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VGT-Demo vor Tiergarten Schönbrunn: Artgerecht ist nur die Freiheit

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.03.2024)

Wien, 18.03.2024

Tag der Zoo-Gefangenschaft am Dienstag: Tierschutz macht auf Tierleid hinter Gittern aufmerksam

Morgen Dienstag ist der Tag zur Abschaffung von Zoo-Gefangenschaft. Ins Leben gerufen wurde der Tag, der daran erinnern soll, wie viele Tiere hintern Gittern oder Glaswänden leiden, von der Initiative EndZoo. Anlass war der Tod von Eisbär Knut, der vor 13 Jahren vor den Augen der Besucher:innen des Berliner Zoos in Gefangenschaft starb. Um auf die vielfältigen Missstände auch in österreichischen Zoos hinzuweisen, demonstrieren Aktivist:innen des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN heute symbolhaft vor dem Zugang zum Tiergarten Schönbrunn. Sie tragen Tiermasken, halten Schilder und Transparente und klären die Besucher:innen über die häufig artwidrigen Lebensbedingungen der Tiere in solchen Einrichtungen auf.

VGT-Campaigner Georg Prinz ist vor Ort: Wir protestieren dagegen, dass "Zootiere" zu unserer Belustigung eingesperrt werden. Sie haben nur einen Bruchteil ihres natürlichen Lebensraums zur Verfügung, können sich ihre Sozialpartner:innen nicht aussuchen, sind den Augen der Besucher:innen meist schutzlos ausgeliefert, und leiden teilweise sogar unter Verhaltensstörungen oder Depressionen. Dass in den Besucher:innen-Restaurants Fleisch angeboten wird, für dessen Produktion der Lebensraum der hier eingesperrten Tiere weiter vernichtet wird, ist geradezu absurd.

Häufig sind die Tiere, die in Zoos zur Unterhaltung eingesperrt gehalten werden, die unmittelbaren Nachkommen wildlebender Tiere, die der Freiheit entrissen wurden, um mit ihnen Profit zu machen. Oder sie haben selbst einst in Freiheit gelebt. Dem müßigen Argument der Zoo-Betreiber:innen, man würde die Tiere aus Artenschutzgründen gefangen halten, widerspricht Prinz: Die Mehrheit der Tiere, die in Zoos ausgestellt werden, ist nicht vom Aussterben bedroht. Sie sind Besucher:innen-Magneten und sollen die Kassen klingen lassen. Süße Tierbabys locken zahlende Gäste an, und stetig wird weiter gezüchtet.

Immer häufiger geraten Zoos auch in die Kritik, weil sie Tiere einfach töten oder an andere Zoobewohner:innen verfüttern. Deutsche Tierschützer:innen haben kürzlich vor den Toren des Nürnberger Zoos demonstriert, der "überschüssige" Paviane einschläfern lassen will.

Der VGT appelliert an Erziehungsberechtigte, Einrichtungen zu besuchen, die sich der Pflege und dem Schutz verletzter oder verwaister Tiere widmen oder mit den Kindern Ausflüge in die Natur zu unternehmen, wo wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden können.

Mehr Infos unter  Zoo Fakten

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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