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VGT-Aktion: Rinder tragen ihren Vollspaltenboden durch die Wiener Mariahilfer Straße

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (26.07.2023)

Wien, 26.07.2023

70 % der Mastrinder Österreichs müssen auf einstreulosem Betonboden mit scharfkantigen Spalten, dem sogenannten Vollspaltenboden, leben

Bei Schweinen wurde der Vollspaltenboden zum Begriff, doch bei Mastrindern ist er genauso häufig und da leiden die Tiere mindestens ebenso darunter, auch wenn sie sich nicht blutig beißen, wie die Schweine. Vielleicht geht deshalb das Leid der Mastrinder auf Vollspaltenboden in der öffentlichen Wahrnehmung unter. Die genügsamen Tiere mit ihren großen Augen und ihrer feuchten Nase leiden stumm. Man muss schon genau hinsehen, um zu bemerken, dass sie auf Vollspaltenboden viel schwerer und langsamer aufstehen und sich niederlegen als auf Stroh, dass sie geschwollene Gelenke haben und lahmen. Gerade Letzteres ist in den engen Buchten nicht leicht erkennbar. Die Mastrinder ertragen den Vollspaltenboden ohne ersichtlichen Protest, deshalb muss diesen Protest jemand für sie übernehmen. Heute zogen als Rinder verkleidete VGT-Aktivist:innen durch die Wiener Mariahilfer Straße. Am Rücken trugen sie jeweils einen Vollspaltenboden, um symbolisch darauf hinzuweisen, was die Tiere da (er)tragen müssen.
 

Zur Petition


VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Wir müssen jetzt das Leid der Mastrinder auf die Agenda setzen. Im Tierschutz ist keine Zeit, auszuruhen und zu sagen, wir hatten eine Reform, jetzt kann nichts mehr hinzugefügt werden. Wo Tiere leiden, muss die Praxis geändert werden und wir hätten dazu viele Möglichkeiten. Der Handel könnte von sich aus tätig werden, die Branche ebenso und auch der Gesetzgeber wäre dazu in der Lage. Es braucht nur ein bisschen guten Willen und ein Problembewusstsein, das der VGT hoffentlich auch bei den Verantwortlichen mit dieser unserer heutigen Aktion geschaffen hat.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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