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Vegan Earth Day 2024: VGT-Aktion für pflanzliche Ernährungswende

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.04.2024)

Wien, 22.04.2024

Ein als Fleischhauer verkleideter Feuerspeier lässt die Erde in Flammen aufgehen

Anlässlich des heutigen Tages der Erde am 22. April 2024 veranstaltete der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN gestern gemeinsam mit den Vegans for Future eine Aktion am Stephansplatz, um auf die Klimaschädlichkeit von Tierprodukten aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck ließ ein als Schlachter verkleideter Feuerspeier eine Erdkugel in Flammen aufgehen. Dadurch soll veranschaulicht werden, dass die Produktion von Fleisch und anderen tierlichen Lebensmittel maßgeblich für die Erderhitzung verantwortlich ist. Alle an der Aktion beteiligten Menschen und Vereine fordern die unverzügliche Umsetzung einer pflanzlichen Ernährungswende, um die Klimakrise einzudämmen. Der ORF war mit einem Filmteam vor Ort und hat die Aktion medial begleitet. Ausgestrahlt wird sie im Zuge der Sendung Am Schauplatz am Donnerstag, den 16. Mai 2024 um 21:04 auf ORF 2.

Obwohl die Klimaschädlichkeit von Tierprodukten längst bekannt ist, sind die Ernährungsgewohnheiten hierzulande immer noch viel zu fleisch- und milchlastig. Wir Menschen essen fast vier Mal soviel Fleisch, wie nach der Planetary Health Diet 1 noch verträglich wäre. Österreich erreichte heuer als erstes Land in ganz Europa den Meat Exhaustion Day schon am 7. April. Das ist der Tag, an dem der maximal empfohlene jährliche Fleischkonsum erreicht ist. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die ÖVP, die nach wie vor vehement die Notwendigkeit von Tierprodukten propagiert und gegen eine pflanzliche Ernährungswende arbeitet. Deutlich wird das zum Beispiel an den Agrarsubventionen, die zum Großteil in die Tierproduktion fließen oder auch an der steuerlichen Benachteiligung von pflanzlicher Milch gegenüber Tiermilch.

Würden sich alle Menschen in Österreich pflanzlich ernähren, könnten wir 70 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen einsparen. Hingegen ließen sich durch eine bundesweite Reduktion des Konsums tierlicher Produkte auf die von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Menge nur 28 % einsparen. Bei vegetarischer Ernährung wären es 48 % weniger durch die Ernährung verursachte Emissionen.2 Fest steht: Ohne eine pflanzliche Ernährungswende können wir das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5° C zu begrenzen, nicht erreichen, selbst wenn alle Treibhausgasemittenten aus anderen Sektoren von heute auf morgen wegfallen würden.

Zur Petition

VGT Klima-Campaignerin Isabell Eckl: Unser Planet steht in Flammen und die Tierindustrie ist maßgeblich dafür verantwortlich. Die derzeitige Agrarpolitik verringert die Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft mit jedem Tag ein Stück mehr. Die Regierung muss endlich damit aufhören, literweise Öl ins Feuer zu gießen. Es ist höchste Zeit, die Weichen für eine ökologisch verträgliche pflanzliche Ernährungswende zu stellen. Die Lösungen liegen längst auf dem Tisch.

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN fordert die Regierung in einer Petition dazu auf, dringend notwendige Maßnahmen gegen die Klimakrise im Bereich Landwirtschaft und Ernährung zu ergreifen. Förderungen an konventionelle Tiernutzungsbetriebe müssen schrittweise reduziert und Neubauten von solchen unterbunden werden. Stattdessen sollen diese und andere Betriebe durch finanzielle Anreize zu einem Umstieg auf die Lebensmittelproduktion aus Pflanzen oder alternativen Proteinquellen, wie zellkultiviertes Fleisch, motiviert und unterstützt werden.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

Quellen

  1. Ein von der EAT-Lancet Kommission ausgearbeiteter Speiseplan, der gesund, Klima- und Umwelt-verträglich ist.
  2. Schlatzer, M.., Lindenthal, T. (2022): Die Auswirkungen einer Reduktion des Fleischkonsums auf Tierhaltung, Tierwohl und Klima in Österreich – unter Berücksichtigung eines 100% Bio-Szenarios. Studie im Auftrag von Vier Pfoten, Wien 2022

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