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Tierschützerin beginnt in Graz 24 Stunden auf „Vollspaltenboden Neu“ für Schweine

Graz, 29.08.2025

Ab 2038 soll dieser neue Boden den angeblich so großartigen Standard in Österreich für alle Schweinebetriebe vorgeben – wir dürfen auf den Erfahrungsbericht gespannt sein

„Gruppenhaltung Neu“ statt Vollspaltenboden, und das „bereits“ ab 2038, flöten Bundesregierung und Schweinebranche im Chor. Dass es sich dabei um alles andere als ein Ende des Vollspaltenbodens handelt, wird geflissentlich verschwiegen. Nur der Tierschutz klärt auf. Der „neue“ Boden ist ein Vollspaltenboden wie eh und je und ist vom bisherigen Vollspaltenboden nur bei genauerem Hinsehen zu unterscheiden. Mit diesem „Firlefanz“ soll lediglich die Bevölkerung verwirrt werden, weil man partout vom Vollspaltenboden nicht abweichen will. Obwohl Schweden mit einem Verbot des Vollspaltenbodens, einer verpflichtenden Stroheinstreu und 85 % Selbstversorgung bei Schweinefleisch vormacht, wie es gehen könnte.

In Graz testet jetzt eine Tierschützerin die Behauptung der Regierung. Sie verbringt 24 Stunden auf dieser neuen Version des Vollspaltenbodens, bei der sich auf einem Drittel der Bodenfläche nur die Hälfte der Spalten befinden, auf den restlichen zwei Drittel ist alles beim Alten. Und der angebliche so große und relevante Zuwachs an Platzangebot ist bei der Aktion jetzt in Graz ebenfalls berücksichtigt: die Tierschützerin wird sich auf eine Fläche von 0,65 m² beschränken, was im neuen Standard ab 2038 für Schweine bis 85 kg ausreichen muss.

Tierschützerin Vivien dazu: „Ich erwarte mir von den 24 Stunden auf dem Vollspaltenboden, dass es eine sehr anstrengende Zeit wird. Als die Betonplatten am Boden ausgelegt wurden, war ich sehr erstaunt darüber, wie wenig Platz mir - und damit auch 70% der Schweine in österreichischen Mastbetrieben ab 2038 (!) – zur Verfügung stehen wird. Bei der Protestaktion soll es aber vor allen Dingen nicht vorrangig um mein Wohlbefinden gehen, sondern insbesondere darum, der Bevölkerung zu zeigen, dass der Vollspaltenboden nach wie vor erlaubt sein wird und die Änderung unserer Regierung im Tierschutzgesetz nur eine Scheinverbesserung für die Schweine darstellt. Die Tiere werden auch nach 2038 tagein, tagaus, völlig unverändert leiden.“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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