Teilen:

100 TeilnehmerInnen an Kreuzigungsaktion für Tierrechte in Graz

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.04.2012)

Wien, 10.04.2012

Der Salzburger Tierrechtsverein RespekTiere organisierte die Kundgebung, die beim Publikum auf Zustimmung aber auch auf Kritik stieß

Der Salzburger Tierrechtsverein RespekTiere organisierte die Kundgebung, die beim Publikum auf Zustimmung aber auch auf Kritik stieß

Die Religion ist für viele Menschen von immenser Wichtigkeit, weshalb sie auch sehr sensibel auf Kritik in diesem Bereich reagieren, geht es doch um ein inneres Anliegen. Am besten ist es daher, wenn diese Kritik an einer Religionspraxis von innen heraus geschieht, wenn also Gläubige selbst ihr Anliegen artikulieren. Doch genau das ist bei dieser Kreuzigungsaktion in Graz der Fall gewesen.

Drei Aktivisten waren nur in einen Lendenschurz gekleidet und mit Kunstblut überströmt. Die Tiermasken auf ihren Gesichtern wiesen sie als Huhn, Schwein und Rind aus, jene sogenannten Nutztiere, von denen 80 Millionen allein in Österreich pro Jahr für unsere Gaumenfreuden das Leben lassen müssen – zumeist nachdem sie in Tierfabriken gehalten worden waren.

Auch in der katholischen Kirche mehren sich zunehmend kritische Stimmen dazu, selbst Kardinal Schönborn bat die Gläubigen vor kurzem, wenigstens nur noch halb so viel Fleisch wie bisher zu essen. Aber auch an den Unis Wien und Graz melden sich Professoren für katholische Theologie zu Wort und mahnen eine christliche Tierschutzethik bis zum Vegetarismus ein. Ende letzten Jahres erschien die Dissertation „Gott der Tiere“ eines katholischen Priesters, der darin fundiert für Tierschutz als christlichen Imperativ argumentiert.

Den Kreuzigungszug in Graz begleiteten 100 TierschützerInnen. Die drei Aktivisten mit Tiermasken trugen Kreuze und wurden an neuralgischen Punkten daran angefesselt. Ein Schlächter mit Peitsche trieb die drei mit großem Geschrei an. Die TierschützerInnen wollten damit deutlich machen, dass Jesus Christus auch für die Erlösung der Tiere gestorben ist, dass auch das Leid der Tiere Gott nicht kalt lässt. Diese Aktion fand jetzt bereits das 7. Jahr in Folge statt, jeweils in anderen Städten, von Wien über Salzburg und Innsbruck bis heuer in Graz. Die PassantInnen waren tief beeindruckt, wenn auch gespalten in ihrer Zustimmung. Manche teilten die Ansicht der TierschützerInnen, manche wollten darin allerdings eine Beleidigung für das Christentum sehen. Beleidigend, so versicherten die VeranstalterInnen, war diese Aktion aber sicher nicht gemeint.

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!

01.06.2026, Baden

Erstes Pflanzenmilchfest in Baden macht Lust auf mehr

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, fand am Hauptplatz in Baden bei Wien das erste Pflanzenmilchfest statt.

01.06.2026, Wien

Heute jährt sich zum 1. Mal Fehlentscheidung Regierung Schweine-Vollspaltenboden

Die echte Ablauffrist für den Vollspaltenboden bis 2040 bzw. 23 Jahre wurde abgeschafft, stattdessen ein Vollspaltenboden Neu als neuer Mindeststandard ab 2034/2038 installiert!

28.05.2026, Wien

Nachruf für den Tierrechtspionier Helmut F. Kaplan

Verfasst von DDr. Martin Balluch.

26.05.2026, Wien

Kein Tierschutz für den Afrikanischen Wels?

Immer mehr Aquakulturbetriebe in Österreich züchten Afrikanische Welse. Unzureichende Gesetze machen Tierschutzprobleme wahrscheinlich.

21.05.2026, Wien/Steiermark

VGT an Styriabrid-Obmann Kaiser: bitte lesen Sie die Verordnung zur Schweinehaltung

Josef Kaiser hatte Medien erklärt, er wüsste nicht, worauf sich der VGT beziehe; Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ist eindeutig: angenehmer Liegebereich

20.05.2026, Guntersdorf/Wien

VGT gibt echte Einblicke in den Tierschutzunterricht

Unterricht des VGT beliebt wie eh und je, Rückmeldungen von Lehrpersonen und von Kindern durchwegs positiv