Teilen:

Nach Aufdeckung „strukturierter“ Vollspaltenboden VGT im Gespräch mit Bezirkshauptfrau

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (03.06.2024)

Bezirk Mistelbach, 03.06.2024

Es soll eine amtliche Kontrolle des Betriebs bereits stattgefunden haben – VGT macht deutlich: auch der so gepriesene Vollspaltenboden Neu ändert nichts am Tierleid

Es handle sich um ein Ende des Vollspaltenbodens, behaupten ÖVP und die Schweineindustrie unisono. Mit dem Verbot des unstrukturierten Vollspaltenbodens für Neu- und Umbauten wurde aber der Vollspaltenboden selbst nicht verboten, sondern nur eine Version, in der im gesamten Bodenbereich dieselbe Spaltendichte herrscht. Der Vollspaltenboden Neu mit nur der Hälfte der Spalten auf einem Drittel des Bodens macht aus Sicht der Tiere keinerlei Unterschied. Das konnte der VGT mit seiner Aufdeckung am Dienstag letzter Woche beweisen: die Schweine hatten dieselben Verletzungen in derselben Häufigkeit, wie auf dem alten, konventionellen Vollspaltenboden. Bei der Demo vor dem Schweinebetrieb forderte der VGT eine amtstierärztliche Kontrolle. Die zuständige Amtstierärztin wollte nicht reagieren und rief auch nicht zurück. Als Mitarbeiter:innen des VGT aber die Bezirkshauptfrau persönlich ansprachen, zeigte sich diese sehr interessiert. Sie erklärte, dass eine amtliche Kontrolle des Betriebs bereits stattgefunden habe. Man werde allen Vorwürfen nachgehen und die Aufdeckung des VGT ernst nehmen.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Für unbedarfte Beobachter:innen ist bei Betrachten einer Bucht mit diesem strukturierten Vollspaltenboden Neu, der laut ÖVP ein Ende der Haltung auf Vollspaltenboden sein soll, kein Unterschied zu sehen. Da muss man schon wissen, wo man hinschauen muss. So scheint es auch den Schweinen zu gehen, die keinen Unterschied merken. Abgesehen davon, dass dieser Boden dieselben Schmerzen, Leiden und Schäden für die Tiere verursacht, ist er klar illegal. So gibt es routinemäßig kupierte Schwänze und keinen physisch angenehmen Liegebereich, der sauber ist und auf dem alle Schweine gleichzeitig liegen können, wie explizit gesetzlich gefordert. Ich hoffe sehr, dass die Bezirkshauptfrau zu ihren Worten steht und der Sache nachgeht. Diese sogenannte Alternative zum Vollspaltenboden ist keine. Sie darf keinesfalls die Haltungsform der Zukunft werden!

Pressefotos der Aufdeckung (Copyright: VGT.at)

Video der Aufdeckung

Sendung im Tierrechtsradio

16.09.2026, Bad Goisern

1. Tag der neuen Singvogelfangsaison: VGT dokumentiert Fang bei Bad Goisern

Zwei Singvogelfänger wurden in flagranti bei Vogelfang im Wald der ÖBF erwischt, in 3 Stunden ging kein Vogel in die Fallen

16.09.2026, St. Pölten

Horror-Stall: Tierschutz-Demozug in St. Pölten

Anlässlich der Ende August aufgedeckten Tiermast im Bez. St. Pölten-Land ruft der VGT zum Protest-Marsch durch St. Pölten bis zur zuständigen Bezirkshauptmannschaft

14.09.2026, Salzkammergut

Singvogelfang: VGT beruft gegen ALLE 52 neuen Bescheide, die den Fang erlauben

Morgen beginnt die neue Singvogelfangsaison im OÖ Salzkammergut; der VGT hält die reformierte Artenschutzverordnung für verfassungswidrig und ruft VfGH an

11.09.2026, Klagenfurt

Einladung Klagenfurt: 2 Personen 11 Std auf Schweine-Vollspaltenboden

Einer der Tierschützer:innen wird auf einem klassischen Vollspaltenboden sitzen, der 2034/2038 verboten wird, die andere auf der Neuversion des Vollspaltenbodens, die kein Ablaufdatum hat

10.09.2026, Färöer

Waljagd auf den Färöer-Inseln: VGT spricht mit Walfänger

Heuer wurden schon über 800 Grindwale auf den Färöer-Inseln massakriert – die zu Dänemark gehörende Inselgruppe beruft sich auf Tradition

09.09.2026, Wien

Noch immer kein Schweine-Vollspaltenbodenverbot: VGT-Protest beim Ministerrat

Der VGT erinnert die Regierung daran, dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass es ab Ende 2026 einen neuen Mindeststandard für die Haltung von Schweinen geben muss

08.09.2026, Wien

Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt

Tierschutzorganisationen fordern runden Tisch: Damit im kommenden Jahr keine Pferde mehr unter Hitze, Verkehr und Stress in der Wiener Innenstadt leiden müssen

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück