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Besorgte Tierfreundin besucht täglich verwaiste Zirkustiere

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.03.2021)

Breitenfurt, NÖ, 10.03.2021

In diesen seltsamen Zeiten der Pandemie haben Zirkusse keine regulären Einnahmen und vernachlässigen „ihre“ Tiere ganz besonders

Die besorgte Tierfreundin entdeckte den Circus Candy, der zurzeit seine Zelte in Breitenfurt aufgeschlagen hat, bei einem Spaziergang. Daraufhin ging sie ab Anfang Oktober zwei Monate lang mehrmals wöchentlich zum Gelände an der Hauptstraße 128, auf dem die Tiere nicht artgerecht gehalten werden, um nach ihnen zu sehen. Weit über ein dutzend Mal war die Tierfreundin vor Ort und entdeckte kein einziges Mal einen Menschen, der sich um die Tiere gekümmert hätte.

Es ist also auch kein Wunder, dass der Außenbereich, auf dem die Kamele gehalten werden, völlig verdreckt ist. Verteilt liegen auf dem Gelände Mistsäcke, Plastiksäcke, Schnüre, diverser offener Müll und generell viel Unrat herum. Zum Aufräumen kommen die Zirkusbetreiber:innen offensichtlich nicht. Das ist aber ein Problem, da sich an dem Müll die Tiere äußere Verletzungen zuziehen können oder Probleme bekommen können, wenn sie etwa die Schnüre verschlucken. Es wurde sogar ein Kamel entdeckt, dessen Knie verletzt scheint. Hier müsste ein Tierarzt/eine Tierärztin gerufen werden!

Noch schlechter geht es den anderen Tieren. Alle anderen außer den Kamelen wurden von der Tierfreundin an keinem einzigen (!) Zeitpunkt außerhalb ihrer kleinen Gehege gesehen, obwohl die Tierschutz-Zirkusverordnung vorsieht, dass Zirkustieren täglich die Möglichkeit zur freien Bewegung in der Außenanlage gegeben werden muss.

Wie jede:r Gewerbetreibende:r in diesen Zeiten haben auch Zirkusse mit Einnahmeneinbußen zu kämpfen. Das ist aber kein Grund, die Zirkustiere zu vernachlässigen! Es gibt „Zirkusdirektoren“, die versuchen, durch Betteln zu Geld zu kommen, wobei sie dazu aber wieder Tiere missbrauchen. Aber auch das ist natürlich keine tiergerechte Lösung.

VGT-Campaignerin Heidi Lacroix kommt zu dem einzig richtigen Schluss: Die Zirkusse sind weder in diesen schwierigen Zeiten von Corona noch zu ‚normalen‘ Zeiten in der Lage, sich ordentlich um ihre Tiere zu kümmern. Tiere werden vernachlässigt oder zum Betteln geschickt. Mit alledem muss endgültig Schluss sein! Gleichzeitig richtet Heidi Lacroix einen Appell an die Zirkusbetreiber:innen: Ihr macht auf dem Trapez oder auf dem Einrad so schöne und lustige Nummern. Lasst doch endlich die Tiere frei.

Der VGT wird sich weiterhin für tierfreie Zirkusse einsetzen, denn ein Zirkus bedeutet für die Tiere immer Tierqual!


Pressefotos zum Download (Copyright: VGT.at)

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