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Hintergrundwissen Fiaker

Pferdekutschen - Ein rigoroses Festhalten an einer anachronistischen Tradition zum Leidwesen der Tiere.

Fiaker gibt es in Österreich in Wien, Salzburg und Innsbruck, wobei die allermeisten in Wien zu finden sind. In Salzburg gibt es nur etwa 5 Fiaker-Unternehmen, in Innsbruck sogar nur etwa drei. In Wien werden dagegen jährlich um die 116 Konzessionen an etwa 30 verschiedene Unternehmen ausgestellt.

Wien
In Wien gibt es ca. 30 Fiaker-Unternehmen. Standplätze gibt es in der inneren Stadt Wien am Stephansplatz, Michaelerplatz, Albertinaplatz, Petersplatz und Burgtheater/Volksgarten. Außerdem gibt es einen Standplatz beim Tor 2 des Wiener Zentralfriedhofs. Die Fahrer:innen müssen außerdem eine spezielle Kleidung tragen, welche der traditionellen Eigenart der Fiaker-Fahrer:innen entspricht. Dazu gehört unter anderem ein Hemd oder eine Bluse, Sakko oder Blazer sowie eine Melone1.

Salzburg
Heute gibt es in Salzburg nur mehr einen Standplatz am Residenzplatz vor der Alten Residenz. Die Salzburger Fiaker-Fahrer:innen sind meist in Salzburger Tracht gekleidet und fahren Tourist:innen zu Sehenswürdigkeiten entlang von zwei erlaubten Streckenvarianten. Es gibt in Salzburg derzeit fünf Fiaker-Unternehmen mit 14 Kutschen, wobei pro Kutsche etwa vier bis sieben Pferde zur Verfügung stehen2.

Innsbruck
In Innsbruck gibt es nur einen Fiaker-Standplatz hinter der Hofburg am Rennweg3 und ca. drei Fiaker-Unternehmen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Grundsätzlich unterliegt die Haltung von Pferden in Österreich dem Bundestierschutzgesetz bzw. der 1. Tierhaltungsverordnung. Hier ist unter anderem geregelt, wie die Tiere unterzubringen sind, wie viel Bewegungsfreiheit ihnen zusteht und wie sie zu ernähren und betreuen sind. In Wien gibt es außerdem das Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetz sowie zusätzliche Verordnungen dazu. Hier ist unter anderem festgelegt, dass die Tiere ab 35 Grad hitzefrei bekommen, die Arbeitszeiten für Pferde sind auf 18 Tage pro Monat und die Betriebszeit von 11 bis 22 Uhr beschränkt.

Hitzefrei

Auf Grund der immer höheren Temperaturen im Sommer gibt es Regelungen zum Schutz der Pferde bei großer Hitze. Der VGT setzt sich seit Langem für eine gesetzliche Regelung ein, die den Tieren bereits ab 30 Grad hitzefrei zuspricht, da sie bereits ab dieser Temperatur deutlich leiden.

Wien
2016 wurde das Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetz novelliert. Seither dürfen Pferde ab 35 Grad, gemessen an der ZAMG-Station Wien Innere Stadt, nicht mehr im Einsatz sein. Wird an einem Tag die 35 Grad-Marke geknackt, müssen die Fiaker nach Hause fahren und dürfen den restlichen Tag nicht mehr zurück kommen.

Salzburg
In Salzburg gibt es keine gesetzliche Regelung zur Hitze, jedoch hat die Stadt Salzburg mit der Vereinigung der Fiaker eine Vereinbarung getroffen. Wenn bei der ZAMG-Messstelle Salzburg-Freisaal die 35-Grad Marke erreicht wird, fahren die Fiaker nach Hause und bei einer dementsprechenden Prognose sollten sie laut der Vereinbarung auch gar nicht erst ausfahren19. Im Dezember 2020 wurde im Salzburger Gemeinderat eigentlich einstimmig eine Hitzefrei-Regel ab 30 Grad beschlossen. Der Wert sollte direkt in der Innenstadt gemessen werden. Der Antrag wurde von der Salzburger Bürgerliste eingebracht und sollte im Sommer 2021 in Kraft treten.4 Im Juni 2021 entpuppte sich der Beschluss allerdings als Nullnummer. Aufgrund des Kleingedruckten wurde lediglich beschlossen, über eine Änderung des Vertrages zu verhandeln, man könne die Fiaker zu nichts zwingen. Und die fahren trotz des Beschlusses bei schweißtreibenden 30 Grad plus weiter aus.

