Teilen:

5. Video über Vollspalten-Schwein Anna: Schwanzbeißen Indikator für schlechte Haltung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.04.2021)

Wien, 19.04.2021

Laut Univ.-Prof. Baumgartner von der Vet Uni Wien ist die Notwendigkeit von Schwanzkupieren ein Zeichen dafür, dass die Schweine die jeweilige Haltung nicht ertragen

95 % (!) der Mastschweine in Österreich wird in den ersten 7 Lebenstagen der Schwanz ohne Betäubung zur Hälfte abgeschnitten. Ansonsten würden sie sich gegenseitig in die Schwänze beißen, wird erklärt. Doch das routinemäßige Schwanzkupieren ist in der EU verboten, die EU-Kommission hat diesen Missstand in Österreich festgestellt und droht mit hohen Geldstrafen. Univ.-Prof. Johannes Baumgartner von der Vet Uni Wien nennt das Schwanzbeißen ein „Eisbergkriterium“ für die Qualität der Schweinehaltung. Damit meint er, dass daneben eine ganze Reihe von Aspekten der Haltung so schlecht sein müssen, dass sie die Schweine überlasten. Und genau das ist beim Vollspaltenboden der Fall: der Boden ist hart, die Ammoniakdämpfe entzünden die Lungen, es gibt keine Beschäftigungsmöglichkeit und nichts zum Manipulieren, die große Enge erzeugt Aggression. Der Vollspaltenboden ist eine multifaktorielle Überlastung der Schweine, angezeigt durch das Schwanzbeißen. Auf tiefer Einstreu mit mehr Platz hört das Schwanzbeißen auf.

In dem 5. Video über das aus einer Tierfabrik mit Vollspaltenboden gerettete Schwein Anna geht es um ihren abgeschnittenen Schwanz. Auch Anna hat man auf diese Weise verstümmelt. Das Video erklärt, warum:

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Nimmt man die Aussagen namhafter wissenschaftlicher Expert:innen zur Schweinehaltung ernst, dann ist das routinemäßige Kupieren des Schwanzes von 95 % der Mastschweine ein Beweis, dass der allergrößte Teil der Schweine in Österreich so schlecht gehalten wird, dass die Schweine ihre Lebenssituation nicht ertragen. Das widerspricht jedem einzelnen Grundsatz des Tierschutzes und widerspricht deshalb nicht nur dem Tierschutzgesetz und der EU-Richtlinie zu Schweinen, sondern aufgrund unserer Staatszielbestimmung Tierschutz sogar der Verfassung. Es drohen nun hohe Strafzahlungen an die EU, die auch die 96 % der Menschen mittragen müssen, die Stroh für Schweine gesetzlich festgelegt haben wollen, wie eine Gallup-Umfrage gezeigt hat. Tierschutzminister Mückstein muss deshalb so bald wie möglich die diesbezüglichen Vorhaben von seinem Vorgänger Anschober umsetzen, allen voran eine Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung bzgl. Schweinen. Wir können nicht mehr länger warten.


Pressefotos frei zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

Anna- die komplette Video-Serie von Beginn: vgt.at/anna

20.05.2026, Guntersdorf/Wien

VGT gibt echte Einblicke in den Tierschutzunterricht

Unterricht des VGT beliebt wie eh und je, Rückmeldungen von Lehrpersonen und von Kindern durchwegs positiv

20.05.2026, Wien

Steiermark: FPÖ und ÖVP schmettern Grünen Antrag im Landtag gegen Vollspalten ab

Die steirische Landesregierung ist nicht einmal bereit, Tierwohlfleisch in Landesküchen oder den Umbau der Schweinebetriebe weg vom Vollspaltenboden zu fördern

19.05.2026, Steiermark

VGT erstattet 1025 Anzeigen gegen Vollspalten-Schweinefabriken in der Steiermark

Es besteht der Verdacht, dass keiner dieser Betriebe allen Schweinen einen physisch angenehmen Liegebereich bietet, wie gesetzlich seit Juli 2022 vorgeschrieben

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot

08.05.2026, Niederösterreich

FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert