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Auge eines Schweines.

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Wien, 12.05.2026

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

Wir erinnern uns: Mitte November 2025 deckte der VGT durch zugespieltes Filmmaterial schwere Missstände in der Schweinefabrik Hardegg im Norden von NÖ auf. Man sieht einen Arbeiter Schweinen ins Gesicht urinieren, eine Arbeiterin schlägt in Kastenständen fixierte Schweinemütter mit Stöcken und Metallhaken, und ein Mitarbeiter wiederum teilt gegen die Schweine Elektroschocks aus. Zusätzlich kamen auch zahlreiche Verletzungen der mehrheitlich auf Vollspaltenboden gehaltenen Schweine dieses AMA Vorzeigebetriebs ans Tageslicht. Gegen diese Veröffentlichung durch den VGT wandte sich der Besitzer Maximilian Hardegg u.a. mit den Worten, es handle sich beim VGT um eine „terroristische Vereinigung“, die „mit unseriösen Mitteln“ arbeite und von der es unverständlich sei, „dass Medien diesem Verein immer noch glauben“. Da Hardegg auf Bitte des VGT nicht bereit war, diese Anschuldigungen zurück zu ziehen, musste Klage auf Unterlassung eingereicht werden. Hardegg verteidigte sich vor Gericht damit, dass das nur seine Meinung im Sinne eines Werturteils gewesen wäre. Dem schoben das Handelsgericht Wien und im Rekurs das Oberlandesgericht Wien in der Verhandlung zur Einstweiligen Verfügung einen Riegel vor. Jetzt hat das Handelsgericht Wien auch in der Klage entschieden. Hardegg muss seine Aussage widerrufen und dem VGT € 5.423,48 bezahlen sowie seine eigenen Kosten tragen. Hardegg hat das Urteil anerkannt, es ist damit rechtskräftig.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „In Zeiten wie diesen ist so ein Urteil sehr wichtig. Die FPÖ versucht, wo sie kann, NGOs zu desavouieren und ihnen ihre Legitimität zu entziehen. Selbst Bürgerinitiativen werden von diesen Angriffen der FPÖ nicht verschont. Völlig falsche Behauptungen zu Förderungen sollen diese Angriffe unterbuttern. In diese Kerbe schlug auch Hardegg, als er den VGT als terroristische Vereinigung bezeichnete und die Medien aufforderte, uns nichts mehr zu glauben. Das Urteil des Handelsgerichts Wien dazu ist jetzt ein wichtiges Signal. Unsere Arbeit, und die Arbeit der Zivilgesellschaft in Österreich allgemeiner, ist nicht nur seriös, sondern auch sehr wichtig als Korrektiv in der Demokratie. Aber genau darum gehts den Mächtigen und dem rechten Populismus: es soll kein solches Korrektiv geben. Wie man bei Orban gesehen hat, der eine Vendetta gegen alle zivilgesellschaftlichen Organisationen geführt und sie als ‚Wanzen‘ bezeichnet hatte, zerfällt die Demokratie ohne NGOs und die autokratischen Machthaber werden ungebremst korrupt. Orban ist explizit Vorbild der FPÖ, seine illiberale Gesellschaft ist das genannte Ziel von Kickl. Das Urteil gegen Hardegg ist ein Signal, dass wir dieser geplanten Zerstörung unserer Gesellschaft unseren Widerstand entgegen setzen!“

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