Innsbruck
Ein Genehmigungsbescheid der Stadt Innsbruck gibt vor, dass die Pferde hitzefrei bekommen, sobald das Thermometer an der Messstation Flughafen Innsbruck 32 Grad erreicht. Die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) kontrolliert die Einhaltung, bei Missachtung drohen Geldstrafen5.

Das Leiden der Tiere

Pferde sind Fluchttiere, die bei lauten Geräuschen weglaufen würden. Im Stadtverkehr ist dies natürlich nicht möglich. Die Tiere sind dauernd reizüberflutet und fristen ein völlig unnatürliches und belastetes Leben inmitten von Großstädten.

Während des Fahrbetriebs

Bewegungseinschränkung: Die Pferde müssen jederzeit abfahrbereit, also immer angeschirrt sein. Während dieser Zeit können sie niemals einen freien Schritt machen.

Langes Stehen ist ungesund: Pferde sind Fluchttiere. Ihr ganzer Körper ist auf viel Bewegung angepasst. Ewiges Stehen führt zu Problemen im Bewegungsapparat der Pferde.17, 18

Gelenkprobleme durch Gehen auf Asphalt: Die Pferde müssen durchwegs auf Asphalt gehen. Das hat gesundheitsschädigende Auswirkungen auf die Beine und Gelenke.18

Fellabschürfungen: Viele Pferde haben Fellabschürfungen, wenn das Geschirr nicht passt oder das Pferd unsachgemäß oder zu lange angeschirrt war.

Direkte Sonneneinstrahlung und Hitze: Die Pferde stehen auf ihren Standplätzen im Sommer meist in der prallen Sonne. Oft wird das damit abgetan, dass Pferde Steppentiere wären, die die Sonne lieben und ihre Körpertemperatur gut regulieren können. Das ist zwar richtig, aber sie leben nicht in ihrer natürlichen Umgebung. In der Steppe würden sie kühlere Plätze aufsuchen, an ihren Standplätzen in Wien stehen sie den ganzen Tag eingespannt in ihr Geschirr. Auch die zusätzliche Hitzebelastung der Stadt darf nicht unterschätzt werden. Durch den Asphalt und die Häuser wird enorme Hitze abgestrahlt. Außerdem können die Pferde nicht immer trinken, wenn sie durstig sind, sondern nur dann, wenn der/die Fiaker-Fahrer:in Wasser bereitstellt, was nicht artgerecht ist.17

Lärm und Straßenverkehr: Das Pferd ist ein Fluchttier, es verwendet seine Sinne, um Gefahren zu orten. Um den Fluchtreflex der Pferde zu minimieren, werden die Augen mit Scheuklappen und die Ohren mit Ohrstöpsel versehen. Das ist für die Tiere eine starke Einschränkung.17

Fiakerpferde und ihr Hufbeschlag: Am Beschlag der Fiakerpferde sind oft Mängel festzustellen: Nur ein paar Fiakerpferde haben Dämpfungen zwischen Huf und Eisen, was beim Gehen auf hartem Asphalt eine Schonung der Hufe und der Gelenke mit sich bringt. Leider ist diese Dämpfung nicht gesetzlich vorgeschrieben. Oft versuchen die Halter:innen die Beschlagsperioden möglichst lang hinauszuzögern. Bei Fiakerpferden werden die Eisen mit 8 statt mit 6 Nägeln am Huf befestigt, damit sie diese nicht so leicht verlieren. Der Griff, ein Eisensteg am Hufeisen, soll dazu dienen, dass die Fiakerpferde weniger rutschen. Doch dadurch steht das Pferd nur auf 3 Punkten, wodurch es einen schlechteren Halt hat.

Fehlstellungen: Oft werden billige Pferde aus östlichen Ländern für den Fiakerbetrieb gekauft, die dann solange eingesetzt werden, bis sie körperlich komplett verbraucht sind. Darunter findet man immer wieder Pferde mit starken Fußfehlstellungen. Für diese Tiere ist das ständige Gehen auf Asphalt eine zusätzliche Belastung.

Maulkörbe: Fiakerpferde bekommen oft Maulkörbe umgebunden. Einige Pferde sind der völlig unnatürlichen Belastung nicht gewachsen. Sie werden aggressiv und schnappen nach Passant:innen oder nach ihren Pferdenachbarn. Stundenlanges Stillstehen ist keine Ausnahme. Als einzige Abwechslung bleibt das Beknabbern des Geschirrs. Einige Pferde können sich nie an die Belastung gewöhnen, diese sollten aus dem Fahrbetrieb genommen werden. Stattdessen verpasst man ihnen einen Maulkorb, um sie wieder einsatzfähig zu machen. Die Maulkörbe sind aus Plastik oder aus Leder mit Löchern oder Ritzen. Sie erschweren die Atmung und die Pferde sind in ihrem Sozialverhalten noch stärker eingeschränkt. Da das Tierschutzgesetz in § 5 (2) 10. verbietet, ein Tier einer Bewegungseinschränkung auszusetzen, sind Maulkörbe bei Pferden verboten.

