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Hai-Aktion „Stop Finning“ großer Erfolg

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.10.2020)

Wien, 16.10.2020

Ca. 60 Aktivist_innen nahmen heute an der vom VGT mitorganisierten Aktion „Stop Finning – Stop The Trade“ für ein Ende des Handels mit Haifischflossen in der EU am Wiener Stephansplatz teil.

Eine gewaltige Anzahl von etwa 60 Personen fand sich heute Vormittag am Wiener Stephansplatz zusammen, um für ein Ende des Handels mit Haifischflossen in der EU zu demonstrieren. Für die Aktion „Stop Finning – Stop The Trade“ wurden die Aktivist_innen mit blutigen, unechten Haifischflossen ausgestattet, um das brutale Abschlachten der Tiere, die eine derartige Wichtigkeit für das Ökosystem haben, zu verdeutlichen. Insgesamt formten die Personen ein beeindruckendes Gesamtbild. Außerdem gab es einen Info-Tisch mit weiteren Informationen zur Thematik. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit von StopFinningEU, VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN, Sharkproject Austria, Sea Shepherd Österreich und Sandy P. Peng organisiert.

Den Haien werden bei vollem Bewusstsein die Flossen abgetrennt, danach werden sie zurück ins Meer geworfen, wo sie dann jämmerlich ertrinken! Eine kaum vorstellbare Grausamkeit gegenüber unschuldigen Lebewesen! Dabei haben Haie einen so großen Einfluss auf unser gesamtes Ökosystem. Auch wenn wir hier in Österreich keine Meere und somit keine Haie haben, sollten wir alles daran setzen, dass die Europäische Bürgerinitiative Erfolg hat und der Haifischflossenhandel in Europa gestoppt wird! mahnt Sandy P. Peng heute am Stephansplatz.
 

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Hintergrund

Bis zu 273 Millionen Haie werden jedes Jahr getötet, davon ein großer Teil nur für ihre Flossen. Diese gelten vor allem in Asien als prestigeträchtige Zutat für Haifischflossensuppe. Ein hochprofitables Geschäft, lassen sich doch durch wenige Gramm Flosse bis zu 90 € verdienen. Das ist ebenfalls ein europäisches Problem, denn die EU ist weltweit die Nummer Eins beim Abfischen von Haien. Allein 2019 wurden hier ca. 112.000 Tonnen Haie gefangen, gefolgt von Indonesien mit 111.000 Tonnen und Indien mit 67.000 Tonnen. In der EU ist der Handel mit den Haifischflossen aber immer noch erlaubt. Untersagt ist nur das sogenannte „Finning“, eine Methode, bei der den Haien die Flossen direkt auf hoher See, oft bei vollem Bewusstsein, abgeschnitten werden und der restliche Körper zurück ins Meer geworfen wird. Die Tiere sind dann nicht mehr schwimmfähig und verbluten und ersticken am Meeresboden. Allerdings werden nur etwa 5 Prozent der Schiffe überhaupt kontrolliert.

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Stop Finning – Stop the Trade“ hat das Ziel, dass die Verordnung, die das Finning verbietet, auch auf den Export, Import und Transit von Haien und Rochen ausgeweitet wird. Die Flossen dürfen dann nur transportiert werden, wenn sie sich noch am Körper des (toten) Hais befinden. Dadurch würde der Haifischflossenhandel in Europa unterbunden werden, da er nicht mehr wirtschaftlich wäre. Tausende Haie würden dadurch verschont und der massive Raubbau am Ökosystem Meer eingedämmt werden.

Zur Bürgerinitative: www.stop-finning.eu


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