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Petition: Schluss mit der Hühnerquälerei bei der Eierproduktion!

KEIN EI mit 3 oder 2! 6,7 Millionen Hennen legen jährlich 2 Milliarden Eier in Österreich. Die Österreicher_innen essen circa 239 Eier pro Jahr.

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Der Petitionstext zum Ausdruck.

Legehennen sind gezüchtet zu Hochleistungs- Eiproduzentinnen. Aber auf die Bedürfnisse der Tiere wird dabei keinerlei Rücksicht genommen.

Circa 64 % aller Legehennen in Österreich leben in Bodenhaltungen, wo sie sehr wenig Platz haben und niemals an die Sonne kommen.

Die Brüder der Legehennen werden als unnützes Nebenprodukt der Eierindustrie als sogenannte Eintagskücken sofort nach dem Schlüpfen entsorgt – sie werden entweder geschreddert oder vergast.

Noch immer werden Eier aus Käfighaltungen aus der EU oder aus Drittstaaten in Produkten verarbeitet. Für die Komsument_innen ist das Haltungssystem der im Produkt enthaltenen Eier meist nicht zu erkennen. Auch in der Gastronomie werden Käfigeier noch immer verarbeitet!

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN (VGT) fordert daher im Namen der unterzeichnenden Personen:

Diese Petition richtet sich an die Österreichische Bundesregierung.

Schluss mit dem Töten der männlichen Kücken – hin zur Geschlechtererkennung im Ei, oder hin zum Einsatz von Zweinutzungsrassen!

Gut 19,2 Millionen Legehühner schlüpften 2018 in Österreich, rund die Hälfte davon starb bereits am ersten Tag nach dem Schlupf. Es ist immer noch Praxis in der konventionellen Eierproduktion, die männlichen Kücken direkt nach dem Schlupf zu zerkleinern oder zu ersticken. Mehr als 9,6 Millionen männlicher Hühnerbabys werden so jedes Jahr in Österreich getötet.

Zweinutzungsrassen sind Hühner, die sich als Lege- und Masthuhn gleichermaßen eignen, d.h die Hennen legen viele Eier (aber weniger als die Hybridrassen) und die männlichen Tiere setzen Fleisch an (aber weniger als die Hybrid-Masthuhnrassen). Somit dürfen die Hahnenkücken wenigstens einige Wochen leben.

Schluss mit der Zucht auf mehr Legeleistung – hin zum Einsatz von Zweinutzungsrassen!

Sämtliche Hühnerproduktion in Österreich erfolgt mittlerweile über hochspezialisierte Zuchtlinien: Mastlinien für die Fleischproduktion und Legerassen für die Eierzeugung. Beide Linien können aus Tierschutzsicht als Qualzuchten bezeichnet werden. Während Masthühner durch die extrem schnelle Gewichtszunahme leiden, werden die Körper von weiblichen Legehühnern vor allem durch den hohen Legedruck ausgelaugt. Im Schnitt legen sie 330 Eier jährlich. Diese unnatürliche Leistung (ursprünglich legten Hühner nur rund 12 Eier pro Jahr) führt durch den hohen Kalziumverbrauch häufig zu Knochenschäden und Osteoporosesymptomen.

Die Entwicklung hin zur Zweinutzungsrasse ist ein Schritt weg von der Qualzucht. Das bedeutet, dass Legehennen nur 70 % der Legeleistung der Turborassen haben und ihre männlichen Brüder mit 3 kg Fleischansatz nach 95 Tagen Mast statt mit 2 kg nach 35 Tagen getötet werden. Sowohl Hennen als auch Hähne profitierten von dieser Entwicklung, stehen sie doch deutlich weniger unter Stress, sind viel gesünder, agiler und offensichtlich fröhlicher.

Jegliche Rückzüchtung der enormen Legeleistung ist wünschenswert.

Schluss mit der Bodenhaltung! Kein Ei mit 2!

