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Schweinehaltung: Die verborgene Realität

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (24.05.2017)

Steiermark, 24.05.2017

Anhand eines offiziellen Vorzeigebetriebes soll hier gezeigt werden, wie große Teile der Schweinehaltung aussehen.

Alle folgenden Fotos zeigen den AMA-Gütesiegel- plus SAUGUT-Betrieb Werner Pail (Obmann Saugut) in der Steiermark.
Fotos vom Betrieb findet man auf der Vereinsseite "saugut.at" und der fb-Seite von SAUGUT vergebens.

Hier eine Auswahl diverser Problembereiche:

In diesen Gebäuden leben etwa 1000 Mastschweine. Links der ältere Teil, rechts die neuere Halle.

Etwa 40 Schweine leben hier in einer Gruppe. Sie sind kotverschmiert.

Der Raum ist dunkel, da die wenigen Fenster sich nahe der Decke befinden. Das Licht kommt durch einen Schacht nur indirekt in den Raum, wie in einem Keller. Ab dem Nachmittag ist es fast stockdunkel. Unter dem linken Fenster ist ein gelber Haufen Fliegengift und tote Fliegen zu sehen.

Teilweise ist Stroh in einer Raufe vorhanden, aber das Foto zeigt: dieses Stroh aus den länglichen Löchern herauszuholen ist schwierig, weshalb es praktisch nicht genutzt wird.

Die Strohraufe im Raum nebenan ist vollkommen leer.

Diese Tiere kommen als AMA-Gütesiegelfleisch ins Kühlregal ....

Ein Bild einer Langzeit-Videoaufnahme: die Schweine liegen den größten Teil der Zeit herum, mehr als 22 Stunden pro Tag!. Sie leben in einem trostlosen, lebensfeindlichem Umfeld. Keine Umweltreize, nur umgeben von den LeidensgenossInnen. Das Video zeigt: die Strohraufe wird de facto nicht genutzt.

So liegen die Tiere die meiste Zeit in und über ihren eigenen, stinkenden Exkrementen.

Im ORF-Video (Steiermark heute vom April 2017) sieht man Holzstücke als Beschäftigungsmaterial in Metallröhren. Hier auf dem Foto ist das Holz vollkommen kotverschmiert. Ein eindeutiger Hinweis, dass das Holz nicht abgebissen und nicht genutzt wird! Jedenfalls verliert es bald seinen Reiz und so etwas als Beschäftigungsmaterial zu bezeichnen ist absurd!

Harter Betonboden, auf dem die Schweine etwa 4 Monate lang gehen, stehen und liegen müssen. Keine weiche Unterlage, Kerker für 24 Stunden/Tag.

Betritt jemand den Stall, bewegen sich die Schweine und schauen neugierig, was passiert. Doch Besuch ist selten: nach Angaben des Herrn Pail gibt es zwei Kontrollgänge jeden Tag, ob es wirklich zwei sind bezweifeln die Tierschützer.

Das Foto stammt vom 7. Mai, 15:38. Soeben wurde das Licht ausgeschalten. Bis zum nächsten Tag sind die Schweine im Dunkeln.

AMA-Gütesiegelbetrieb: sieht so gesetzeskonformes Beschäftigungsmaterial aus?

Blick in den neuen Stall.
Im Bild rechts in der Ecke: eine Kette "zum Knabbern" (Zitat Werner Pail auf ORF Stmk), sowie ein Stückchen Holz für 40 Tiere in einer Bucht. Je größer sie werden, desto weniger der Platz dazwischen .. Das ist ihr Lebensraum. Es gibt keinen Auslauf, ausschließlich hier verbringen sie fast 4 Monate und 24 Stunden pro Tag!

 

 

Die einzigen, die sich frei bewegen können, sind die zahlreichen Kakerlaken und Fliegen.

Die Ferkelaufzucht. Hier leben die Schweine noch auf Kunststoffspalten.

Ein 5 kg-Sack Breitbandantibiotikum liegt in der Futterkammer.

Doxycyclin
Wird in in der Veterinärmedizin, aber auch der Humanmedizin verwendet. Laut Internet: "Es besitzt ein breites Wirkspektrum..." "Entsprechend seinem Wirkspektrum wird Doxycyclin zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, Infektionen des Urogenitaltrakts, Infektionen des Magen-Darm-Trakts, ..."
Laut Aufkelber ausgegeben von der Tierklinik St. Veit.

Blick in das riesige Güllebecken: unabgedeckt dampfen hier diverse Gase aus. Die unfassbaren Mengen an Kot und Urin werden gemeinsam mit den Rückständen an Medikamenten auf die Felder gespritzt und gelangen so auch ins Grundwasser.

So sehen die SAUGUT-Werbetafeln aus. Ökologische Schweinehaltung? Absurd. Mais-Monokulturen schädigen den Boden auch durch Spritzmittel. Den Sauerstoff, den der Mais produziert, brauchen die Schweine selber wieder auf. Diese Schweinehaltung ist Tierquälerei und ein ökologischer Wahnsinn.

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