppenhaltung Neu“

Tierschützer:innen kritisieren anhand von Bildmaterial aus der Tierfabrik, dass sich am Schweineleid durch die Gesetzesnovelle nichts geändert hat

04.05.2026, Wien

Welt-Thunfischtag 2026

Neuer Bericht bestätigt: Massive Tierschutzprobleme beim Thunfischfang

02.05.2026, Wien

Der Tierschutzprozess

Einer der größten Justizskandale der 2. Republik.

01.05.2026, Wien

Veganes Sommer-Gewinnspiel 2026

Gewinne eine Hotelübernachtung, Geschenkboxen, vegane Kleidung uvm.

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.