Es ist ein generelles Verbot der Bodenhaltung anzustreben und als erste Schritte:

  • Verbot von käfigartigen Volierensystemen in Bodenhaltungen!
  • Verpflichtende Außenscharrräume in Bodenhaltungen!

In vielen Bodenhaltungen gibt es sogenannte Volieren – eine Art offener Käfig, der es erlaubt, die Tiere auf mehreren Ebenen übereinander anzuordnen, womit auch mehr Tiere auf weniger Platz passen. Das bedeutet aber auch, dass die Tiere auch in dieser Haltungsform oft in Käfigen sitzen, aus denen es meist nur in der untersten Ebene einen Ausgang zum Boden gibt. Oftmals ist ihnen der Weg dorthin durch Artgenossinnen versperrt und durch die Fütterung im Bereich der Käfige werden sie dazu angehalten, oben zu bleiben. Die Bewegungsfreiheit wird durch dieses Aufstallungssystem stark eingeschränkt.

Dieses Haltungssystem hat zusätzlich Auswirkungen auf die Knochendichte der Tiere. Je weniger Bewegungsfreiheit die Hennen haben, umso eher erleiden sie im Laufe ihres Lebens Knochenbrüche. Studien haben gezeigt, dass die Tiere am wenigsten Probleme mit den Knochen bekommen, wenn es ihnen in der Haltung möglich ist, aufzufliegen, was in der Bodenhaltung durch den Platzmangel und die Verwendung von käfigartigen Volieren meist nicht möglich ist.

Durch den Mangel an natürlichem Licht bei Bodenhaltungssystemen können die Hennen weniger Vitamin D erzeugen und sind daher auf eine Zufütterung angewiesen. Ein Mangel an Vitamin D kann zu Krankheiten wie Osteoporose führen, was wiederum die Gefahr für Knochenbrüche erhöht. Außerdem haben die Tiere eine höhere Flackerfusionsfrequenz als der Mensch, das heißt sie sehen mehr Bilder pro Sekunde. Das heißt, dass normales elektrisches Licht von Hennen oft als flackernd wahrgenommen wird, was die Tiere nervös macht und ihr Verhalten negativ beeinflusst. Ein Außenscharrraum oder Außenklimabereich ist laut österreichischem Tierschutzgesetz ein befestigter, eingestreuter, überdachter und abgegrenzter Außenbereich, der auf mindestens einer Seite nur durch Gitter oder Windnetze begrenzt ist. Hühner würden sehr profitieren, da sie durch den zusätzlichen Bereich mehr Platz bekommen und zudem für frische Luft und Sonnenlicht genießen können.

Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Eier – weg von versteckten Tierqualprodukten!

In vielen Produkten werden Eier verarbeitet. Meist werden hier Eier aus Käfighaltungen genommen, da diese billiger sind als Eier aus anderen Haltungsformen. Auf den Packungen kann man aber nicht herauslesen, wie die Hennen gelebt haben, deren Eier verarbeitet werden. Die Verschleierungstaktik, die der Lebensmittelhandel verteidigt, muss ein Ende haben! Sie schadet Österreich und sie schadet den Tieren. Die Konsument_innen haben ein Recht darauf, zu erfahren, was in den Produkten, die sie kaufen, enthalten ist. Dazu gehört auch die Herkunft der Eier nach Haltungsart. Nur so ist eine mündige Kaufentscheidung möglich!

Käfighaltungseier raus aus der Gastronomie!

Gerade in der Gastronomie werden viele Eier verarbeitet – sehr oft werden hier Käfigeier verwendet, falls nicht als Schaleneier, dann als Flüssigei oder Eipulver.

Etwa 40 % der Eier werden in der Gastronomie verwendet, somit liegt hier der größte Absatzmarkt.

Die Österreicher_innen lehnen Käfighaltung und das Tierleid der dort lebenden Hennen ab, deshalb wurde diese Haltungsform – auch dank massiver Kampagnenarbeit des VGT- in Österreich einstimmig verboten. Nun fordern wir die Gastronomie auf, umzudenken und Käfigeier aus ihren Küchen zu verbannen!

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