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VGT zu FairHof: mit Siegel zwischen Bio und konventionell beschreitet Hofer neue Wege

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.02.2017)

Wien, 23.02.2017

VGT hofft allerdings, dass in Zukunft neben Mastschweinen auch die Zucht einbezogen wird, sodass die betäubungslose Kastration der Ferkel und der Kastenstand unterbunden werden können

Die Tierschutzentwicklung in der Schweinehaltung steht still. Das vom VGT erreichte Kastenstandverbot 2012 tritt erst 21 (!) Jahre später, nämlich 2033, in Kraft. Bisher wurden noch keine der neuen Abferkelsysteme ohne Kastenstand in Schweinebetrieben eingebaut. Der VGT fordert auch schon seit langem ein Ende der betäubungslosen Kastration von Ferkeln, aber über eine postoperative Schmerzbehandlung, die den Akutschmerz überhaupt nicht betrifft, sind wir nicht hinaus gekommen. Und der VGT protestiert seit geraumer Zeit gegen die Vollspaltenböden ohne Stroheinstreu, in denen die Tiere auf hartem Boden mit scharfen Kanten über ihrem eigenen Kot liegen müssen, in unfassbar großer Enge. Auch hier ist keinerlei verbesserte Entwicklung absehbar.

In dieser Situation ist Hofer nun bereit, ein neues Gütesiegel zwischen der Biohaltung, die ja nur im kleinsten Prozentbereich realisiert wird, und der konventionellen Schweinemast am absoluten Minimum der EU-Vorschriften, einzuführen. In der Schweinehaltung ist Österreich Schlusslicht in der EU. Und deswegen ist das neue, innovative Gütesiegel FairHof von Hofer ein Hoffnungsschimmer. Es betrifft lediglich die Schweinemast, schreibt dort aber - doppelten Platz - planbefestigte Bereiche mit Stroheinstreu und - einen Auslauf ins Freie vor.

Zusätzlich ist die Transportzeit zum Schlachthof auf 4 Stunden begrenzt. Unter Vertrag stehen nur Mastbetriebe, sie müssen sich jährlich mindestens einmal überraschend von der Tierschutz-Kontrollstelle überprüfen lassen. Sollte sich diese Linie am Markt etablieren, wäre ein echter Fortschritt geschafft, der für die Zukunft in der Schweinemast die Weichen stellen könnte.

Doch bei diesem Standard darf nicht stehen geblieben werden. Als nächstes muss man die Zucht in das Gütesiegel einbeziehen. Vorgeschrieben müssen dann unbedingt die freie Abferkelung ohne Kastenstand und das Verbot der betäubungslosen Kastration werden. Diese Forderungen sind von Tierschutzseite her zentral, um den Schweinen wenigstens das schlimmste Leid zu ersparen. Doch die Zeit ist reif für diese Entwicklung und Studien zeigen, dass zumindest 20 % der Bevölkerung auch bereit sind, für ein verbessertes Tierwohl deutlich mehr zu bezahlen.

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