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Salzburg: Befreiung aus Legebatterie voller Erfolg

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.04.2004)

Wien, 09.04.2004

VGT-AktivistInnen schritten zur Tat und zeigten einfache Alternative zur Käfighaltung auf

VGT-AktivistInnen schritten zur Tat und zeigten einfache Alternative zur Käfighaltung auf

Etwa 35 TierschützerInnen bauten kurzerhand einen Freiland Auslauf für die Hühner einer Legebatterie in Salzburg. 37 der federlosen, geschundenen Legebatterie-Hühner durften zum ersten mal in ihrem Leben Sonnenlicht, frische Luft und einen weichen natürlichen Boden unter ihren Füßen spüren. Die friedliche Kundgebung lockte viele Menschen an und stieß auf enorm positive Resonanz. Etwa um 13:00 zogen die Tierschutz-AktivistInnen wieder ab. Die befreiten Hühner konnten auf Gnadenhöfen untergebracht werden, auf denen sie nun ihr restliches Leben friedvoll und hühnergerecht verbringen können.

Bilder zur Aktion

In den frühen Morgenstunden betraten mehrere Tierschutz-AktivistInnen die Legebatterie mitten in der Stadt Salzburg. Ihr Ziel war es, zu veranschaulichen wie einfach es eigentlich wäre, den Hühnern ein besseres Leben zu ermöglichen. So nutzten sie die riesigen Wiesen rund um den Legebetrieb, um kurzerhand für die Hühner einen Frei-Auslauf einzurichten. Der aufgestellte eingezäunte Bereich wurde mit Stroh, Futter und Trinkgelegenheit versehen – drei große Unterstände konnten die Tiere als Rückzugsmöglichkeit und Schattenspender nutzen. Genau wie in der kontrollierten Freilandhaltung üblich, wurde für jedes Huhn 10 m² Raum zur Verfügung gestellt.

37 der Käfig-Hühner, die noch nie vorher Sonnenlicht, frische Luft und einen weichen natürlichen Boden unter ihren Füßen spüren durften, bekamen nun die Gelegenheit Freiheit zu erleben. Die geschundenen Tiere – federlos, mit schwer entzundenen Kloaken und über und über mit Milben befallen – erforschten anfangs noch sehr zaghaft ihre neue Umgebung. Erst im Laufe des Vormittags wurden sie langsam selbstbewusster und begannen mehr und mehr Raum für sich einzunehmen.

Die Aktion lockte eine große Anzahl von Menschen an. So kamen auch viele Eltern aus der Gegend, die ihren Kindern die Hühner zeigen wollten. Eine Reihe von Anrainern wunderte sich positiv überrascht über die plötzliche „wunderbare Verwandlung“ von der Käfig- zur Freilandhaltung. Auch die Polizei kam, stellte fest, dass kein Schaden verursacht wurde und zog wieder ab. Nur die Betreiberin der Legebatterie ließ sich nicht blicken sondern ließ ausrichten, dass sie für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung stünde.

Insgesamt 35 AktivistInnen vom "VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN" und von "RepekTiere" flankierten die neu eingerichtete Freilandhaltung mit Plakaten und Transparenten. Vom Dach der Legebatterie das von etwa 6 TierschützerInnen besetzt wurde, hing ein riesiges Transparent auf dem in großen Lettern "Stopp der ÖVP-Tierqualpolitik" zu lesen war.

"Gerade jetzt – mit dem neuen Bundestierschutzgesetz – bestünde in Österreich die Chance endlich Legebatterien endgültig abzuschaffen", meint Dr. Martin Balluch, Obmann des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN. "Die Schweiz und Deutschland haben uns vorgemacht wie das geht und bereits ein Verbot erlassen. Die große Mehrheit der österreichischen Bevölkerung will ein echtes Legebatterie-Verbot - ja selbst die Landwirte sind mehrheitlich dafür. Auch die Experten der Regierung, wie Dir. Dr. Pechlaner oder Prof. Troxler von der veterinärmedizinischen Universität, stehen voll hinter einem Käfigverbot. Trotzdem gelingt es einer kleinen Lobby innerhalb der ÖVP, allen anderen ihre Meinung aufzuoktroyieren. Ich appelliere daher an den Kanzler im Sinne der Tiere, der Vernunft und der Demokratie hier korrigierend einzuwirken."

Eines der Hühner wurde aufgrund einer schweren Fußverletzung in tierärztliche Behandlung übergeben. Die restlichen 36 befreiten Hühner werden auf Gnadenhöfen untergebracht, damit sie ihr restliches Leben so verbringen können wie es ihrer Würde angemessen ist.

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