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Wien, am 28.02.2019

Am 1. März ist Tag des Schweins

In Amerika wird am 1. März der National Pig Day gefeiert, ein Feiertag an dem das Schwein als eines der intelligentesten domestizierten Tiere gewürdigt wird. Und auch international gewinnt der Tag immer mehr an Bedeutung. Auf jeden Fall ein guter Grund, um sich das Leben der Schweine auch in Österreich einmal genauer anzusehen!

In Österreich werden jedes Jahr 5,2 Millionen Schweine geschlachtet. Besonders in der konventionellen Haltung steht Tierquälerei an der Tagesordnung. Das Leben der Schweine beginnt bei der Muttersau. Diese wird häufig in einem Kastenstand gehalten, ein körpergroßer Käfig, in dem sich das Tier nicht bewegen kann, außer um kurz aufzustehen oder sich hinzulegen. Das soll verhindern, dass die Mutter sich auf ihre Kinder legt und diese erdrückt. Kastenstände sind nach eine Kampagne des VGT mit einer Übergangsfrist bis 2033 verboten.

Die Ferkel werden im Alter von weniger als einer Woche betäubungslos kastriert. Das ist billiger, als jedes einzelne Tier zu betäuben und eine riesige Qual für die Tiere, denen ohne Schmerzausschaltung die Samenstränge durchgeschnitten und die Hoden entfernt werden. Auch das Kupieren, also das Abschneiden der Schwänze von Ferkeln, ist erlaubt. Oftmals werden auch die Eckzähne der Tiere gekürzt. Die Tiere werden so den viel zu engen Haltungsbedingungen angepasst.

Nach der Ferkelaufzucht kommen die kleinen Schweine in die Mast. Dort werden sie für einige Monate gefüttert und auf engstem Raum gehalten, bis sie geschlachtet werden, 0,7 Quadratmeter pro Schwein sind im Gesetz vorgesehen. Die meisten Tiere in konventioneller Haltung leben dabei auf einem Vollspaltenboden, ein Boden aus Beton, durch dessen Spalten der Kot fallen kann. Das erspart den Halter_innen die Arbeit beim Ausmisten des Stalls. Dass die Tiere darauf unmöglich bequem liegen können und viele Verletzungen davon tragen, wird dabei nicht beachtet. Eine Stroh als Einstreu oder Beschäftigungsmaterial ist am Vollspaltenboden nicht vorgesehen, schließlich würde dies die Spalten verkleben.

Am Ende werden die Tiere in enge Transporter verfrachtet und zum Schlachthof gebracht. Die Tiere werden betäubt, oft durch die grausame Methode der CO2-Betäubung, die den Schweinen große Schmerzen verursacht. Das Gas soll das Bewusstsein der Tiere ausschalten, führt allerdings auch zu Reaktionen mit den Schleimhäuten, was sehr schmerzhaft für die Tiere ist. Beim Schlachthofskandal hat der VGT außerdem aufgedeckt, dass alle Betäubungsformen sehr oft nicht richtig funktionieren und die Tiere im Moment der Schlachtung bei Bewusstsein waren.

VGT-Tierschutzreferentin Ines Haider: „Die Schweinehaltung in Österreich hat sehr viele Kritikpunkte. Kastenstand, betäubungslose Ferkelkastration, Schwanzkupieren, Vollspaltenboden, CO2-Betäubung. All diese Themen beschäftigen den VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN schon seit Jahren. Was am Ende bleibt ist ein Leben voller Qual für ein billiges Schnitzel auf dem Teller. Wer Tiere liebt, sollte auf Tierprodukte verzichten.“

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