Schweif anbinden: Immer öfter wird den Pferden der Schweif am Gespann festgebunden, um zu verhindern, dass sie mit dem Schweif die Leine erwischen und festhalten. Für die Pferde ist dies eine starke Einschränkung in ihrem Verhaltensrepertoire und in ihrem Wohlbefinden, da sie den Schweif u.a. auch verwenden, um lästige Fliegen zu verscheuchen. Da das Tierschutzgesetz in § 5 (2) 10. verbietet, ein Tier einer Bewegungseinschränkung auszusetzen und in § 13 (3) vorgeschrieben ist, dass Tiere so zu halten sind, dass ihre Körperfunktion und ihr Verhalten nicht gestört werden, ist auch das Schweifanbinden verboten.

Unfälle: Die regelmäßig auftretenden Unfälle, die teilweise mit schweren bis tödlichen Verletzungen von Menschen und Tieren enden, beweisen, dass die Fiakerpferde dem Stress nicht gewachsen sind. Kleinste nicht vorhersehbare Zwischenfälle können diese Fluchttiere in Panik versetzen, so dass es für die Kutscher:innen nicht mehr möglich ist, diese Tiere unter Kontrolle zu halten.17

Fehlendes Heu: Pferde bekommen an den Standplätzen kein Heu. Das ist sehr schädlich für den Stoffwechsel der Tiere, der eigentlich darauf ausgelegt ist, dass die Tiere normalerweise den ganzen Tag mit der Nahrungsaufnahme verbringen würden.16, 17

Sozialer Aspekt: Die Tiere sind gezwungen, tagein tagaus neben Artgenoss:innen zu stehen, die sie sich nicht aussuchen können. Das ist nicht natürlich und entspricht nicht dem komplexen Sozialverhalten der Tiere. In einer natürlichen Umgebung würden Pferde zum Beispiel von rivalisierenden Tieren einfach weggehen bzw. könnten sich bei Streitigkeiten wehren. Angeschirrt an der Kutsche ist dies nicht möglich.17

In der Freizeit

Kein freier Auslauf auf Koppeln: Das Gesetz schreibt den Pferden zwar einen sogenannten freien Auslauf zu, dieser muss allerdings nur der doppelten Box-Größe entsprechen. Auch ein natürlicher weicher Untergrund ist nicht vorgeschrieben, ein Innenhof auf hartem Asphalt reicht laut Gesetz als „freier Auslauf“ völlig aus. Die Pferde können sich dadurch nie auf natürliche Weise bewegen oder Sozialkontakte pflegen.

Fehlende oder zu spärliche Einstreu: Den Pferden wird in den Boxen oft keine oder zu wenig Einstreu als Liegefläche zur Verfügung gestellt. Das Liegen auf hartem Untergrund ist unangenehm und schadet der Gesundheit der Pferde.

Die Arbeit des VGT

Der VGT engagiert sich schon seit vielen Jahren dafür, dass die Bedingungen für Fiakerpferde verbessert werden. Schlussendlich soll ein endgültiges Verbot dieser Tierqual-Tradition erreicht werden. In Wien gab es bereits zahlreiche Gespräche mit Tierschutzsprecher:innen der Stadtpolitik, dem Veterinäramt und der Tierschutzombudsstelle Wien. Außerdem hat der VGT 2018 die Allianz Pro-Fiakerpferde mitbegründet und sammelt seit Jahren mit einer Petition Unterschriften für bessere Bedingungen für die Tiere, wie etwa einer Hitzefrei-Regelung ab 30 Grad. Jedes Jahr finden zudem zahlreiche Demonstrationen und Medienaktionen gegen die Ausbeutung der Fiakerpferde statt. Seit vielen Jahren zeigt der VGT außerdem rigoros Gesetzesverstöße der Fiaker an.

Die häufigsten Übertretungen sind dabei:

  •  Schweifanbinden und die Verwendung von Maulkörben
  • Überschreitungen der Betriebszeiten: In Wien dürfen die Fiaker erst um 10 Uhr aus ihren Stallungen in die Stadt fahren und frühestens um 11 Uhr auf die Standplätze auffahren. Spätestens um 22 Uhr müssen sie die Standplätze wieder verlassen haben und um 23 Uhr müssen sie zurück in ihren Stallungen sein.
  • Einsatz der Tiere an hitzefreien Tagen: In Wien müssen die Fiaker an einem Tag, an dem die ZAMG Messstelle Wien Innere Stadt 35 Grad erreicht, den Betrieb einstellen und nach Hause fahren. Dabei wird der fettgedruckte Wert der Spalte „Temperatur Maximum“ der sogenannten Hitliste der ZAMG herangezogen. Bereits angefangene Fahrten dürfen noch zu Ende gebracht werden, es dürfen allerdings keine neuen Gäste mehr aufgenommen werden. Den restlichen Tag, auch wenn die Temperatur wieder unter 35 Grad sinkt, dürfen die Fiaker nicht mehr fahren.

Dabei kommt oft auch Hilfe aus der Bevölkerung, die Verstöße an den VGT meldet. Für eine Anzeige sind Angaben zu Ort und Art der Übertretung, Datum und Uhrzeit, die F-Nummer und Platzkarte (beide wie ein Kennzeichen hinten an der Kutsche montiert) und ein Beweis, z.B. eine:n Zeugen:Zeugin oder ein Foto, notwendig. Was dabei beachtet werden muss, ist im Artikel Wie anzeigen? noch einmal ausführlich zusammengefasst.

Was passiert mit den Tieren, wenn sie nicht mehr als Kutschentiere arbeiten?

Die Forderung, das Fiakerfahren einzustellen, wird oft mit dem Argument gekontert, dass die Tiere doch dann geschlachtet werden müssen und „zu Leberkäse verarbeitet werden“. Dies entspricht allerdings nicht den Tatsachen. Dieses Szenario ist nicht nur ethisch verwerflich und für die Unternehmen wirtschaftlich nicht sinnvoll, sondern in Österreich auch illegal. Fiakerpferde verfügen über einen Pferdepass, in dem klar vermerkt ist, dass die Tiere „nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt“ sind6. Eine Tötung dieser Pferde aus reinem Überdruss und weil sie keinen wirtschaftlichen Zweck mehr erfüllen, stellt zudem keinen vernünftigen Tötungsgrund nach §6 (1) Tierschutzgesetz dar und ist somit verboten. Laut der Fiakersprecherin Ursula Chytracek im Interview mit dem Kurier 2019 hat jede:r Unternehmer:in „ein paar Pensionisten herumstehen“, laut Unternehmer Johann Paul im gleichen Artikel werden seine pensionierten Pferde „ihr Gnadenbrot im niederösterreichischen Arbesthal genießen“7. Häufig stehen sie aber einfach weiterhin in engen Stadtboxen ohne Auslauf. Sollte das Fiakerfahren also je ein Ende finden, werden die Tiere auf jedenfall mit Sicherheit nicht deswegen geschlachtet.

Geschichte der Fiaker

Als Fiaker wird sowohl die typische zweispännige Pferdekutsche, als auch der;die Kutscher:in, bezeichnet. Das Wort entstammt dem französischen „Fiacre“, nach der gleichnamigen Rue de Saint Fiacre in Paris, an der sich der erste Standplatz für sogenannte Lohnkutschen befand. Der französische Kaufmann und Pferdehändler Nicolas Souvage begann 1662, Lohnkutschen in Einsatz zu bringen. Der Begriff Fiaker wird in Österreich und Bayern verwendet, andernorts setzte sich der Name „Droschke“ durch.

Wien
In Wien wurde die erste Fiaker-Lizenz 1693 erteilt. Um 1700 gab es in Wien bereits ca. 700 Fiaker, bis 1900 über Tausend. Im Juli 1800 wurde die erste Fiaker-Ordnung erlassen, ab den 1860er Jahren kamen mehr Ordnungen dazu. Seit dem ersten Weltkrieg werden Fiaker überwiegend nur noch für Stadtrundfahren und Anlässe engagiert8.

Salzburg
In Salzburg gibt es die ersten Erwähnungen von Fiakern in Zeitungen bereits im Jahr 1804. Wahrscheinlich fuhren die Kutschen dort schon im 17. oder 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit dürften Fiaker eher als Transportmittel, als wie heute als Tourist:innenattraktion genutzt worden sein2.

Innsbruck
Kaiser Maximilian I richtete bereits im Jahr 1490 den ersten europäischen Postkurs von Innsbruck nach Mechelen ein, was Innsbruck für eine Zeit zum Zentrum der Kutschenfahrten in Europa machte. Die ersten Fiaker-Lizenzen in Innsbruck wurden um 1693 vergeben, erst etwa 30 Jahre später bürgerte sich der Name „Fiaker“ ein. Im Unterschied zu Wien und Salzburg werden in Innsbruck für den Personentransport seit jeher fast nur einspännige Kutschen verwendet. Heute werden die Innsbrucker Fiaker hauptsächlich von Tourist:innen und Hochzeitsgesellschaften gebucht9.

Alternativen

Es gibt zahlreiche Alternativen zu einer Fahrt mit einem Fiaker. Die meisten Fiaker-Fahrten werden von Tourist:innen zu Sightseeing-Zwecken in Anspruch genommen. Gerade in großen Städten gibt es allerdings zahlreiche alternative Angebote, Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

E-Fiaker: In Wien gibt es inzwischen sogenannte E-Fiaker, elektrisch angetriebene Fahrzeuge, die ganz ohne Pferde auskommen, den herkömmlichen Kutschen allerdings ähneln. Derzeit werden sie vor allem als Werbeträger für Elektroladestellen in Wien eingesetzt10, bald könnten die Fahrzeuge allerdings auch für den Tourismus zum Einsatz kommen11.

E-Oldtimer: Stadtrundfahrten werden in Wien mit elektrisch betriebenen Oldtimer-Modellen angeboten. So lässt sich die Stadt tierleidfrei, emissionsfrei und geräuscharm erkunden12.

Hop On Hop Off Bus: In allen größeren Städten werden mittlerweile sogenannte Hop On Hop Off Busse angeboten. Hier kann man sich einmal ein Ticket kaufen und dann bei vorgegebenen Haltestellen nach Belieben zu- und aussteigen. In den Bussen gibt es meist zusätzlich interessante Audiokommentare in verschiedenen Sprachen13.

Vienna Ring Tram: In Wien gibt es eine eigene Straßenbahn, welche an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Wiener Ringstraße entlang fährt. Über Kopfhörer werden Informationen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt14.

Amphibienbus: In Salzburg kann eine unvergessliche Stadtrundfahrt mit dem Amphibienbus an Wasser und an Land durchgeführt werden. Das eigens dafür angefertigte Fahrzeug kann nicht nur auf Straßen fahren, sondern auch wie ein Boot im Wasser schwimmen15.

Rikscha: In den meisten Städten werden Rikscha-Fahrten angeboten. Im Gegensatz zur Pferdekutsche wird dieses Gefährt von einem Menschen über Pedale angetrieben.

Segway: Viele Städte bieten einen Segway-Verleih an. Die Fahrzeuge können dabei nicht nur ausgeliehen werden, es werden auch geführte Touren angeboten.

Zu Fuß: Gerade in Städten wie Wien sind viele Sehenswürdigkeiten fußläufig sehr gut erreichbar und der Einsatz von Fahrzeugen gar nicht notwendig. Oftmals werden auch geführte Spaziergänge angeboten.

Öffentliche Verkehrsmittel: In allen größeren Städten gibt es öffentliche Verkehrsmittel, die es Tourist:innen erlauben, sich zu niedrigen Preisen durch die Stadt zu bewegen. Auch Fahrräder und Scooter können immer häufiger und unkomplizierter ausgeliehen werden.

Quellen

1 Mit dem Fiaker durch Wien

2 Fiaker - Salzburgwiki

3 Fiaker

4 Stadt Salzburg Live

5 Erstmals hitzefrei für Fiakerpferde

6 Erklärung zur Pferdekennzeichnung

7 Fiakerfahrer: „Machen aus den Pferden Leberkäse“

8 Fiaker (Kutsche)

9 Fiaker Gritscher: Geschichte

10 Batterie statt Pferde: E-Fiaker auf Werbetour

11 Elektro Fiaker jetzt auch bald in Wien?

12 E-Oldtimer Stadtrundfahrten

13 Hop On Hop Off: Rundfahrten in Salzburg

14 Sightseeing mit der Tram

15 Amphibienbus: Rundfahrten in Salzburg

16 Feige, K.; Fürst, A.; Wehrli Eser, M. (2012): Auswirkungen von Haltung, Fütterung und Nutzung auf die Pferdegesundheit unter besonderer Berücksichtigung respiratorischer und gastrointestinaler Krankheiten.

17 Brade, W.; Distl, O.; Sieme, H.; und Zeyner, A. (HRSG.) (2011): Pferdezucht, -haltung und -fütterung. Empfehlungen für die Praxis. Landbauforschung. Sonderheft 353. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut.

18 Warum die Beschaffenheit des Bodens so wichtig ist

19 Hitzefrei für Salzburgs Fiaker-Pferde

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