ÖVP-Landwirtschaft nach wie vor zu keiner
Lösung für eine verfassungskonforme Neuregelung
der Haltung von Mutterschweinen bereit
Während in Graz Kammerpräsident Wlodkowski
sich wenigstens den Standpunkt der TierschützerInnen
angehört hat, lehnt ÖVP-Tierschutzsprecher Essl
in Salzburg dezidiert jedes Gespräch ab. Die
Blockade der Salzburger Landwirtschaftskammer
ist auch noch voll im Gange: Sechs Personen
besetzen das Büro des Kammerpräsidenten Essl,
indem sie sich mit Bügelschlössern um den Hals
aneinandergekettet haben. Der Eingang wird durch
zwei AktivistInnen und Holzkeile blockiert.
Und ein sechs Meter hoher Tripod macht die Nutzung
der Zu- und Abfahrt zum Parkplatz der Landwirtschaftkammer
unmöglich.
„Wir fordern ein demokratisches Verhalten der
ÖVP ein.“ erläutert DDr. Martin Balluch. „Wir
als VertreterInnen der Interessen der betroffenen
Schweine müssen in die Verhandlungen eingebunden
werden. Alles andere ist eine Farce. Es kann
nicht sein, dass nur die TiernutzerInnen mitreden
dürfen.“
Die Salzburger Landwirtschaftskammer lehnt
gegenüber den TierschützerInnen vorort bisher
dezidiert ab, sich dafür auszusprechen, dass
auch der Tierschutz in die Diskussionen um ein
Verbot der Kastenstände eingebunden wird.
Wie Wlodkowski heute im Gespräch mit den TierschützerInnen
in Graz bestätigt hat, ist die ÖVP-Schweineindustrie
zu keinerlei Einschränkung der Nutzung von Kastenständen
in der Säugeperiode der Ferkel bereit. Das aber
ist sowohl von der Volksanwaltschaft als auch
von Seite des Tierschutzes die zentrale Forderung.






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