Teilen:

VGT Vollspaltenboden-Aktion: „Aufwachen, Frau Landwirtschaftsministerin Köstinger!“

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.05.2021)

Wien, 06.05.2021

Auf der Wiener Mariahilferstraße wurden zahlreiche Wecker neben die schlafende Ministerin platziert – es wird Zeit, den Schweine-Vollspaltenboden zu verbieten

Die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs in Sachen Schweinehaltung auf Beton-Vollspaltenboden wird immer größer. Nicht nur die EU-Kommission hat bereits eine Missstandsfeststellung dazu gemacht, weil aufgrund des Vollspaltenbodens die Schwänze routinemäßig kupiert werden, was laut EU-Richtlinie verboten ist. Auch die Volksanwaltschaft hat bereits 2 Missstandsfeststellungen getätigt, und zwar weil laut EU-Richtlinie die Schweine einen physisch angenehmen Liegebereich angeboten bekommen müssen, was auf Vollspaltenboden nicht der Fall ist. Und die Bevölkerung (laut Gallup-Umfrage 96 %) fordert zunehmend vehement – in den letzten Tagen gingen mindestens 1.200 Protestemails ein – ein Verbot des Vollspaltenbodens ein, das laut wissenschaftlichen Studien und zahlreichen Aufdeckungen durch den VGT unbedingt notwendig ist, um schwere Tierquälerei zu verhindern. Deshalb legte sich heute eine Tierschützerin mit Köstinger-Maske auf der Wiener Mariahilferstraße in ein Bett, um zu schlafen, während rundherum Wecker ratschten, um die Landwirtschaftsministerin aufzuwecken. Sie möge endlich aufwachen, so die Tierschützer:innen, und sich ihrer Verantwortung stellen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Nicht nur, dass sämtliche Umstände für die Einführung eines Verbots des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung sprechen. Die Umstellung mit tiefer Stroheinstreu und doppelt so viel Platz würde laut einer Studie lediglich 35 Cent pro kg Schweinefleisch Mehrkosten verursachen. Das kann doch, bitteschön, nicht ernst gemeint sein, dass ein reiches Land wie Österreich diese Kosten nicht aufbringt und dafür die Schweine einfach leiden lässt. Die Frau Landwirtschaftsministerin soll ihre roboterartige Apparatschikrolle für die Tierindustrie und den ÖVP-Bauernbund ablegen und endlich Herz und Hirn sprechen lassen. Tatsächlich kann nämlich niemand mit Herz und Hirn einem Schwein auf Vollspaltenboden in die Augen schauen und dann einem Verbot dieser Haltungsform im Weg stehen!


Pressefotos frei zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

18.02.2026, Wien

Forschungsbericht zu neuem Schweine-Vollspaltenboden bestätigt: kaum Verbesserung

Die zu verschiedenen Parametern des Tierwohls erhobenen Vergleichszahlen zwischen Vollspaltenboden alt und neu sind ernüchternd – heute Protest vor dem Ministerrat

17.02.2026, Klagenfurt

PK: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

In Kärnten wurden in den letzten 4 Jahren doppelt so viele Wölfe geschossen, wie im großen, regional 10 Mal so dicht besiedelten Deutschland – seit 2022 gab es sogar 310 Abschusserlaubnisse der Landesregierung

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht