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Bad Goisern: Graffiti-Künstler Raffael Strasser malt flüchtenden Singvogel auf Häuserwand

Bad Goisern, 24.11.2025

Video zeigt die Kunstaktion – Fangsaison im oö Salzkammergut hat teilweise bereits letzten Sonntag geendet, teilweise endet sie morgen und spätestens kommenden Sonntag

Endlich kehrt wieder Ruhe ein, in die Berge des oberösterr. Salzkammerguts. Die unselige und völlig unnötige Jagd auf Singvögel nimmt ihr Ende. Wieviele tausend Vögel jetzt in Käfigen oder winzigen Volieren statt in Freiheit ihr Leben fristen müssen, wissen vermutlich nicht einmal die Vogelfangvereine. Besonders tragisch ist das Schicksal der Gimpel. Diese Singvögel bilden lebenslange monogame Paarbindungen, sogenannte Brutehen. Wenn nun einer der beiden Partner:innen gefangen wurde, reißt das eine lebenslange Liebe auseinander und der zurückgebliebene Teil dieser Partnerschaft bleibt in seinem Leid allein. Eine der vielen Brutalitäten bei dieser total anachronistischen „Tradition“.

Deshalb hat der Graffiti-Künstler Raffael Strasser, der schon durch zahlreiche Malereien im öffentlichen Raum zum Thema Tierschutz, die auch momentan im Wien-Museum in der Fleischausstellung zu sehen sind, bekannt geworden ist, nun eine Häuserwand in Bad Goisern, im Zentrum des Vogelfanggebiets, bemalt. Zu sehen ist ein Gimpel, der durch aufgebrochene Käfiggitterstäbe in die Freiheit entkommt. Die Kunstaktion ist in einem Video festgehalten worden.

Das Video: Ein Wandbild gegen den Singvogelfang

Die Vogelfangsaison für den ÖBF-Grundbesitz bei Ebensee endete am Sonntag vor Kathrein, also gestern. Im ÖBF-Gebiet um Hallstatt darf noch bis morgen gefangen werden. Und die von den BHs ausgestellten Fanggenehmigungen laufen mit dem 30. November aus.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Mit dem Ende der Fangsaison kann die Natur wieder aufatmen. Dass trotz des starken Rückgangs der Vogelpopulationen völlig sinnloser und unnötiger Weise diese Tiere weiterhin gefangen werden dürfen, ist völlig unbegreiflich. Abgesehen von diesem Artenschutzaspekt, ist uns im Tierschutz natürlich das Schicksal jedes Einzeltiers wichtig. Wie fühlt sich ein Gimpel, dessen Partner gefangen wurde? Wie fühlt sich der gefangene Gimpel, der nie wieder zu seiner Partnerin kann? Da wird über die Gefühle dieser Tiere drüber gefahren, als wären sie Sachen ohne Emotionen. Besonders hart ist das Schicksal der mindestens 3000 Lockvögel, die lebenslang gefangen bleiben und in den 2 ½ Monaten der Fangsaison ständig in winzigen Käfigen im Rucksack hin- und her getragen und an Bäumen aufgehängt werden! Wann wird die Menschheit endlich vernünftig und erkennt, was sie den Tieren antut?“

Eine Petition des VGT wurde bereits von über 3.000 Personen unterzeichnet. 

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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